Crumbacher Muschelfest bricht alle Stimmungsrekorde!

Welt weckte den Crumbacher in sich

muschelfestFränkisch-Crumbach. Das 5. Crumbacher Muschelfest am vergangenen Wochenende brach alle Stimmungs- und Besucherrekorde. Wenn ein Gemeinde-Slogan zutrifft, dann das Crumbacher Understatement: „Die Welt im Dorf“. Chinesen, Kanadier, Reinheimer, Franzosen, Brensbacher, Frankfurter, Bayern, Erbacher, Darmstädter, Holländer, Reichelsheimer, Mannheimer …, alle machten sich auf, um in Fränkisch-Crumbach den „Crumbacher in sich zu wecken“ und bretonische Miesmuscheln zu genießen. „Eine Tonne haben wir geholt und es hätte gut das Doppelte sein dürfen“, sagt ein gut gelaunter Günter Horn, 1. Vorsitzender des örtlichen Wirtschafts- und Verkehrsvereins, der zusammen mit Gemeinde, Gewerbe und rund 40 ehrenamtlichen Helfern dieses einzigartige Fest stemmte. Horn: „Wir gehen mit dem Kauf der Muscheln ein hohes finanzielles Risiko ein, sollten Wetter und Leute mal nicht mitspielen.“

Keine Panik: Die Welt kam auch diesmal ins Dorf, mehr denn je, trotz Regenschauer am Samstag. Punkt 14 Uhr, die Stände waren gerade aufgebaut und das Fest hatte in der Sekunde geöffnet, stand eine 30 Meter lange Gäste-Schlange an der Muschelausgabe. Jeder zweite Gast mit Regenschirm, den er dann am Samstagabend auch tatsächlich nutzen durfte. Zart und virtuos gespielte Melodien des Spielmannzugs der Freiwilligen Feuerwehr Fränkisch-Crumbach waren samstags um halb Fünf das Signal fürs Offizielle: Neuer Landrat mit Frau, alter Landrat mit Frau, Bürgermeister vieler Odenwaldgemeinden, Bundestags-, Landtags- und Kreistagsabgeordnete, Vorstände der Odenwälder Geldinstitute sowie Geschäftsführer von Verbänden und Unternehmen und viele Gäste aus aller Welt nahmen Platz um der Musik und der bestlaunigen Moderation von Achim Weidmann sowie den Begrüßungsworten von Günter Horn und Bürgermeister Eric Engels zu lauschen und zu applaudieren. Nach der Eröffnungs-Zeremonie wandelten sich die zart virtuosen Flötentöne in hart virtuose Rocktöne bestehend aus Bässen, Drums, Röhre, Gitarrenriffs und hohem Tempo: Die BeatGs standen auf der Bühne und heizten den Gästen bis Mitternacht kräftig ein. Da wurde getanzt, gelacht,
gesungen bis der Crumbacher endgültig in jedem geweckt war.

Am Sonntag ging’s ab 13 Uhr gerade wieder los mit einer Gäste-Schlange am Muschelstand, diesmal 40 Meter lang. Auch die Live-Musik hielt nicht still. Tief aus dem Wasser kam überraschend nach Crumbach der Meeresgott Neptun (Jens Seeger) mit seiner algenumschlungenen Nixe und wunderte sich sehr über dieses Muschelfest inmitten der Odenwälder Berge auf trockenstem Lande. Mit sprühendem Witz verpasste er – der äußeren Logik zuliebe – dem „Binnendorf“ locker mal `nen Kapitän (Bürgermeister), Leuchtturm (Sendemast), Dampfer (Panzer Achim), `ne Waterkant (Gersprenz) und anderes mehr aus dem Meer: für die Kleinen hatte er Körbe voller süßer Leckmuscheln dabei.
Text/Bilder: Dieter Preuss

1 Kommentar

  1. Achim Weidmann sagt:

    Könnte ich das Bild von der Carola Lieb bekommen ( dritte Reihe, zweite von rechts ) ?
    Bitte Info.
    Danke

    Achim W.

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