Auftakt zur Weihnachtsmarkt-Saison mit Habitzheimer Advent

All überall dampft und duftet es wieder!

Birgit Rose vom Hofgut Habitzheim kocht, rührt, würzt und serviert einen Wildgulasch, so zart, so würzig duftend und dampfend . Text/Bild: Dieter Preuss

Birgit Rose vom Hofgut Habitzheim kocht, rührt, würzt und serviert einen Wildgulasch, so zart, so würzig duftend und dampfend . Text/Bild: Dieter Preuss

Habitzheim. Je kleiner, je feiner! Wie am vergangenen Wochenende in Habitzheim, in dem vier Höfe den Advent eingeleuchtet haben. Und die Odenwälder Weihnachtsmarkt-Saison. Statt kommerziellem Budenplunder boten die Veranstalter vom Hofgut Habitzheim und von den Höfen Lehmer, Kluge und Brödder mit viel Liebe zum Detail Einzigartiges, Handgemachtes, Originelles, auch Live-Musik und verdammt viel Leckeres. So zum Beispiel der Wildgulasch im Hofgut – was für ein Genuss! Originellen Weihnachtsschmuck in  ligraner Handarbeit konnte der Besucher des Hofguts auch bei Marina Kinz aus Lützelbach erwerben: witzige Schneemänner, glitzerndes Gehänge, feine Kerzen, metallene Kränze, Holzarbeiten und anderes mehr. Im Lehmerhof wurde jeder Besucher mit Handschlag begrüßt. Auch dort gab’s in der Scheune was zum Schnabulieren und oben konnte man Kunst und Gemälde von „IdeenReich“ bestaunen und faszinierende Arbeiten von Sabine Adam, Malerin und Architektin. Frauen, mal rund, mal hager, mal nackt, mal mondän bekleidet, sind ihre Hauptmotive.

Ganz und gar ungewöhnlich in der Interpretation und im Format, gemalt mit Farbstift auf Holz mit Acryl. Jedes Werk ein kleines Meisterwerk! Aufschlussreich für den einen oder anderen Besucher im Lehmerhof waren sicher auch die Plaudereien mit Bärbel Lehmer, die nicht nur als Geopark-Ranger unterwegs ist, sondern auch Lebensberatung und Trauerarbeit mit Kindern und Erwachsenen anbietet. Einem Besucher, der ihren Rat und einen zu ihm passenden Halbedelstein suchte – davon hat Lehmer ein umfangreiches Sortiment – und der eine kleine Lebenskrise offenbarte, dem schenkte sie mir nichts, dir nichts einen Goldobsidian. Ein Stein, reinschwarz mit winzigen Wassereinschlüssen, die golden wirken.

„Dieser Stein kommt aus der Tiefe und geht in die Tiefe. Er wird ihnen Leichtigkeit und Lebensfreude über das, was einen aus der Tiefe bewegt, zurückgeben Vorausgesetzt Sie tragen ihn am Körper“, riet Bärbel Lehmer dem überraschten Besucher, der lange und intensiv den Stein betrachtete, um ihn anschließend in seiner Hosentasche verschwinden zu lassen.

Und wo wird es in den kommenden Wochen noch überall dampfen und duften im Odenwald? In Erbach und Michelstadt, klar! An allen vier Adventswochenenden auf der Veste Otzberg. Am zweiten Adventswochenende dampft und duftet es in Reinheim, Ober-Ramstadt, Brensbach, Rohrbach, Beerfurth, Neunkirchen, Lindenfels und Otzberg-Hering. Das Finale der Odenwälder Weihnachtsmärkte wird am dritten Adventswochenende eingeleitet in Ueberau, Otzberg-Hering, Lindenfels-Schlierbach, Fränkisch-Crumbach (hier kommt am Sonntag der Benzniggel mit einem Sack voller Geschenke) und in Groß-Umstadt.

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