Fröhliches Apfelfest in Ober-Ramstadt

Der Apfel ist in aller Munde

V. l. die Vorsitzenden des Vereins „Natur tut Gutes“ Karl-Heinz Haas und Bürgermeister Werner Schuchmann ziehen und schieben die handgep ückten und -verlesenen Äpfel über den Hof der Hammermühle. Text/Bild: Dieter Preuss

V. l. die Vorsitzenden des Vereins „Natur tut Gutes“ Karl-Heinz Haas und Bürgermeister Werner Schuchmann ziehen und schieben die handgep ückten und -verlesenen Äpfel über den Hof der Hammermühle.
Text/Bild: Dieter Preuss

Ober-Ramstadt. War das Wetter am vergangenen Sonntag wohl nicht ideal und der Publikumsandrang überschaubar, so verdarb das nicht die Stimmung der Veranstalter des 3. Ober-Ramstädter Apfelfestes im Hof der Hammermühle. Man hatte wieder viel Gutes in Bollerwagen, Körben, auf der Kuchentheke und in allerlei Gefäßen, Gutes an Äpfeln und Gutes aus Äpfeln. Der Verein „Natur tut Gutes“ unter Vorsitz von Bürgermeister Werner Schuchmann (1. Vorsitzender) und Karl-Heinz Haas (2. Vorsitzender) war zufrieden mit der bisherigen Apfelernte von der Gemeinde eigenen Streuobstwiese: „Bis heute haben wir schon mehr als 4 Tonnen Äpfel geerntet und bei einem Abnahmepreis von 12 Cent pro Kilo kommt da schon was zusammen an Geld“, sagt Karl-Heinz Haas und verweist dabei auf die geplanten Spenden für den Rohrbacher Kindergarten sowie für Winterkleidung für Flüchtlingskinder. Haas weiter: „Jeweils 300 Euro sollen es sein. Die Einnahmen erzielen wir mit dem Verkauf der Äpfel sowie mit diesem Apfelfest.“

In der Hammermühle konnten die großen und kleinen Besucher erleben, was man Gutes aus einem Apfel machen kann und wie wertvoll und reich an Vitaminen und Mineralien dieser ist. Deshalb wohl ist der Apfel des Deutschen liebstes Obst. Durchschnittlich verputzt jeder Deutsche 33 kg von dieser Frucht, die Auslöser der menschlichen Ursünde war, zumindest nach alttestamentarischer Erzählart. Das jedoch ist lange her, heute begegnet einem der Apfel in Kompott, Pfannkuchen, Mus, Salat, Kuchen, Marmelade, Saft, Wein, Schnaps, Strudel, Müsli und allerhand mehr. Einen beträchtlichen Teil dafür liefern die mehr als 100 Apfelbäume der rund 1,5 ha großen Ober-Ramstädter Streuobstwiese mit den Sorten Goldparmäne, Jonagold, Boskoop, Cox Orange, Braeburn, Golden Delicious, Gloster, Elstar, Gravensteiner und anderen mehr.

Um diese große Menge ernten zu können, muss einiges getan werden auf der Wiese. Insgesamt zehn Männer und zwei Frauen kümmern sich um die Pflege der Bäume und des Grundstücks. Karl-Heinz Haas wörtlich: „Zweimal jährlich muss gemäht werden und in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter müssen die Bäume beschnitten werden, da sind wir dann mit Kettensägen und ‚Hochentastern‘ unterwegs.“ Und geerntet werden die Früchte an mehreren Tagen im Jahr: „Bisher hatten wir sechs Ernteeinsätze, da kommen aber noch ein paar Tage hinzu“, sagt Haas. Ist halt viel zu tun, damit die Äpfel später dann in aller Munde sind.

Hinterlasse jetzt eine Antwort