Ausflugsziel: Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe

Beliebtes Ziel bei Wanderern und Mountainbikern · „Höchste Wirtschaft“ im Odenwald

Die Neunkircher Höhe ist mit 605 Meter Höhe die höchste Erhebung im Vorderen Odenwald. Am Westhang der Neunkircher Höhe entspringen die Modau und die Lauter und am Osthang der Mergbach. Ab dem Zusammenfluss von Mergbach und Osterbach bei Reichelsheim- Bockenrod führt das Flüßchen den Namen Gersprenz. Da der Mergbach den Hauptquellfluss darstellt, wird seine Quelle an der Neunkircher Höhe auch als Gersprenzquelle bezeichnet.
Der höchste Punkt der Neunkircher Höhe mit dem darauf befindlichen Kaiserturm gehört zur Gemarkung Gadernheim in der Gemeinde Lautertal. Die namensgebende Gemarkung Neunkirchen gehört zur Gemeinde Modautal und damit zum Landkreis Darmstadt-Dieburg. Der staatlich anerkannte Erholungsort Neunkirchen mit seinen Fachwerkhäusern ist vor allem wegen seiner „guten Luft“, viel Natur und den herrlichen Aussichten bei den Ausflüglern beliebt.
Das Ortsbild von Neunkirchen wird von der ockerfarbenen fotogenen Kirche geprägt. Die Cosmas- und Damianskirche gab den Dorf wahrscheinlich seinen Namen (zur neuen Kirche = Neunkirchen). Die Erbauung der ersten Kirche von Neunkirchen darf zu Beginn des 13. Jahrhunderts angenommen werden. Der Parkplatz in Neunkirchen ist Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen in alle Richtungen. Von hier aus ist es auch nicht weit zum Kaisertrum, der ein beliebtes Ziel für Wanderer und Mountainbiker gleichermaßen ist.

Der Weg zum Kaiserturm ab Parkplatz ist ausgeschildert. Zum Teil ist der Weg nicht mehr als ein Pfad, der durch herrlichen Mischwald führt. Teilweise folgt man einem interessanten Waldlehrpfad, der aber nach dem Radarturm links abbiegt. Auf dem Radarturm dreht sich eine Parabolantenne. Die Anlage dient zur Überwachung des südwestdeutschen Luftraums und ist mit Personal der Deutschen Flugsicherung (DFS) besetzt. Auf dem Gipfel des mehrkuppigen Massivs Neunkircher Höhe steht der 1906 erbaute Kaiserturm. Sein Vorgänger, ein 1888 erbauter Holzturm wurde im Jahr 1904 in einer Sturmnacht zerstört. In seiner heutigen Ausführung wurde der Kaiserturm von den Architekten Hacker und Jaide als Aussichtsturm mit einer Höhe von 34 m entworfen. Maurermeister Adam Arras aus Gadernheim erbaute den Turm 1906/07. Mit seinen 34 m war der neue Kaiserturm rund 10 m höher als sein Vorgänger. Die Initiatoren nahmen das 25-jährige Bestehen der Ortsgruppe Darmstadt des Odenwaldklubs zum Anlass, den Turm am 7. Juli 1907 in einer Einweihungsfeier förmlich an die Bevölkerung zu übergeben. Der Kaiserturm wurde als Aussichtsturm konzipiert. Im Turm befindet sich eine kleine Gaststätte, die samstags von 12–17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11–17 Uhr geöffnet ist. Zudem ist die Besteigung des Turmes möglich. Von hier oben hat man einen tollen Blick über den ganzen Odenwald hin zum Katzenbuckel sowie zum Taunus und zum Spessart. 1982 wurde der Kaiserturm aufwändig saniert. Doch schon wenige Jahre später zeigten sich wieder Risse im Turm, die 1986 endgültig behoben wurden.

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