17. Konzert des „Sing mit!“ Projektchors Reinheim

Lieder von bleibender Liebe

Singen von Liebe und Lust am Leben: 80 Sänger und Sängerinnen des Sing-mit-Projekts Reinheim unter Leitung von Michael Schradin (im Bildvordergrund) und Klaus v. Boetticher (v. l. erster Blauhemdenträger)

Lengfeld. Schon der spanische Schriftsteller Miquel de Cervantes (1574-1616) wusste es: „Mit Gesang kann man alle seine Krankheiten verscheuchen.“ Aktuelle Studien an Laienchören bestätigen es: Singen ist gesund und stärkt die Abwehrkräfte. Aber nicht nur das. Singen fordert den ganzen Körper als Klangraum (Zwerchfell, Lunge, Brustkorb, Bauchmuskulatur) und bringt so das Herz-Kreislauf- System auf Trab, womit die Atmung intensiviert und der Körper besser mit Sauerstoff versorgt wird. Es gibt Sänger, die sich  t wie Dauerläufer singen. Soviel zum positiven Gesundheitsaspekt des Singens. Hinzu kommt die Gemütsaufhellende Wirkung. Schon in der Bibel befreit der Hirtenjunge David König Saul mit seinem Gesang und dem Spiel der Harfe von dessen depressiven Stimmungen. Bei rund drei Millionen „gesunden“ Sängern in Deutschland ersparen die Krankenkassen sich doch einige Krankheitskosten.

Nicht nur Gemütsaufhellend für die Zuhörer, sondern durchweg begeisternd, witzig und voller Schwung sind die Auftritte der rund 80 Sänger und Sängerinnen des Projektchores „Sing- Mit!“ unter Leitung von Klaus v. Boetticher und Michael Schradin. So auch am vergangenen Wochenende beim Konzert in der Heydenmühle in Lengfeld. Das nächste Konzert  ndet statt am Sonntag, den 22. März, 18 Uhr, in der evangelischen Kirche Reinheim. Der Eintritt ist frei. Die Lieder, Gospels und Balladen des gemischten Chores stehen und standen unter dem Leitmotiv „Die Liebe bleibt“. Was der Chor und die Musiker (Trommel, Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboard) innerhalb von nur 9 Wochen einstudierten, ist eine unterhaltsame Reise durch unterschiedliche Kulturen, Länder und Sprachen; hervorragend präsentiert, moderiert und durch witzige Geschichten insbesondere von Michael Schradin kurzweilig inszeniert. Gestartet sind die Sänger und Sängerinnen mit einem Willkommensgruß aus der lauten Welt in diesem Haus der Stille. Ein Entree, das den Zuhörern Konzentration und Raum zum Träumen bot. Es folgten  otte, „gospelige“ Rhythmen mit den gewohnten Gänsehaut verursachenden Laut-Leise-Solo-Chor- Schnell-Langsam Melodien und Stimmen. Wunderbar war dabei zu beobachten die gestische und mimische Hingabe vieler Sängerinnen und Sänger an ihr Lied (Freude!).

Besonders schön kam dies in einem Suaheli Lied aus Tansania zum Ausdruck. „Sunday Morning“ strahlte eine liebevolle Friedlichkeit aus, fast a cappella, begleitet nur von Trommeln und dem Klatschen der Hände. Ein Lied, das von bleibender Liebe handelt. Bleibender Liebe auch der Zuhörer zu den Gesangsinterpreten, den Musikern und den Leitern des Projektes „Sing mit!“

Text/Bild: Dieter Preuss

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