10 Jahre Sprachförderung in Reinheim

Sprache lernen mit allen Sinnen

Auf dem Bild sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Sprachförderung zu sehen. Von links stehend: Margit Hartmann, Angelika Poth (ehem. Sprachkraft), Ingrid Friede, Dagmar Klammer-Neuroth (ehem. Sprachkraft), Kirsten Konrad-Krüger, Dagmar Renschler, Angelika Mohr, Christina Schalle, Gudrun Körber, Gudrun Klock- Nowatzki und Bürgermeister Karl Hartmann. Vorn knieend von links: Kita Fachberaterin Inge Köttner, Susanne Petrick und Beatrice Schmidt.

Reinheim. Vor genau zehn Jahren erhielt die Stadt Reinheim, durch die damalige Ministerin Silke Lautenschläger, als erste Gemeinde in Hessen, die Bewilligung zur Sprachförderung für Kinder im Vorschulalter. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wurde damals das neue Förderprogramm beäugt und von dem ein oder anderen Kritiker sogar als unnötig oder „muss das sein“, bezeichnet. Nach den ersten „Stolpersteinchen“, wie sie Inge Köttner, die Leiterin und Koordinatorin der Sprachförderung, nannte, ist das Projekt inzwischen längst den „Kinderschuhen entwachsen“. Dank der großen Unterstützung durch Bürgermeister Karl Hartmann, bzw. der Stadt Reinheim konnte das Projekt weiter pädagogisch ausgebaut werden. Durch die Bewilligung zum Kauf von Fachmaterial, speziellen Spielen und ständiger Fortbildung der Förderkräfte, kann nun auf eine inzwischen 10-jährige Erfolgsarbeit zurück geblickt werden. Derzeit sind zehn geschulte ehrenamtliche Fachkräfte zwei Mal wöchentlich in den sechs Einrichtungen tätig. Inge Köttner, die von ihren Kolleginnen auch liebevoll als „Mutter der Sprachförderung“ bezeichnet wird, organisiert Fortbildungen mit Logopäden und Sprachheiltherapeuten, macht Supervisionen für die Fachkräfte und bringt einfach ganz viel Herzblut mit ein. Ein Teil der betroffenen Kinder hat einen Migrationshintergrund. Gefördert werden Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen und deutsche Kinder, die Verzögerungen in ihrer persönlichen Sprachentwicklung haben.

Am 15. November lud die Stadt Reinheim zu einer kleinen Feierstunde anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Sprachförderung. Voller Freude begrüßten Kinder der Kindertagesstätte (Kita) am Stadtpark die Gäste mit lustigen Liedern und übergaben anschließend Karl Hartmann einen selbstgebackenen Kuchen, als nettes Zeichen der Dankbarkeit für seine Unterstützung im Sprachförderbereich. Wie sehr die Kinder die Sprachförderung lieben, wurde in den Beiträgen der verschiedenen Förderkräfte anhand ihrer Erfahrungen und Beispiele immer wieder deutlich. Unter dem Motto „Sprache lernen mit allen Sinnen“ wird in den kleinen Gruppen gesungen, getanzt, gereimt aber auch zugehört und damit die Wahrnehmung verbessert. „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“ stand auf der Einladung zur Feierstunde. Die positiven Erfahrungen der zurückliegenden zehn Jahre bestätigen die Erfordernis, das Angebot in den sechs Kindereinrichtungen zu erhalten. Das Ziel der Stadt Reinheim ist es, so auch Bürgermeister Karl Hartmann, dass alle Kinder eine glückliche und spannende Kindergartenzeit erleben und zur Einschulung optimal gefördert sind. Bild/Text sd

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