Felsenmeerkobolde Herbst-Winter-Programm

30.10. Matz Scheid solo – Folkkonzert des Odenwälder Kleinkunstvereins DoGuggschde e.V.

im Gasthaus Zum Odenwald in Schannenbach (64686 Lautertal-Schannenbach, Krehbergstraße 512). Wer ihn vom Shantychor, der Seasong Trading Company, den Cartwrights oder den Wolpertingern kennt, der weiß, hier erwartet ihn nicht nur erstklassige Musik – es wir auch sicher einiges für die Lachmuskeln geboten.

Beginn 20 Uhr, Einlaß 19 Uhr, Eintritt: voraussichtlich 7 Euro

Platzreservierung: Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de

Matz Scheid / Solo: Als Gründer und musikalischer Leiter des legendären Odenwälder Shanty Chors ist er in der Region eine Institution. Auch als Wolpertinger mit seinem Kollegen Adax Dörsam, als Mitglied der Seasong Trading Company oder als einer der vier Cartwrights tritt der vielseitige Musikant immer wieder in Erscheinung. Nicht ganz so bekannt ist vielleicht die Tatsache, dass Matz Scheid hin und wieder auch solistisch auftritt. Dabei sind die Soloauftritte des schnauzbärtigen Troubadours und Entertainers ausgesprochen unterhaltsame Ereignisse auf hohem musikalischem Niveau.

Am Samstag, den 30. Oktober um 20 Uhr ist es mal wieder soweit. Auf Einladung des Odenwälder Kleinkunstvereins „DoGuggschde“ wird Matz Scheid im Gasthof „Zum Odenwald“ in Schannenbach-Lautertal gastieren. Unter dem Motto „Bayrisch, Irish, Komisch“ wird Matz skurriles und komisches, mitreißendes und gefühlvolles Liedgut zum Besten geben. Dabei haben wienerische und bayrische Moritaten in seinem Programm ebenso ihren Platz wie amerikanische oder irische Folksongs. Und natürlich wird auch der eine oder andere Shanty vom Odenwälder Ober-Seebär zu hören sein.

13.11.  Dickwurz – ein aussterbendes Gemüse

Erzähl- und Schnitznachmittag im Gasthaus “Zum Odenwald” in Schannenbach um 15 Uhr (64686 Lautertal-Schannenbach, Krehbergstraße 512)

Kostenbeitrag 3 Euro, Anmeldung erbeten: Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de

Dickwurz – Symbol für vergessene Bräuche

Gruselgestalten ziehen durch die Straßen, gräßliche Masken klopfen an Türen, vor denen ausgehöhlte Kürbisse mit Lichtern stehen: es ist Halloween. Doch das ist eine neue Sitte, „viel zu moderrrrn“, würde der Kohlen-Juke aus der Augsburger Puppenkiste jetzt sagen.

So wie uns der Weihnachtsmann von Coca Cola beschert wurde und oftmals den uralten Nikolaus mit klebrig-süßem Kitsch überzog, genau so kam das Halloween-Treiben aus Amerika zu uns. Die Idee ist alt und hier zuhause, doch was heute mit bloßem Klamauk gefeiert wird, war einst in den ländlichen Gegenden ein wichtiger Anlaß im Dorfleben.

Erntedank war vorüber, die Felder abgeerntet und lagen winterlich kahl. Keller, Töpfe und Fässer waren – hoffentlich – wohlgefüllt, und man saß in der Stube bei Geschichten und Kerzenlicht. Draußen stürmte es durch die frühe Dunkelheit. Und zuweilen blickte ein unheimliches Gesicht durch die Scheiben herein! Riewebouze hießen sie im Odenwald, schrullig-knorzelige Gesichter, die in ausgehöhlte Dickwurz geschnitzt wurden. Charaktergesichter, nicht die faden Kürbisköpfe unserer Zeit, trugen die Dickwurz. Nicht eine war wie die andere gewachsen, und so zeigten auch die geschnitzten Gesichter allerlei seltsame Verzerrungen.

