Heinrich Laut – Neutsch

Heinrich Laut

Die Rubrik „Menschen“ stellt Menschen aus der Region – von Zeilhard bis Lindenfels und von Ober-Ramstadt bis Otzberg – mit einem kurzen Porträt sowie drei immer gleich bleibenden Fragen vor. Die Rubrik soll interessante Menschen zeigen, die so lebendig wie das Anzeigenblatt, das Gersprenztal und seine Bewohner sind.

Durch sein Engagement zur Verschönerung seiner Heimatgemeinde und die dortige Politik hat sich Heinrich Laut über das Modautal hinaus einen Namen gemacht. Der Neutscher macht sich zudem für das Wohl der Einwohner stark. Heinrich Laut wurde 1949 in Modautal/Lützelbach geboren. Zusammen mit einem jüngeren Bruder wuchs er auf einem Bauernhof auf und besuchte die Grundschule. 1960 wechselte Heinrich Laut, dessen Vater verstarb als er gerade einmal sieben Jahre alt war, in die Ober-Ramstädter Realschule. Als Jugendlicher engagierte er sich bei der freiwilligen Feuerwehr, war hier bis 2009 in verschiedenen Funktionen (z. B. Wehrführer, stellvertretender Ortsbrandmeister und stellvertretender Wehrführer,…) tätig. Nach seiner Mittleren Reife absolvierte der Modautaler 1966 eine dreijährige Lehre zum Elektromechaniker, bevor er sich für vier Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtete. Währenddessen hatte Heinrich Laut seinen ersten Katastropheneinsatz. „Die Erfahrung, die ich in dieser Zeit sammelte, war Weg weisend für mein weiteres soziales Engagement“, sagt Heinrich Laut, der 1972 seine künftige Frau Ingrid kennen lernte, die er 1981 heiratete. Zunächst einmal studierte der heute 61-jährige von 1973 bis 1977 Bauingenieurwesen an der Hochschule in Darmstadt und sammelte anschließend erste Berufserfahrungen in einem Vermessungsbüro, bevor er eine Stelle als Bauingenieur und später als Stellvertretender Dienststellenleiter einer Bahnmeisterei bei der Deutschen Bundesbahn antrat. 1979 wechselte der Modautaler zur Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg und war im Brandschutzamt des Kreises tätig. Bereits während seines Studiums hatte sich Heinrich Laut entschieden zusammen mit seiner Frau in Neutsch sesshaft zu werden und dort ein Haus in Selbsthilfe zu bauen, das das Paar 1980 bezog.

In diesem Jahr wechselte der Modautaler beruflich zum Hoch-Tiefbau und Bauunterhaltungsamt des Kreises und war dort bis zu seiner Altersteilzeit im Dezember 2006 tätig. Mit dem Umzug nach Neutsch und der Geburt der Söhne (Marco 1984 und 1987 Matthias) engagierte sich Heinrich Laut in der Kommunalpolitik. Er wurde für die FDP aktiv und saß in den Jahren 1981 bis 1985 als Vertreter seiner Partei im Gemeindeparlament, in dieser Zeit war er auch Fraktionsvorsitzender und danach von 1985 bis 1990 im Ortsbeirat. Darüber hinaus war der zeitweilig stellvertretende Ortsvorsteher auch bei der Errichtung eines Spielplatzes und bei der Umgestaltung des Dorfplatzes beteiligt. 1988 bis 2009 setzte sich Heinrich Laut zudem für den Katastrophenschutzstab des Landkreises Darmstadt-Dieburg als Fachberater für den Brandschutz ein. Nach seiner Altersteilzeit folgten zwei Jahre Vorruhestand und seit letztem Jahr ist Heinrich Laut nun Rentner. Diese Zeit nutzte der engagierte Kommunalpolitiker, um in der Gemeinde einiges zu bewegen. Für sein soziales und ehrenamtliches Engagement wurde er daher auch mehrfachausgezeichnet: Der Neutscher erhielt das silberne und goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande, die silberne und goldene Katastrophenschutzmedaille und den Landesehrenbrief. In seiner Freizeit bewirtschaftet er einen kleinen Privatwald und eine Streuobstwiese, keltert selbst und verbringt gerne Zeit mit seiner Familie. Auch sportlich ist der Odenwälder sehr aktiv: Wandern, Rad- und Ski fahren sowie Kurzreisen bringen dem Vielbeschäftigen weitere Abwechslung.

Im März 2011 will sich der 61- Jährige aus dem öffentlichen und ehrenamtlichen Engagement zurückziehen und Jüngeren Platz machen. Doch zuvor will Heinrich Laut auf jeden Fall noch die Fertigstellung eines Ruhebereiches und einer Schutzhütte in Neutsch realisieren.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Heinrich Laut Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Laut: Ich würde den dörflichen Gemeinschaften mehr Eigenständigkeit einräumen und mich für mehr Rechte der Ortsbeiräte einsetzen. Die Bürger sollten eine größere Mitbestimmung in den Ortsbezirken z. B. durch Bürgerbegehren erhalten.Grundsätzlich würde ich als König neue Beteiligungsformen im Rahmen einer Parlamentsreform einführen.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.
Laut: Meinem jüngsten Sohn wünsche ich einen erfolgreichen Studienabschluss und einen guten Start in seine berufliche Zukunft. Frei nach dem Motto „tätig sein hält jung“ will ich versuchen, neue Wege zu gehen. Für meine Zukunft wünsche ich mir Gesundheit, schöne Stunden, alles Glück bei jeder Tat und viel Spaß bei allen Runden.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Laut: In meinem Leben hat meine Frau Ingrid den größten Eindruck auf mich gemacht. Sie hat mich in allen Lebenslagen immer unterstützt.

1 Kommentar

  1. Ingrid Krummel / Darmstadt sagt:

    Hallo Herr Laut, ich bin nicht sicher ob Sie der sind, den ich meine. Waren Sie beteiligt an der Führung

    u

    nd dem Bericht von der kleinen Kapelle der Familie Zinsel, der im Darmstädter Echo erschien ?
    Wenn ja, dann hätte ich sehr interessante Informationen zu dem Landhaus am kleinen Wäldchen der

    Familie Zinsel. Ich bin auch im Besitz vieler Fotos, des Anwesens, die Herr Zinsel selbst gemacht hat.
    Wenn Sie der richtige Herr Laut sind und ich Sie neugierig gemacht habe, würde ich mich über eine

    E-Mail von Ihnen freuen. Mit freundlichen Grüßen / Ingrid Krummel.

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