700 Jahre Groß-Bieberau mit Historischem Festzug (inkl. Bilder)

Viel Volk, Gesindel und Adel war unterwegs

So sahen sie aus, die Buben und Mädchen aus den 50igern des letzten Jahrhunderts Text/Bild: Dieter Preuss

Groß-Bieberau. Klasse, alles wie im Film: Sonne, leichte, erfrischende Brise, geselliges Sitzen direkt an der B38, gemütliches Essen und Trinken, ein fröhlicher Schwatz mit den Nachbarn und ein bunter Festzug, der mit seinen Gruppen und Menschen in originellen Kostümen die 700jährige Geschichte (Stadtund Marktrechte in Groß-Bieberau) von „Bibera“ aufleben ließ. Auf prachtvolle Weise feierten die Bieberauer sich selbst: Liebevoll stellten sie ihre Bänke, Tische und Stühle auf den Bürgersteig, einen Schoppen dazu und ‘ne Bratwurst und schauten, was da so wohl komme.

Musikzüge selbstverständlich, der Magistrat, Bürgermeister Edgar Buchwald als Schultheiß bzw. Stadtschulze vorneweg und dann kamen sie, die Bauern, Melker, Tagelöhner, Sänger, Metzger, Friseure, Dachdecker, Zimmerleute, Maurer, Marketender, Charleston-Freunde, die Buben und Mädchen aus den 1950iger Jahren, Ritter, Gerichtsleute, Händler, Gaukler, Huren, Hexen, Gendarmen und Brandstifter sowie Brandlöscher, Brauer, Spediteure, Richter, Freiheitskämpfer, Demokraten, Republikaner und Monarchisten und immer wieder die Bauersleut! Denn Groß-Bieberau entwickelte sich in der Zeit nach 1312 (das Jahr der Vergabe der Stadt- und Marktrechte durch Kaiser Heinrich VII an den Grafen Dieter VI von Katzenelnbogen für die Burg Lichtenstein samt des darunter liegenden Dorfes Bibera) zu einer Stadt (Siedlung) der Bauern. Später dann kamen die Handwerker, die Händler und viele andere Gewerbetreibende hinzu.

Genau dieser Entwicklung versuchte der Festzug ein lebendiges Bild zu geben. Doch bot das vergangene Pfingstwochenende zum 700jährigen Stadtgeburtstag nicht nur einen historischen Festzug, sondern auch ein umfassendes Festprogramm. Nach der feierlichen Eröffnung am Freitagabend auf dem Bieberplatz präsentierten sich die jungen Schauspieler der Albert-Einstein- Schule auf der Theater-Open Air AesthetX. Hier wurde dem begeisterten Publikum erfrischend modernes Theater unter der Leitung von Andrea Fischer und Olaf Mönch geboten. Danach spielten die „MenoPower“ musikalisch auf. Zum Festprogramm gehörten am Samstag der ökumenische Gottesdienst und die Ausstellungseröffnung „40 Jahre Städteverschwisterung Groß-Bieberau/Montmeyran“ im Bürgerzentrum. Zudem gab‘s am Samstag die Lange Tafel mit Bieberauer Allerlei zum Essen, Trinken und Genießen in der Marktstraße. Am Samstagabend wurde im Bürgerzentrum fest gefeiert.

Der Jubiläumssonntag wurde mit einem Pfingst-Gottesdienst eingeläutet. Nach dem historischen Festzug und dem Verschwinden des Tageslichtes erlebten die Bieberauer ein Höhenfeuerwerk. Ein wenig Spektakel sollte halt schon sein. Das Festwochenende wurde am Pfingstmontag mit einem Frühschoppen mit den Kleestädter Feuerwehrmusikanten und einer musikalischen Veranstaltung für Kinder am Nachmittag im Bürgerzentrum abgeschlossen.

Weitere Bilder vom Umzug finden Sie hier.

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