Dickwurz, eine Hackfrucht, deren Anbau sehr viel Mühe macht, gibt es heute fast nicht mehr. Sie gehört zu den Rüben und wird auch Runkelrübe, Raahner, Rangasn, Runkel, Rummel, Rüben-Mangold, Vieh-Mangold, Burgunder-Rübe, Dickrübe genannt. Es gab jedoch in diesem Jahr im Odenwald eine Initiative, die sich um den Erhalt dieser aussterbenden Rübe bemüht: „laßt die Dickwurz nicht sterben“ hieß es, und viele Hobbygärtner machten mit. Sie säten im Frühjahr, hackten und gossen im Sommer, entfernten die untersten Blätter und hegten und pflegten ihre Dickwurz. Große dicke Rüben und kümmerliche Schläuche, bei manch einem auch gar nichts, brauchten die Bemühungen hervor. Und am 13. November ist es soweit: die Dickwurz-Gärtner treffen sich zu einem Erzähl- und Schnitznachmittag im Gasthaus “Zum Odenwald” (Infos: www.felsenmeerkobolde.de). Auch wer keine Dickwurz angebaut hat, wird herzlich begrüßt, und aus den mitgebrachten Rüben werden charaktervolle Riewebouze geschnitzt, die später wenn es dunkel ist, vielleicht hier und da zum Einsatz kommen…

20.11. Dibbezauber-Menu – ein Angebot “ganz im Sitzen”

7-Gänge-Menu aus dem Zauberdibbe mit kulinarischen Geschichten von der Felsenmeerhexe Urisula und Kobold Kieselbart

Wer kennt schon Lauchelchen-Gemüse oder Mausöhrchensalat mit Fettkrachelchen? Bratkischdel oder Unnererdkohlrawe? Oder die Geschichte vom Odenwälder Bauern in Paris, oder wie man geklaute Kartoffeln klaut, oder oder oder…

Während Urisula versucht, die Rezepte aus ihrem Hexenkessel hervorzuzaubern, unterbricht sie Kobold Kieselbart immer wieder dabei mit seinen Späßen.

Unterhaltsame Geschichten, leckere Rezepte mit echten Kostproben, Interessantes aus alten Bauernküchen wird während des Siebengänge-Menus von den beiden serviert.

Der Lautertaler Dibbezauber war ein Koch- und Lesebuch aus dem Lautertal mit vielen Rezepten, Anekdoten und Fotos von früher, zusammengetragen in den Bauernküchen der einzelnen Ortschaften rund ums Tal der Lauter. So entstand ein 200 Seiten starkes Stück Heimatkunde, das heute leider vergriffen ist. Zu kosten wird es am 20. November verschiedene Gerichte aus dem Dibbezauber geben. Die kulinarische Lesung findet in einem gemütlichen Hotel in einem Lindenfelser Ortsteil statt.

Anmeldung bis 8.11.: Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de

Teilnahme 39 Euro (inkl. Menu)

21.11. Schattenhände klopfen gegen die Fenster

Geschichten aus Werner Bergengruens „Buch Rodenstein“ im Gaststübchen auf dem Kaiserturm (Neunkircher Höhe) mit Fackelwanderung und Worschd Weck & Woi

Beginn 16.30 Uhr, Dauer ca 2 Std., feste Anmeldung bis 14.11. Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de,  7 Euro (ohne Verzehr)

Zunächst machen wir einen Spaziergang zum Kaiserturm, und dort gibt es dann Kleinigkeiten zu essen und zu trinken. Unterwegs und im Kaiserturm hören Sie die Geschichten aus dem Buch Rodenstein, vom wilden Heer, von den wilden weißen Heiden und den wilden weißen Selben, von der Knodener Kunst, von gespenstischen Wiedergängern, von verführerischen Pilzen und  von den zwei Frauen des Herrn von Rodenstein. Auf dem Rückweg werden wir dann, mit Fackeln bewehrt, unseren Weg durch den finsteren unheimlichen Wald finden müssen…

Gegen 19 Uhr werden wir zurück in Neunkirchen sein. Wenn Sie möchten, reserviere ich Ihnen dann gern auch Plätze im Höhenhaus Odenwald für ein stärkendes Abendessen.

Schattenhände klopfen gegen die Fenster

Nicht nur die Riewebouze schreckten einst die Kinder in der Stube, wenn sie – auf langen Stangen gesteckt – von draußen vor den hell erleuchteten Fenstern bewegt wurden.

