Günter Horn im Gespräch mit dem ABG

„Wir machen hier gerne was los“

Günter Horn (links) zusammen mit seinem bretonischen Freund André Busson beim Kochen der Miesmuscheln.

Günter Horn ist seit einigen Wochen frisch gewählter 1. Vorsitzender des Wirtschafts- und Verkehrsverein (WVV) Fränkisch-Crumbach. Seine erste öffentlichkeitswirksame Amtshandlung ist die Konzeption des „Crumbacher Muschelfest“, das den „Crumbacher Markt“ ersetzen soll. Wie es zu dieser Idee kam und was sich der WVV davon verspricht, dazu möchten wir mehr wissen.

Anzeigenblatt: Herr Horn, Gratulation zu Ihrer Wahl zum Vorsitzenden des WVV. Neue Besen kehren gut: Sie machen gleich zum Start Ihres Amtes Furore, in dem Sie mit dem „Crumbacher Muschelfest“ eine ganz neue Veranstaltung in die Welt setzen. Horn: Na ja, die Zeit zieht weiter, die Themen ändern sich und wir in Crumbach wollen halt mitziehen. Ab und an was Neues ist doch nicht schlecht oder? Allerdings muss man sagen, dass Zeitpunkt – erstes September-Wochenende – und gewisse Teile der Grundkonzeption des „Crumbacher Marktes“, zum Beispiel Aktionen der Crumbacher Geschäfte und der verkaufsoffene Sonntag erhalten bleiben.

Handelt es sich also nur um den „Crumbacher Markt“ im neuen Kleid? Nein, nein, ganz und gar nicht! Wir haben schon eine völlig neue Idee entwickelt, zumindest für diese Region südlich der Mainlinie. In der Bretagne werden solche Muschelfeste schon lange gefeiert. Und wir haben das in einigen wesentlichen Punkten aufgegriffen und nach Crumbach verlegt.

In der Bretagne mag das ja funktionieren, aber hier im Odenwald? Ich sage Ihnen, warum ich glaube, dass es auch hier funktioniert. Der Kern der Veranstaltung ist gut Essen, gut Trinken, Live-Musik und miteinander schwätzen und lachen. Das funktioniert im Odenwald immer gut. Das Angebot mit den Miesmuscheln, die wir ganz frisch aus der Bretagne bei unseren Freunden in LeVivier-sur-Mer holen, ist doch originell oder? Auf unserem Weihnachtsmarkt gehen die weg wie warme Semmeln. Warum nicht auch jetzt zur idealen Muschelzeit? Doch Gäste, die nicht allzu viel von Muscheln halten, die können selbstverständlich andere Odenwälder Spezialitäten genießen oder sich einfach an Worscht, Weck und Woi erfreuen.

Und wie reagiert die Crumbacher Geschäftswelt auf die Idee? Die Resonanz ist gut. Das Engagement vieler Geschäfte ist ebenfalls ungebrochen. Ich denke, dass wir das zusammen mit unseren WVV Aktiven und Mitorganisatoren sowie den Geschäftsleuten ganz gut hinbekommen werden. Es wäre halt gut, wenn das Wetter sonnig mitspielen würde.

Der Slogan Ihrer Veranstaltung lautet „Weck‘ den Crumbacher in Dir!“ Was gibt es da zu wecken und was genau ist ein „Crumbacher“? Ich verrate Ihnen etwas. Dieser Slogan wurde intern heiß diskutiert. Mehr als das Logo und die Farben für die Werbung. Und ahnen Sie warum? Weil wir uns natürlich auch diese Fragen gestellt haben. Und wir sind zu einem einfachen Ergebnis gekommen. Der Crumbacher feiert gerne, der Crumbacher hat auf die Größe des Ortes gesehen überdurchschnittlich viele Gasthäuser, wir machen hier gerne was los in Crumbach – und diese Crumbacher Geselligkeit hat eine wirklich lange Tradition! Also, was gibt’s Besseres als den „Crumbacher“, der in fast jedem steckt, zu wecken und mit uns zusammen fröhlich und gemütlich zu feiern.

Und was gibt’s noch Spannendes auf dem „Crumbacher Muschelfest“? Richtig gute Live-Musik auf der Bühne der Sparkasse Odenwaldkreis. Clown, ein großes zweitägiges Turnier im „lebendigen Tischfußball“. Da spielen 5er- Mannschaften, Jugendliche und Erwachsene gegeneinander mit Sieger-Ehrung am Ende der Veranstaltung. Spielmannszug, Stände und Aktionen der Geschäfte. Verkaufsoffener Sonntag, Promikochen an den Muscheltöpfen und eine Menge anderer Spaß. Glauben Sie mir: das wird ein richtig gutes Fest.

Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg und Freude mit dem neuen „Crumbacher Muschelfest“.

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