Der Traum vom gedeihlichen Miteinander

Bürgermeister Karl Hartmann im Dialog mit Elly Zwara, ausgezeichnet für ihr Engagement im VDK und in der ev. Kirchengemeinde Reinheim. Text/Bild: Dieter Preuss

Bürgermeister Karl Hartmann im Dialog mit Elly Zwara, ausgezeichnet für ihr Engagement im VDK und in der ev. Kirchengemeinde Reinheim. Text/Bild: Dieter Preuss

Reinheim. Auch in seiner 6. Amtszeit als Reinheimer Bürgermeister arbeitet Karl Hartmann noch immer an der Verwirklichung seines Traumes vom gedeihlichen Miteinander – „und sei es nur in Millimeterabschnitten“. In Erinnerung rief er auf dem Reinheimer Neujahrsempfang am vergangenen Sonntag im Heinrich-Klein-Saal im Hofgut die Gedanken Robert Goldmanns, einziger Ehrenbürger der Stadt, und Mahner für Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit. Weil genau diese Werte gelegentlich auf der Strecke blieben im Alltag wie auch in der Alltagspolitik, adressierte Hartmann die Botschaft an die „Streithähne“ in den Debatten (wohl auch Haushaltsdebatten), weil diese die Regeln des gedeihlichen Zusammenlebens ignorierten. Bis auf die wenigen rhetorische Spitzen Hartmanns bezüglich der Reinheimer Haushaltsdebatte, erlebten die anwesenden Gäste einen harmonischen Empfang mit Rückschau auf eine gute infrastrukturelle, wirtschaftliche, gesellschaftliche wie auch soziale Entwicklung Reinheims und mit Vorschau auf ein gutes neues Reinheimer Jahr; Hartmann wörtlich: „Ich habe in Reinheim erleben dürfen, dass mein Traum vom Miteinander in vielen Punkten immer wieder eingetreten ist. Und in dieser Hoffnung gehe ich auch in das neue Jahr.“

Zentrale Themen des Neujahrsempfangs waren auch die Bedrohungen durch den islamischen Terror sowie die Flüchtlingssituation in Deutschland und Europa. So in der Eröffnungsrede des Stadtverordnetenvorstehers Harald Heiligenthal, der die Verteidigung der europäisch christlichen Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in den Mittelpunkt seiner Rede stellte. Diese Werte seien bedroht durch „reaktionäre Islamfanatiker“ mit ihrem Hass und Terror. Bedroht seien diese aber auch im Rahmen der Flüchtlingsdebatte von radikalen Kräften in Deutschland wie Pegida, die sich für ihre Argumente nazistischen Hetzbegriffen wie „Lügenpresse“, „Volksverräter“ oder „Überfremdung“ bedienten.

Mit seinen Belegen dafür, dass Deutschland schon in früheren Jahrhunderten Muslime in die Gesellschaft integriert habe, appellierte er an die Anwesenden „Vorurteile abzubauen und in einen positiven Wertedialog einzutreten“.
Seinen Traum vom gedeihlichen Miteinander erfüllte Karl Hartmann sich auch mit den Ehrungen engagierter Reinheimer Bürger und Bürgerinnen. So erhielten Katrin Lutz und Sonja Reimann, Inhaberinnen der Buchhandlung „buchMeyer“ den „Reinheimer Unternehmerpreis 2016“ für ihr unternehmerisches Engagement und damit für den Beitrag zur Belebung und Attraktivität der Reinheimer Innenstadt. Geehrt wurden auch Elly Zwara für ihr soziales Engagement im VDK und in der ev. Kirchengemeinde, Rita Moter, Fastnachterin, Schauspielerin, Organisatorin Sängerin, für ihre kulturelle Arbeit beim KSG Georgenhausen und beim „Schorschehäuser Theatervorhang“. Geehrt wurde Joachim Zimmer für seine langjährig erfolgreiche Arbeit bei der SG 1919 Ueberau. Die Sportförderpreise gingen an Katharina Krichbaum, Leichtathletik, Jörg Klock für die Vorderlader Europameisterschaften sowie an die Tanzsportgruppe der SG 1919 Ueberau für ihre europäischen und deutschen Erfolge im Schautanz.

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