Das Glück der Märchen- und Sagentage in Reichelsheim

Es war einmal und wird noch lange sein

Brüderchen und Schwesterchen auf der Suche nach dem Glück … Doch erst einmal ist der Schrecken groß!

Reichelsheim. Es waren einmal vor langer Zeit ein Bürgermeister, ein Kultur- und Märchenliebhaber und eine Geschichtenerzählerin, die machten sich auf den Weg, die Reichelsheimer Märchen- und Sagentage zu finden. Das war vor 15 Jahren. Heute können diese Drei selbst eine Geschichte erzählen über Unternehmertum und Mut zur Tat, Konzept und der Auszeichnung vieler Literaten internationalen Rangs. Eine schöne Odenwälder Erfolgsgeschichte ist das: Die nunmehr 15. Reichelsheimer Märchen- und Sagentage mit der Vergabe des Wildweibchenpreises an eine(n) Kinderbuchautor(In) oder Illustrator(In). Auch am letzten Oktoberwochenende strömten tausende Menschen, Groß und Klein, Alt und Jung, nach Reichelsheim, um die „Suche nach dem Glück im Märchen“ aufzunehmen. Das Glück spielte in der „Lange Nacht der Märchen“ die Hauptrolle bei den Vortragenden. Da ging es um die „Göttin des Glücks“, „Die Jagd nach dem Glück“ und um „Das Glück der Grimmschen Märchen“. Umrahmt wurde das „15 Jahre Jubiläumsfest“ von Lesungen, Theateraufführungen, Festakten, Kleinkunststücken und fröhlichem Beisammensein bei Stockbrot, Met und Wurst … Was wurde da nicht alles geboten: Die Geschichte vom Mannefriedrich, dem Räuber, Dichter und Märchenerzähler aus dem Odenwald, „Der Froschkönig“ als Theaterstück, „Aladin und die Wunderlampe“, „Der Wolf und die sieben Geißlein“, „Der Zauberlehrling“ das Musical „Oliver“ frei nach den Motiven „Oliver Twist“ von Charles Dickens. Vieles davon wurde einstudiert, inszeniert und präsentiert von Reichelsheimer Gruppen und Vereinen wie dem OWK Reichelsheim, dem Kinder- und Jugendchor der Michaelsgemeinde, den Schülern und Schülerinnen der Georg-August-Zinn-Schule, dem Reit- und Fahrverein Reichelsheim und anderen mehr. Märchenhaft dieses Miteinander für den Erfolg dieser Kulturveranstaltung.

Doch neben alldem gibt es noch den formalen Höhepunkt auf dem Märchenfestabend: Die Verleihung des Wildweibchenpreises an einen Kunstschaffenden, der mit seinen Werken Kindern wie Erwachsenen Freude bereitet. In diesem Jahr ist das der Münchener Illustrator und Geschichtenerzähler Reinhard Michl. Bekannt  wurde Michl mit dem „Wuschelbär“, „Leo Löwe“ und mit „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ – eine poetische Ballade über den Einsiedler Wanja, bei dem in einer frostklirrenden, Schnee überladenen Nacht Bär, Fuchs und Hase anklopfen, um gemeinsam und friedlich zu übernachten.

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