Auch vor Schlimmerem fürchtete man sich einst: vor den Geistern, die vom Herbstwind getrieben wurden, von unheimlichen Geräuschen, die für Gänsehaut sorgten…

„Schattenhände klopfen gegen die Fenster, Wolkenpferde jagen heulend über den Winter…“ so dichtete Werner Bergengruen, als er uralte Sagen und Geschichten aus dem Odenwald in sein „Buch Rodenstein“ faßte. „Hier liegen Schätze vergraben unter der Erde, von feurigen Hunden gehütet; hier springt der Hömann dem verspäteten Waldgänger atempressend auf den Räücken – Schlangen nisten in den Kellern, Kobolde in Vorratskammern, wilde Weibchen in den Gesteinshöhlen; kopflose Männer verrücken des Nachts die Grenzsteine. Aber das tiefste Geheimnis dieses Landes ist die Rodensteinische Wilde Jagd.“

Das Gruseln einstiger Generationen entsteigt diesem Buch und schleicht sich in unsere Herzen, die doch nichts fürchten und das Gruseln verlernt haben. Bergengruen (1892-1964) hat es geschafft, daß in kraftvoller Sprache und lebhaften Bildern die alten Geister auferstehen. Geschichten aus seinem “Buch Rodenstein” (Insel Taschenbuch, ISBN3-458-33493-9) liest Marieta Hiller am 21. November im Gaststübchen auf dem Kaiserturm, bevor es mit einer romantischen Fackelwanderung zurück in die wirkliche Welt geht. Wer den Geschichten im dunkelnden Spätnachmittag lauschen möchte, muß sich anmelden.

27.11. Dialekt im Odenwald

Vortrag von Dr. Peter W. Sattler im Gaststübchen auf dem Kaiserturm, mit Fackelwanderung und Odenwälder Menu aus einer Original Ourewällische Speisekarte.

Beginn 16.30 Uhr, Dauer ca 2,5 Std. ohne Menu, feste Anm. bis 20.11. Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de, 10 Euro (ohne Verzehr)

Dialekt – die Vielfalt des gesprochenen Wortes

Märchenund Geschichten leben vom Erzähltwerden. Und auch heute gibt es  sie noch: die Märchenerzähler. Ihnen zu lauschen, entführt in eine Welt fern der alltäglichen, in Räume voller geheimnisvoller Gestalten, in Zeiten die längst vergangen sind.

Doch was wäre ein erzähltes Märchen ohne den Erzähler? Die eigenen Worte sind es, die Leben in alte Geschichten zaubern, die Färbung der Sprache jedoch gibt ihnen Heimat.

Doch nicht allein die Färbung ist es, was Heimat ausmacht: von Dorf zu Dorf hört das geschulte Ohr die Unterschiede, kleinste Laute, die den Sprecher doch eindeutig zuordnen.

Dialekt ist nicht die gesprochene Sprache der Tagesschau, nicht die der Lehre in unseren Schulen. Es ist die Sprache der Menschen, und es gibt wohl auf der ganzen Welt niemanden, der nicht ein winziges Stückchen Sprachmelodie von dort wo er lebt, in sich trägt.

Lange Zeit schien es, als stürbe der Dialekt aus, als dürfe nur noch Hochdeutsch gesprochen werden. Nur noch wenige alte Menschen gibt es, die heute wirklich ihren Dialekt sprechen können, die noch all die uralt überlieferten Ausdrücke kennen, die in der Hochsprache verloren gingen. Um diese Wörter, um diese erdverbundene Sprache geht es, wenn wir uns heute fragen, muß es „Bankbao, Benkbao orre Bankbee??!“ heißen, wenn im Odenwald ein Bankbein benannt werden soll. Nur wenige Kilometer, oft nur ein Hügel, liegen zwischen völlig verschiedenen Sprechweisen. Vorgestellt werden uns diese aussterbenden Wörter von einem, der sich auskennt: Dr. P. W. Sattler erzählt am 27. November auf dem Kaiserturm im Odenwald, was es mit der Herkunft der Wörter auf sich hat. Mit einer Fackelwanderung geht es anschließend zu einem echt Ourewäller Esse, die begehrten Plätze müssen reserviert werden.

