„Das Nibelungenlied in der Literatur“

Sonderausstellung bis 15. März 2015 verlängert!

Lindenfels. Es war nicht vorauszusehen, auf welch großes Interesse die Sonderausstellung „Das Nibelungenlied in der Literatur“ im Deutschen Drachenmuseum stoßen würde. Deshalb hat der Vorstand des Vereins eine Verlängerung der Ausstellung bis 15. März 2015 beschlossen.

Einige einige der ausgestellten Werke fanden besondere Beachtung. Darunter der Erstdruck von 1726 „Eine wunderschöne Historie von dem gehörnten Siegfried“, einem „Volksbuch“ aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt, erschienen 1726 in Braunschweig und Leipzig. In diesem Buch wird die Geschichte von Siegfried und dem Drachen in abgewandelter Form erzählt – das Nibelungenlied selber ist über Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Es wurde erst 1755 wiederentdeckt und ist heute unter der Bezeichnung Fassung „C“ bekannt, von der sich eine Faksimile-Ausgabe bereits im Museum befindet. Zunächst erschienen 1757 eine Teiledition „Chriemhilden Rache, und die Klage, zwey Heldengedichte aus dem schwäbischen Zeitpunkte samt Fragmenten aus dem Gedichte von den Nibelungen und aus dem Josaphat“ von dem Schweizer Philologen Johann Bodmer im Verlag Orell und Comp., Zürich. Ausgestellt ist eine Reprint-Ausgabe des Originals aus der Bayerischen Staatsbibliothek München. Ebenfalls in Reprint wird die erste vollständige Textausgabe des Nibelungenliedes gezeigt, die 1782 von Christoph Heinrich Myller herausgegeben wurde: „Der Nibelungen Liet, ein Rittergedicht aus dem XIII. oder XIV. Jahrhundert…“ Sie war Friedrich dem Großen gewidmet. Das Original befindet sich in der Universität Oxford.

Nach diesen zwei Werken setzte ab 1800 eine lebhafte Publi-zierung und Übertragung der Dichtung vom Mittelhochdeutschen ins Neuhochdeutsche ein. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten das Drachenmuseums an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14.00 bis 17.00 Uhr zu sehen. Sonderführungen sind.

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