Crumbacher Chor begeisterte mit Herbstkonzert

Viele Lieder mit viel Liebe

Stimmgewaltig unterhaltsam: „Die Gersprenztaler“

Stimmgewaltig unterhaltsam: „Die Gersprenztaler“

Fränkisch-Crumbach. Es war ein tolles Konzert am vergangenen Sonntagabend in der evangelischen Kirche in Fränkisch-Crumbach. Und in solch altem Gemäuer und hohem Gewölbe klingen die Stimmen der Sänger und Sängerinnen sowie die Laute der Instrumente doppelt schön. Was teilweise mit frenetischem Applaus des Publikums belohnt wurde. Punkt 18 Uhr begrüßte Bernd Sandtner, 1. Vorsitzender des Crumbacher Chors, die Gäste und präsentierte die Konzert- Agenda.

Andreas Mohrhardt hatte die musikalische Leitung. Eröffnet wurde das Konzert durch den Projektchor „Wir singen Deutsch“ mit dem Rio Reiser Lied „Junimond“, das von überwundenem Liebesschmerz handelt und wohl einen wehmütigen Hinweis auf den Abschluss des Chor-Projektes geben sollte. Da der musikalische Plot des Abends die Liebe war, ging es weiter mit Liedern wie „Rote Lippen soll man küssen“, „Bei uns im Ourewald“ und „Eine neue Liebe“. Anschließend brachte „Cabaret Paris“ mit Jens Horn und Holger Fehr den Blues und Swing in die Kirche. Die „Happy Singers“ aus Fischbachtal hatten mit den Titeln „Nur noch kurz die Welt retten“, „Ein Kompliment“ und „Schön, Dich zu sehen“ einen bewegten Auftritt. Denn die Singers sangen nicht nur, sondern setzten das melodisch Erzählte ins tänzerisch Bewegte um: The show must go on, auch für Chöre aus dem Odenwald. Der Männerchor “Die Gersprenztaler“, eine Vereinigung aus Sängern des Crumbacher Chors und des MGV Reichelsheim, nahmen das Publikum mit dem Volkslied „Moi Elternhaus“ mit auf eine kurze melancholische Wegstrecke, um anschließend mit „Der Hahn von Onkel Giacometo“ und einer fulminanten gesanglichen Interpretation das Publikum auf die fröhliche Seite zu ziehen. Extraklasse! Und belohnt mit mächtig viel Beifall.

Nach der Pause stimmten Peter Lehmler und „seine Mädels vom Crumbacher Chor“ mit „Ein Hoch auf uns“ die Konzertbesucher selbstbewusst auf die zweite Hälfte ein. Sensationell, ganz außergewöhnlich war der Auftritt von „AygenArt“ mit Burkhard Horn am Dudey (Renaissance- Dudelsack) und am Cornemuse Berrichonne, ein Dudelsack aus Zentralfrankreich, sowie Vera Nitsch (Pauken und Akkordeon), Simone Oros, (Drehleier) und Jens Horn, Gitarre. Heiter, getragen, traurig, wirbelnd, verträumt – aygenartige Stimmungen, die die Gruppe mit einem Tauflied und schwedischen Hochzeitsmarsch sowie Volkstanz und einem Fünfviertel-Walzer und den besonderen Klängen der Instrumente aufs Publikum übertrug. So geht Musik direkt ins Herz! Ins Konzert nale ging es mit dem MGV Reichelsheim und dem Projektchor, der mit den Hits „99 Luftballons“, „Tage wie diese“ und einer originellen deutschen Übersetzung von „Hit the Road Jack“ die Gäste frohgelaunt nachhause schickte.
Text/Bild: Dieter Preuss

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