5.12. Koboldmärchen auf der Neunkircher Höhe

In Neunkirchen ist Weihnachtsmarkt, und um 14 Uhr hat sich Kobold Kieselbart zur Märchenstunde angekündigt! Was haben Nikolaus und Knecht Rupprecht wohl mit dem Kleinen Volk zu tun?

Dauer 1 Stunde, Anmeldung bis 2.12. Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de, 5 Euro pro Nase inklusive Elfenstaub…

21.12. Vollmondmärchen

Berge von Gold und Silber – mit Schlaraffenland-Menu!

Berge von Gold und Silber, Zwerge und Trolle und der schwarze Mann begegnen uns am 21. Dezember in den Vollmondmärchen. Zur Stärkung gibt es ein Schlaraffenland-Menu, und zum Schluß  geht der Vollmond über den Wäldern auf… Weil dies eine Veranstaltung für die Kleinsten ist, verspricht Kobold Kieselbart: spätestens um 20 Uhr liegen sie im Bett!

Anmelden könnt ihr euch bis zum 7. Dezember: Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de

Kosten inkl. Menu unter 10 Euro – es gibt nur wenige Plätze!

Märchen sind um uns, Märchen sind in uns

Bei Vollmond, wenn die Welten der Menschen und jene der Geister sich leicht über das Silberlicht des Himmelswächters mischen können, erzählt es sich besonders leicht über heimliche Wesen wie Wichtel, Elfen, Kobolde und Gespenster. Sie alle bevölkern die Märchen seit Urzeiten. An einem klaren Vollmondabend erzählt, haben sie eine besondere Wirkung auf Menschen, sie rühren an. Und so versammeln sich Menschen an den Abenden des Vollmondes, um ihnen zu lauschen. Kobold Kieselbart nimmt immer zur Vollmondzeit diese Menschen mit auf Märchenreise.

Zuerst speisen alle gemütlich in der warmen Stube, es gibt ein Tischlein-Deck-Dich-Buffet oder ein Schlaraffenland-Menu für Kleine und Große. Dann aber, die ersten Geschichten sind schon erzählt, verlassen alle die Stube und wandern hinaus in den dunkelnden Abend. Während die letzten Sonnenstrahlen im Abenddunst verhuschen, hebt sich im Osten majestätisch der runde Mond über die Wälder. Man staunt und schweigt – Kinder wie Große. Ein letztes Märchen im Mondlicht, und dann geht es husch husch nach Hause ins Bettchen….

Weitere Vollmondmärchen gibt es am 19. Januar, 18. Februar und 19. März 2011 – immer an einem anderen Ort und mit neuen Geschichten, aber immer mit Vollmond.

24.12. Christkind-Schatzsuche im Felsenmeer

im winterlichen Zauberwald aufs Christkind warten…

Während daheim die Bescherung vorbereitet wird, nimmt Kobold Kieselbart euch noch einmal mit ins Felsenmeer.

Es gibt eine große Schatzsuche für Familien mit Kindern ab 8 Jahren und eine Erlebnistour für die jüngeren Kinder ab 3 Jahren. Auch die Erwachsenen kommen dabei auf ihre Kosten!

Feste Anmeldung bis 20. Dezember erforderlich: Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de, Kosten pro Nase 5 Euro

29.12. Rauhnächtetour – die Odenwälder Weihnacht

Erlebnistour des Odenwälder Kleinkunstvereins DoGuggschde e.V.

Der Odenwälder Kleinkunstverein DoGuggschde e.V. nimmt Kleine und Große mit in den winterlichen Wald der Neunkircher Höhe, wo es einen echten Odenwälder Weihnachtszug zu sehen gibt. Es geht hoch hinauf auf den Kaiserturm, wo die Sterne ringsüber den Hügeln funkeln, und mit einer Fackelwanderung geht es zurück zu einem weihnachtlichen Tischlein-Deck-Dich-Buffet.

Anmeldung bis 20.12. Telefon 06254-9403010, Mail über Koboldpost mh@kieselbart.de.      Start 16.30 Uhr, Teilnahme für Kinder 7,50 Euro, für Erwachsene 10 Euro (ohne Menu)

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