Feierlicher Spatenstich für das schnelle Internet

Brachten mit dem symbolischen Spatenstich den Ausbau des schnellen Internets für Reinheim auf den Weg (im Bild v.l.): Reinheims Bürgermeister Karl Hartmann, Deutsche Telekom AG – Projektleiter Frank Becker, Michael Klenk von der Tiefbaufirma Klenk & Sohn, Account Manager Infrastukturvertrieb der Telekom Deutschland GmbH Oliver Knöll, Ortsvorsteher von Georgenhausen und Zeilhard Werner Göckel, Landrat Klaus Peter Schellhaas, Vorsitzender des Zweckverbands NGA-Netz Darmstadt-Dieburg Bertfried Klanitz sowie Kinder des Kindergartens in Georgenhausen. Text: amü/Bild: Valentin Preuss

Brachten mit dem symbolischen Spatenstich den Ausbau des schnellen Internets für Reinheim auf den Weg (im Bild v.l.): Reinheims Bürgermeister Karl Hartmann, Deutsche Telekom AG – Projektleiter Frank Becker, Michael Klenk von der Tiefbaufirma Klenk & Sohn, Account Manager Infrastukturvertrieb der Telekom Deutschland GmbH Oliver Knöll, Ortsvorsteher von Georgenhausen und Zeilhard Werner Göckel, Landrat Klaus Peter Schellhaas, Vorsitzender des Zweckverbands NGA-Netz Darmstadt-Dieburg Bertfried Klanitz sowie Kinder des Kindergartens in Georgenhausen. Text: amü/Bild: Valentin Preuss

Reinheim. „Was lange währt, wird endlich gut“ – dieses Sprichwort wird gerne verwendet, wenn nach langer Zeit ein vorzeigbares Ergebnis zu sehen ist. Das trifft wohl auch auf die Versorgung mit schnellem Internet für Reinheim zu. An fast jeder Ecke der Stadt sind die Bauarbeiten erkennbar, um die nötigen Voraussetzungen hierfür zu schaffen. (Für) Zukunft bauen, das dauert halt seine Zeit.
Um so feierlicher wurde nun der Spatenstich im Georgenhausen begangen, und zahlreiche Honoratioren und interessierte Bürger machten sich auf in den Reinheimer Stadtteil. Dort wurde der erste der insgesamt 32 neuen Netzverteiler aufgebaut.

Bürgermeister Karl Hartmann sprach bei der Feierstunde von einem Schritt nach vorne, der den Standort Reinheim im Vergleich zu anderen Kommunen wettbewerbsfähiger macht. Und dies zu einem mehr als überschaubaren Investitionsvolumen von 216.000 Euro. Seinen Dank sprach er dem Landkreis Darmstadt-Dieburg aus, die in langwierigen aber stets von Vertrauen geprägten Verhandlungen zwischen der Deutschen Telekom AG und dem Landkreis ein mehr als befriedigendes Ergebnis erzielten.
Diesen Dank nahm Landrat Klaus Peter Schellhaas gerne auf, ohne nicht zu vergessen, auf die Solidarität von 19 Kreiskommunen hinzuweisen. Der gegründete Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg und die Deutsche Telekom AG hatten in letztjährigen April mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags die moderne Hochgeschwindigkeitsbreitbandinfrastruktur geschaffen. Schellhaas bezeichnete dies als die wichtigste Maßnahme für die nächsten Jahre. Gerade im Hinblick auf die Ansiedlung von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen gehört ein schneller Internetanschluss zu den wichtigsten Forderungen.

Frank Becker, Projektleiter der Deutschen Telekom AG, machte deutlich, was alles von Nöten ist, dass spätestens im Zeitraum August/September diesen Jahres die Kunden von der modernsten Technik profitieren können. Die Arbeiten sind in drei Etappen aufgegliedert.
Die fachmännischen Tiefbaumaßnahmen führt im Übrigen die Firma Klenk aus Modautal, also ein Unternehmen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg durch.
Erstens: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.

Zweitens: Die grauen Kästen am Straßenrand werden intelligent. Sie werden mit modernster Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Hier werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Diese sogenannten Multifunktionsgehäuse (MFG) werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.
Drittens: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird mit der Vectoring-Technik schneller. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.
Oliver Knöll, vom Infrastrukturvertrieb der Telekom Deutschland GmbH fasste noch mal zusammen, dass in Reinheim rund achtzehn Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und 32 neue Netzverteiler aufgebaut werden. Dabei sollen die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden. Vorgegangen werde immer in überschaubaren Bauabschnitten.

Auf folgende Leistungswerte dürfen sich, so Knöll, die Kunden freuen. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen auf bis zu 10 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.
Auch Gewerbetreibende profitieren vom Ausbau. Wer die Chancen des Internets nutzen will, muss in die Digitalisierung seiner Geschäftsmodelle investieren. Die Herausforderungen reichen von Cloud Services bis Datensicherheit.
Die Telekom bietet ihre Erfahrung aus dem Großkundenbereich auch kleineren und mittleren Kunden an, damit diese Investitions- oder Personalkosten sparen können.
Zu den Möglichkeiten, die das schnelle Internet bietet und den verschiedenen Telekomprodukten wird es in näherer Zukunft eine für die Reinheimer Bürger eine Informationsveranstaltung stattfinden. Nähere Informationen hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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