Brensbacher Weihnachtsdorf versank im Regen

Vom Himmel hoch, da kam er her

Regenfreie Zone im Hof der Kleinkunstkneipe „Alte Post“ in Brensbach

Brensbach. Was die Bauern und Landwirte der Region erfreute (endlich Regen!), enttäuschte die Veranstalter des „Brensbacher Weihnachtsdorf“: Da wurde alles fein rausgeputzt mit rund 30 Buden, tollem Rahmenprogramm, Nikolaus mit Engel und Knecht Ruprecht, Weihnachtskonzert, Bläsergruppe, Puppenspiel, Theater … Und da kam vom Himmel am vergangenen Wochenende nicht Christkind, Engel, himmlische Posaunenklänge, sondern einfach nur Wasser, Wasser, Wasser. Umso beachtenswerter, dass die Brensbacher darüber nicht verzweifelten, sondern wie Rainer Müller, Leierkastenmann und Mitorganisator des Weihnachtsdorfes, ihre Zuversicht behielten und mit ihren Beiträgen die „wasserharten“ Besucher stimmungsvoll unterhielten. Wirklich exzellent ist das dem Mann in Schwarz (Rainer Müller) mit seiner Drehorgel gelungen. Denn noch so heftige Regengüsse konnten ihn nicht davon abhalten, auf der Weihnachtsmarktmeile mit schönen Melodien weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Weihnachtliche Stimmung verbreiteten auch die Aktiven vom Brensbacher Kochclub, von der Kleinkunstkneipe wie auch von anderen Buden und Veranstaltungsorten. Nur leider, es fehlten am vergangenen Sonntag die Gäste, auf die man sich in Brensbach bestens vorbereitet hatte. Ein wenig schade war auch, dass das Puppenspiel des Waldkindergartens „Brensbacher Waldfüchse“ nicht den Besucher- Anklang gefunden hat, auf den man hoffen konnte. Denn schließlich fand das Puppenspiel „Das Laternenmädchen“ in der gut geheizten evangelischen Kirche statt. In stimmungsvoller Atmosphäre trugen Anke Lampert- Dölp (am Tischpuppenspiel) und Ute Kredel (Vorleserin und Flötenspielerin) diese mitreißende Geschichte vor. Es war trocken, gemütlich warm und die Geschichte gut inszeniert: Der ganze Waldkindergarten und auch der Gemeindekindergarten hätten mit Oma, Opa, Mama, Papa viel Freude an der kleinen Geschichte vom Mädchen mit der Laterne gehabt. Nun bleibt zu hoffen, dass der Wettergott für die noch kommenden Weihnachtsmärkte ein wenig versöhnlicher gestimmt ist: winterliche Kälte ist gut, Schnee ist gut, Trockenheit ist gut – nur lauwarme Regengüsse sind schlecht! Die braucht hier keiner auf den Weihnachtsmärkten. Traditionell am Wochenende des 3. Advents lockt der „Crumbacher Weihnachtsmarkt“ mit bretonischen Muscheln, dem Schleiersbacher Fleischkäs‘ und handgemachten „Original Crumbacher Glühwein“ sowie tausend anderen Genüssen und Freuden die Freunde einer romantischen Dorfweihnacht. Weitere schöne und romantische Weihnachtsmärkte finden statt am 11. 12. in Ueberau sowie am 10. und 11.12. auf der Veste Otzberg und im Ortskern von Hering. Bleibt zu hoffen, dass das 3. Adventswochenende ein wenig winterlicher und trockener sein wird. Denn eine schöne Odenwälder Weihnacht hat und braucht alles nur keinen laufwarmen Regen!                                                                                             Text/Bild: Dieter Preuss

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