Arthur Hentze – Zeilhard

Arthur Hentze

Anderen Menschen zu helfen, war schon sehr früh eines der Leitmotive von Arthur Hentze. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Leben des Zeilharders von Hilfsbereitschaft und dem Dienst am Menschen geprägt ist. Arthur Hentze wurde im September 1943 in Zeilhard geboren und besuchte in Reinheim die Schule, die er 1961 mit der Mittleren Reife abschloss. Bereits als Siebenjähriger hatte ihn sein Onkel mit zu einem DRK-Treffen genommen, was Arthur Hentze so viel Spaß machte, dass er im Januar 1951 dem Jugendrotkreuz des Ortsvereins Zeilhard-Georgenhausen beitrat. „Wir haben damals spielerische und bastlerische Arbeiten gemacht und hatten viel Spaß“, beschreibt der heute 69-Jährige seine Anfangszeit beim Ortsverein, der jedoch auch viel Freude am Singen hatte. Durch Schulkameraden kam er daher zum ehemaligen Jugendchor der Bruderkette (heutiger VoCappella e.V. Zeilhard), dem er im Mai 1953 als Mitglied beitrat. Fortan sollten die beiden Vereine das Privatleben des Zeilharders bestimmen: Während er im Gesangsverein viele Jahre das Amt des Notenwartes innehatte und zudem von 1960 bis 1999 zunächst als Schriftführer und später als Beisitzer fungierte, wechselte er als Vierzehnjähriger in den Erwachsenen-Chor, wo er die zweite Tenorstimme und in den letzten Jahren die erste Tenorstimme sang. Im Rahmen des DRKs wurde Arthur Hentze im Januar 1957 – nachdem er das Basiswissen verinnerlicht hatte – in den aktiven Dienst aufgenommen und zum Sanitäter ausgebildet. Erste Einsätze auf Sportplätzen folgten. Nach seiner Schulzeit absolvierte der engagierte Rot-Kreuzler eine Ausbildung zum Industriekaufmann in Ober-Ramstadt und leistete im Anschluss seinen 18-monatigen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr. Bei einem Tanzkurs hatte Arthur Hentze währenddessen seine spätere Frau Wilma kennengelernt, die er im September 1964 heiratete. Wieder zurück beim Ober-Ramstädter Unternehmen war der gelernte Industriekaufmann nun in den nächsten zehn Jahren für Personalbelange zuständig. 1973 wechselte der sozial stark Engagierte zu einem Firmenkonzern nach Pfungstadt. Dort hatte er bis zu seiner Pensionierung 2003 eine leitende Position im Personalwesen sowie in der Verwaltung inne und war zudem verantwortlicher Ausbilder für die kaufmännischen Berufe.

In seiner Freizeit übernahm Arthur Hentze schon früh Verantwortung beim heimatlichen DRK-Ortsverband: Von 1966 bis 1968 war er zweiter Vorsitzender und ab 1968 22 Jahre lang Kassenwart, bevor er im März 1990 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Bei all der ehrenamtlichen Tätigkeit stand seine Familie, v. a. nach der Geburt seiner Tochter (1972) im Vordergrund. Doch Frau und Tochter wussten den heute 69-Jährigen auch immer zu unterstützen: So konnte er z. B. zusammen mit seinen Kollegen des DRK-Ortsverbands Zeilhard- Georgenhausen die Teilnahme am „Fest der Vereine“ organisieren und durchführen, arbeitete bei der Erstellung der Garagen am Bürgerhaus mit und schaffte neue Mannschaftstransportfahrzeuge sowie verbesserte Ausrüstung mit an. Doch nicht nur das. Arthur Hentze setzte sich auch für die Einrichtung der Voraus-Helfer für Hilfeleistungen in Georgenhausen, Zeilhard und Dilshofen sowie für die Ausbildung der Aktiven in verschiedenen Tätigkeitsfeldern ein. „Gemeinsam mit Sangeskollegen von VoCappella Zeilhard war ich für die Organisation von Mehrtagesausflügen in den früheren Jahren zuständig“, erzählt der vielseitig Engagierte. Mittlerweile ist er nur noch als Sänger beim Zeilharder Chor aktiv. „Wenn ich etwas mache, dann richtig. Deswegen habe ich mich schließlich voll und ganz für das DRK entschieden“, erklärt Arthur Hentze. Sein ehrenamtlicher Einsatz wurde auch entsprechend gewürdigt: 1997 erhielt er von der Stadt Reinheim eine Auszeichnung und im September des vergangenen Jahres den Landesehrenbrief für sein ehrenamtliches Engagement. In seiner Freizeit geht er oft mit dem Hund seiner Tochter spazieren und genießt es dabei, in der Natur zu sein. Seit einem Jahr kümmert er sich zudem liebevoll um seine Frau Wilma, die auf einen Rollator angewiesen ist und unterstützt sie im Haushalt und beim Einkauf. Für die Zukunft wünscht sich Arthur Hentze vor allem Gesundheit für die Familie und schöne Jahre mit seiner Frau.

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat? Arthur Hentze: Ich würde dafür sorgen, dass die Arbeitsleistung wieder gerechter entlohnt würde, die Menschen von ihren Einkommen den Lebensalltag bestreiten könnten und die Unternehmer für ihre Mitarbeiter wieder mehr soziale Mitverantwortung übernehmen würden.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte. Arthur Hentze: Als erstes wünsche ich mir Gesundheit für die Familie, v. a. dass meine Frau wieder ohne Rollator laufen kann und dadurch die Lebensqualität optimiert wird. Mein zweiter Wunsch ist, dass meine Frau und ich noch einige Jahre gemeinsam unser Leben genießen können. Dann wünsche ich mir noch, dass der Verein DRK auch in Zukunft immer Personen findet, welche die Aufgaben bzw. Dienste sowohl im örtlichen Bereich als auch überregional wahrnehmen werden.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht? Arthur Hentze: Der Schweizer Bankier, Henry Dunant, der 1859 die Schlacht von Solferino in Italien miterlebte und durch seine Hilfe bei Verletzten den Grundstock zur humanitären Hilfe legte. Durch seine Forderung zur Gründung einer Hilfsorganisation wurde das internationale Komitee des Roten Kreuz 1863 in Genf gegründet.            Text/Bild: me

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