Günter Götz – Reichelsheim OT Bockenrod

Günter Götz – Reichelsheim OT Bockenrod

Anderen Menschen zu helfen war Günter Götz schon immer wichtig. Daher engagiert sich der Bockenroder bereits ein Leben lang für seine Mitmenschen in unterschiedlichster Form.
Günter Götz wurde im Mai 1943 in Bockenrod geboren und wuchs zusammen mit zwei jüngeren Geschwistern auf. Schon früh zeigte sich das handwerkliche Talent des Gersprenztalers, geprägt von seinem Vater, der bei der Bahn arbeitete. Von Kindesbeinen an profitierte Günter Götz von dessen Wissen und handwerklichem Können. So begann der Bockenroder nach seinem Schulabschluss in Beerfurth 1957  in Darmstadt eine Lehre zum Maschinenschlosser. Im Anschluss daran arbeitete er drei Jahre lang bei dem Reichelsheimer Unternehmen Dingeldein und Grosch im Werkzeugbau,  wo er auch seine spätere Frau Dagmar kennen lernte. Die Beiden heirateten 1961 und bekamen drei Kinder: Tochter Silvia (1962) sowie die Söhne Jürgen (1966) und Holger (1971).
Bereits als Heranwachsender entwickelte Günter Götz sein soziales Engagement und das Interesse an Technik verstärkte sich. So trat der Bockenroder als 17-Jähriger der örtlichen Feuerwehr bei, wo er bis 2003 aktives Mitglied war. Parallel dazu wechselte der damals stolze Besitzer eines NSU-Prinz mit einer Leidenschaft fürs Autofahren 1963 beruflich zur Reichelsheimer Straßenmeisterei. Hier hatte er zunächst eine Stelle als LKW-Fahrer inne, war für den Zustand und die Befahrbarkeit der Straßen verantwortlich und half liegen gebliebenen Autofahrern weiter. Im Winter war er regelmäßig – auch an Sonn- und Feiertagen – im Einsatz und beseitigte die Straßen der Kommune von Schnee und Eis. Dem Arbeitgeber bis zur Rente treu geblieben, war der heute 68-Jährige zum Schluss Kolonnenführer beim Straßenbauamt und hatte bis zu zehn Kollegen unter sich. Sowohl im Berufsleben als auch in seiner Freizeit half Günter Götz den Menschen, wie es bereits als Jugendlicher sein Wunsch gewesen war. So kam es, dass er in der Feuerwehr nicht nur von 1968 bis 1977 Rechner und Schriftführer war, sondern von 1977 bis 2003 den Posten des Wehrführers inne hatte und das Feuerwehrhaus mit umbaute und sanierte. Heute ist er „nur“ noch passives Mitglied der Bockenroder Feuerwehr sowie Mitglied in der Ehren- und Altersabteilung der Feuerwehr Reichelsheim.
Doch auch auf kommunaler Ebene machte sich Günter Götz für die Belange seiner Mitbürger stark. Von 1997 bis 2011 war er Gemeindevertreter und zur gleichen Zeit stellvertretender Ortsvorsteher im Ortsbeirat. Parallel dazu engagierte er beispielsweise im Müllzweck- sowie Abwasser- und Wasserverband, in dem Land- und Umweltausschuss, der Verkehrskommission sowie dem Bauausschuss.
Seit 1999 arbeitet der Bockenroder als Abteilungsleiter Handwerk im Regionalmuseum Reichelsheim mit und wurde zudem vom Vorsitzenden des VdK Bockenrod bezüglich aktiver Mitarbeit angesprochen. So kam es, dass der rüstige und engagierte Rentner heute im VdK-Vorstand tätig ist. Damit noch nicht genug, organisierte der vielseitig interessierte Bockenroder zwischen 2003 und 2008 gemeinsam mit Nachbarn „Wendeplatzfeste“, deren Erlöse diversen Kinderprojekten in der Region zu Gute kamen und fährt seit fünf Jahren nebenbei regelmäßig LKW-Touren.
Tatkräftige Unterstützung bei seinen vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielt und erhält Günter Götz von seiner Frau Dagmar. „Sie hat daher einen großen Anteil an den zahlreichen Auszeichnungen, die ich im Laufe der Jahre erhielt“, sagt der Bockenroder. Dieser wurde u. a. für seinen unermüdlichen Einsatz bei der Feuerwehr und für sein soziales Engagement geehrt. So erhielt Günter Götz beispielsweise 2003 Bronzene Verdienstmedaille der Feuerwehr und in diesem Jahr den Landesehrenbrief.
Ein zentraler Punkt im Leben des Gersprenztalers ist für den Bockenroder die Familie. Früher war der dreifache Vater und Opa gerne mit seiner Frau und den Lieben unterwegs und erkundete mit dem Wohnmobil die nähere und weitere Umgebung. Heute unternimmt er viel mit den zehn Enkeln und zwei Urenkeln. Aber auch am Haus oder im Garten ist der 68-Jährige noch fleißig am werkeln. „Ich bin ein Schaffer. Ohne Arbeit kann ich nicht sein“, schmunzelt Günter Götz, der sich vor zwei Jahren mit dem Kauf einer Honda Goldwing einen Lebenswunsch erfüllt hat. So wundert es nicht, dass er für seinen Sohn in Eigenregie ein Haus gebaut und im Nachbarort Beerfurth ein altes Haus renoviert hat. Für die Zukunft wünscht sich der vielbeschäftigte Bockenroder allerdings dann doch etwas mehr Freizeit.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Günter Götz Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Günter Götz: Ich würde als erstes die hohen Gehälter der Minister und Manager senken und für ein kinderfreundlicheres Umfeld sorgen.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.
Günter Götz: Ich wünsche mir Gesundheit für meine Familie und mich. Mein zweiter Wunsch wäre, dass keine Massaker wie in Oslo bei uns passieren. Zu guter Letzt wünsche ich mir, dass jeder eine Arbeit hat und davon leben kann.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Günter Götz: Mein Vater hat den größten Eindruck auf mich gemacht, da ich von ihm sehr viel gelernt habe. Er hat viel gekonnt und war daher mein Vorbild.

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