Bilder: Kirchweih, Kerb und Kalb’sches Haus in Reinheim

Reinheim, so schön romantisch

Reinheim, so schön und so romantischReinheim. Die Stadt Reinheim verbindet der „Gersprenztaler“ gewöhnlich mit Attributen wie laut, zerrissen, verkehrsreich, verbaut, zugeparkt, … Am vergangenen Wochenende (10. und 11.9.) feierten die Reinheimer genau dagegen an, und zwar mit einem Superfest mit vier unterschiedlichen Aktionspunkten: 400jähriges Jubiläum der Dreifaltigkeitskirche, Kerb im Stadtpark, die erfolgreiche Restaurierung und Wiedereröffnung des Kalb’schen Hauses sowie dem verkaufsoffenen Sonntag. Und belohnt wurden die Unternehmungen mit bestem Wetter, wenn man vom kurzen Regenguss am Sonntagabend absieht. Die Stadt Reinheim kann der „Gersprenztaler“ zunehmend glaubwürdiger auch verbinden mit Bildern und Attributen wie historisch, romantisch, vielfältig, lebens- und liebenswert, charmant … Und, dass es so ist, hat auch etwas mit dem Engagement von Karl-Dieter Hessel zu tun. Sein Ziel ist, dem alten, dem historisch wertvollen Reinheim wieder einen Platz zu geben im Bewusstsein und Alltagsleben des Reinheimer Bürgers. Dazu gehören die Initiative „Marktplatz Altstadt Reinheim“, die Restaurierung und Belebung einiger Gebäude auf der Darmstädter Straße sowie die jüngste Restaurierung und damit Rettung des ältesten Reinheimer Gebäudes, des 561 Jahre alten Kalb’schen Hauses in der Kirchstraße. Und wie schön es dort ist, wie harmonisch und stilvoll das Alte erhalten und mit Neuem ergänzt wurde, wie romantisch Hof, Fachwerk und Räume sind, darüber machten sich einige Hundert Gäste am Wochenende beim Einweihungsfest ein Bild.

Ein schönes Bild machen konnten sich die Reinheimer über die 400 Jahre alte Geschichte der 1611 eingeweihten protestantischen Dreifaltigkeitskirche. Da rezitierte am Sonntagmittag der Schauspieler Walter Renneisen im Hofgut vor Hunderten Gästen aus der 1611er Einweihungspredigt des damaligen Superintendenten D. Henrich Leuchter. Und als Renneisen sich dann seiner kirchlichen Kostümierung entledigte, brachte er hinreißend volkstümliche Anekdoten, die das Publikum zum Lachen wie auch Nachdenken anregten. Der offizielle Auftakt zur Jubiläumskirchweih war der Festgottesdienst am Sonntagmorgen. So dicht besetzt mit Gläubigen und interessierten Bürgern erlebte Pfarrer Gerhard Siegert seine Kirche wohl seit 1611 nicht mehr. „Die Kollekte für die Kirchensanierung war jedenfalls prall gefüllt“, so eine Kirchgängerin wörtlich. Komplettiert wurde das romantische Bild mit der neben dem Hofgut im Stadtpark stattfindenden Kerb. Das entsprach einem wunderbar historischen Gefüge: Gottesdienst, Kollekte und dann aber nichts wie zum Tanzen, Singen, Trinken, Jubilieren. Eine Kerb, so auf die Wiese unter alte Bäume gepflanzt, ist durchaus poetisch und hat damit viel Potenzial für ein gutes Gelingen, wenn man die Poesie erhält! Und da der Reinheimer, wenn er denn mal feiert, das gleich richtig macht, so konnten viele Gottesdienstler, Kerb-Genießer, Kalb’sche-Haus- Gäste und Renneisen-Freunde am Sonntag danach, dazwischen oder auch davor noch durch Reinheim bummeln und in dem einen oder anderen Geschäft verweilen und vielleicht auch etwas kaufen.

2 Kommentare

  1. Karl-Dieter Hessel sagt:

    Ich würde gerne etwa 10 Bilder erwerben für meine Dokumentation Kalbsches

    Ist das möglich

  2. Eva sagt:

    Das ist möglich Herr Hessel. Bitte schicken Sie uns die Nummern der Bilder die Sie gerne hätten an: mail@anzeigenblatt-gersprenztal.de

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