100. Odenwälder Bergturnfest in Wallbach

Ein sportlich bewegter Familienspaß

Die anmutige und schöne Staffelläuferin auf dem Wallbacher Bergturnfest kurz vor der formvollendeten Übergabe des Staffelholzes. Text/Bild: Dieter Preuss

Die anmutige und schöne Staffelläuferin auf dem Wallbacher Bergturnfest kurz vor der formvollendeten Übergabe
des Staffelholzes. Text/Bild: Dieter Preuss

Brensbach/Wallbach. Vor sage und schreibe 141 Jahren, also im Jahre 1874, wurde das Odenwälder Bergturnfest ins Leben gerufen. Das kann man nun wirklich Tradition nennen. Da am vergangenen Wochenende auf dem Sportgelände des KSV Wallbach allerdings „erst“ die 100. Veranstaltung stattfand, müssen nach Adam Riese 41 Turnfeste ausgefallen sein. „Nun, so ist es: Kriege, Nachkriegswirren, schlechtes Wetter oder auch sonstiges Unbill machten es nicht möglich, Jahr für Jahr gleichermaßen dieses Odenwälder Sportfest zu realisieren. Eine Veranstaltung, die der Turngau Odenwald verantwortlich organisiert und durchführt“, sagt Hermann Graf, Ehrenvorsitzender des Turngau Odenwald und Vorsitzender des Bergturnfestes sowie der Moderator des leichtathletischen Wettkampfes am vergangenen Sonntag. Es war richtig was los „Auf dem Haufenstein“ in Wallbach bei herrlichem Sonnenschein. Von 7 Jahren bis zu fast 70 Jahren waren alle Altersstufen und Geschlechter vertreten beim Laufen, Werfen (Schlagball) und Stoßen (Kugel) sowie beim Weitsprung. Der älteste Dreikämpfer war über 60 Jahre alt. Vormittags fanden die Einzelkämpfe statt, nachmittags die Gruppenkämpfe, Verein gegen Verein.

Einige Teilnehmer kamen sogar aus Mainz, Oberhessen und Baden-Württemberg. Folgende Vereine waren vertreten: TV 1890 Semd, TV Sersheim, USC Mainz, SV 1945 Groß-Bieberau, TV 1863 Dieburg, TSV Wiebelsbach, SSV 1945 Brensbach, SKG Roßdorf, TV Heppenheim, MTV 1817 Mainz, TSV Lengfeld und selbstverständlich der KSV 1935 Wallbach. Etwa 100 Sportler und Sportlerinnen kämpften beim 100. Jubiläumsfest in Einzel- wie in den Gruppenwettbewerben gegeneinander. Ein besonderer Spaß waren die Familien-Wettkämpfe im Staffellauf. Da rannte Groß (Großvater) von Familie Schmitt aus Roßdorf gegen Klein (Enkelin) von Familie Meier aus Wiebelsbach, da sprintete die Müllers Mama aus Semd gegen den Friedrichs Papa aus Brensbach. Man höre und staune: Die Älteren waren nicht immer die Schnellsten. Dazu Hermann Graf: „Die Familienstaffeln veranstalten wir nun zum 3. Mal. Und von Jahr zu Jahr melden sich mehr für diesen Gruppenkampf an. Das ist hier ein Riesenspaß! Diesmal laufen 13 Familien gegeneinander.“ Witzig anzuschauen waren auch die Weitsprünge der älteren Damen und Herren. Mit welchem Biss und sportlichem Ehrgeiz 40 und 50jährige anlaufen, hochsteigen und fliegen, fliegen, fliegen – und so weich und elegant landen. Zumindest der eine oder andere. Hut ab! Natürlich gab‘s – wie es sich für solch ein Sonntagsfest gehört – gut zu essen und gut zu trinken. Zur Siegerehrung der Aktiven kam auch der Brensbacher Bürgermeister Rainer Müller auf das Wallbacher Sportgelände

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