Anita Kappes – Wersau

Anita Kappes – Wersau

Aktiv durchs Leben zu gehen, ist Anita Kappes wichtig. Daher spielt die Wahl-Wersauerin leidenschaftlich gerne Tischtennis und hat sich zudem dem Hundesport gewidmet – natürlich in Verbindung mit sozialen Projekten.
Anita Kappes wurde 1956 in Mainz geboren und verbrachte hier mit ihrer jüngeren Schwester die ersten Lebensjahre. Danach zog es die Familie dann nach Darmstadt, wo die gebürtige Rheinland-Pfälzerin ihre Schullaufbahn meisterte. Allerdings hielt sich Anita Kappes in den Ferien schon immer gerne in der Natur und im Odenwald auf, denn ihre Eltern und Großeltern stammten aus dem Gersprenztal. Auch die sportliche Begabung zeigte sich früh: Die heute 54-Jährige spielte schon als Kind gerne mit ihrer Freundin auf dem Dachboden des Elternhauses Tischtennis. So dauerte es nicht lange bis sie zusammen mit drei weiteren Mädchen eine Jugendmannschaft bildete und im Verein zu spielen anfing.
Durch das Tischtennis spielen lernte die gebürtige Mainzerin 1971 ihren späteren Mann Werner kennen, der Jugendbetreuer des Vereins war. Doch zunächst einmal absolvierte sie 1973 ihren Realschulabschluss und eine zweijährige Ausbildung zur Arzthelferin. Nach Beendigung ihrer Lehre arbeitete die junge Frau eine Zeitlang in einer Augenarzt-Praxis und zog mit ihrem Mann Werner, den sie 1976 heiratete, nach Pfungstadt. Am Wochenende war das junge Paar oft unterwegs und spielte weiterhin im Verein Tischtennis.
Während Anita Kappes beruflich gerne mit Kindern arbeiten wollte und daher eine Stelle in einer Kieferorthopädiepraxis erhielt, veränderte sich auch im privaten Bereich einiges: Durch Freunde und den Sport hatten Anita und Werner Kappes die Odenwaldgemeinde Wersau entdeckt, kauften dort ein Grundstück und bauten ein Haus, das sie 1981 bezogen. Nun war auch der ideale Zeitpunkt für eine Familiengründung gekommen. So wurden ein Jahr später Tochter Stefanie und 1987 Sohn Tim geboren.
Trotz Familie blieb Anita Kappes dem Tischtennis treu. Sie spielt bis heute aktiv beim TV 08 Wersau, engagiert sich auch in anderen Bereichen des Vereins und hilft, wenn sie gebraucht wird. Neben Familie, Beruf und Sport ist Anita Kappes zudem begeisterte Hundebesitzerin: Im Februar 2000 kam Labrador Lucky in die Familie, mit dem die Wersauerin anfangs auf einen Labradorplatz nach Weiskirchen zur Ausbildung fuhr. „Später gingen wir zu einer Hundeschule nach Erbach und in den letzten Jahren wechselten wir nach Höchst in die Hundeschule Thierolf. Hier lernte ich auch die „Aktive Lebenshilfe mit Hunden“ kennen“, berichtet die 54-Jährige, die sich seit etwa sieben Jahren für dieses Projekt der Hundeschule Thierolf engagiert. Ihre Aufgabe besteht darin, Menschen mit Behinderung mit den speziell dafür ausgebildeten Hunden zu begleiten und auch alte Menschen in Heimen zu besuchen. Vorraussetzung für diese Arbeit ist ein freiwilliges 14-tägiges Training für die Hunde und ihre Halter. „Dort üben die Tiere dann das Laufen am Rollstuhl sowie das Heranführen oder aber auch das Verhalten im Altenheim und den Umgang mit Hilfsmitteln. Besonders wichtig dabei ist, dass die Hunde diese Trainingseinheiten ohne Zwang und mit Spaß an der Freude absolvieren“, erklärt Anita Kappes, der das ehrenamtliche Engagement genauso viel Spaß macht wie ihrem Labrador. Seit zweieinhalb Jahren vervollständigt noch ein zweiter Vierbeiner, Momo, das Familienleben. Mit beiden Hunden hat die Gersprenztalerin vor Kurzem ein weiteres Hobby entdeckt: Kaffee in der Natur zu „erschnuffeln“ oder an einer Hunderallye teilzunehmen.
Darüber hinaus geht Anita Kappes mit ihrem Mann zusammen Tanzen oder in die Sauna und liest bzw. schaut sich Krimis an. Da die 54-Jährige zudem gerne organisiert und reist, plant sie stets den jährlichen Wochenendtrip mit und für „ihren Tischtennisfrauen“. Auch für die Zukunft hat sich die Vielbeschäftigte einiges vorgenommen. So gilt es einige soziale Aktionen und Projekte mit den Hunden umzusetzen und das 40-jährige Schulabschlussjubiläum für nächstes Jahr zu organisieren. Dabei bleibt Anita Kappes gerne im Hintergrund: „Schließlich engagiere ich mich ja nicht alleine, sondern werde immer von einem Team unterstützt“, erklärt die bescheidene Wersauerin.

Wenn Sie Königin von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Kappes: Wenn ich Königin von Deutschland wäre, würde ich dafür sorgen, dass alle Menschen Arbeit hätten und diese auch besser bezahlt bekämen. Zudem würde ich die Steuern umstrukturieren.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.
Kappes: Ich wünsche mir, dass meine Familie und meine Tiere lange gesund bleiben. Mein zweiter Wunsch wäre, dass alle Menschen mit dem, was sie haben, zufriedener sind. Zu guter Letzt wünsche ich mir, dass meine Arbeit, gerade im sozialen Bereich, auf fruchtbaren Boden fällt.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Kappes: Das waren Timo und Leonie mit ihren Familien. Gerade diese beiden behinderten Menschen haben mich in den letzten Jahren immens beeindruckt, weil sie mit ihren Familien ganz normal zusammenleben, füreinander einstehen und zusammenhalten.

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