Heinz Gengenbach – Modautal

Heinz Gengenbach – Modautal

Ökologische Landwirtschaft, Kultur, Politik und Soziales es gibt viele Bereiche, für die sich Heinz Gengenbach interessiert und engagiert. Dafür ist der Modautaler meist weit über die Grenzen des Odenwaldes unterwegs.
Heinz Gengenbach wurde 1953 in Heidelberg geboren und wuchs dort mit seinem älteren Bruder auf. Von klein auf half er gerne auf dem kleinen landwirtschaftlichen Hof mit, aus dem seine Mutter stammte. „Das prägte mein späteres Interesse in diesem Bereich, während ich von meinem Großvater, der in Mannheim eine Druckerei führte, wohl die Ader für die Schreiberei mitbekommen habe“, berichtet Heinz Gengenbach schmunzelnd.
Während der Schulzeit in Heidelberg und Bruchsal begann der Heranwachsende sich für slawische Sprachen zu interessieren. So kam es, dass er nach dem Abitur 1973 Slawistik und Geographie studierte. Nach der Zwischenprüfung wollte der heute 56-jährige gerne etwas Praktisches tun. Er ging nach Norddeutschland und arbeitete dort auf einem Biohof, bei dem Landwirtschaft und Sozialarbeit kombiniert wurde. Dies sagte dem damals 23-jährigen so zu, dass er dort ein halbjähriges Praktikum sowie seinen Zivildienst leistete.
Auf seinen folgenden „Wanderjahren“ verschlug es Heinz Gengenbach zunächst für sechs Monate nach Südfrankreich auf einen Demeterhof. Danach absolvierte er 1979/80 in Kärnten eine landwirtschaftliche Lehre und legte in Heidelberg die Prüfung zum landwirtschaftlichen Gehilfen ab. Anschließend ging Heinz Gengenbach zum Aufbau einer Hofgemeinschaft in den Norden, währenddessen er die Landwirtschaftsschule in Preetz sowie die höhere Landwirtschaftsschule in Elmshorn besuchte, die er 1983 mit der Prüfung zum staatlich geprüften Landwirt abschloss. Bei einer Volkstanzveranstaltung in Kiel hatte der heutige Modautaler 1981 seine Frau Marion kennengelernt, die er im Dezember 1983 heiratete. Das Paar zog 1984 nach Klein-Bieberau auf einen landwirtschaftlichen Betrieb. Heinz Gengenbach begann seine Tätigkeit als Fachberater für biologisch-dynamische Betriebe in Hessen. Privat gab es auch Veränderungen: Patrick (1986), Swen (1987) und Melanie (1989) vervollständigten das Familienglück. Die Familie zog 1988 nach Webern und ein Jahr später entstand Gengenbachs erstes Buchprojekt über Landwirtschaft und neue soziale Formen: „Kooperation oder Konkurs“.
Der heute 56-jährige engagiert sich aber auch stark in seiner Heimatkommune auf der politischen Ebene: So wirkte er 2002 bis 2005 in der lokalen Agenda 21 Gruppe „Dynamo“ mit. 2006 wurde Heinz Gengenbach als parteiloses Mitglied auf der Liste der Grünen in die Gemeindevertretung von Modautal gewählt, wo er seither Fraktionssprecher ist und sich im Haupt- und Finanzausschuss betätigt. 2005 und 2007 kandidierte er für das Bürgermeisteramt in Modautal. Seit 2009 ist der Kommunalpolitiker nun aktives Parteimitglied bei den Grünen. In seiner Freizeit setzt sich der Berater für Ökolandbau beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen seit fast 20 Jahren für soziale Projekte ein.

Seit Ende der 90er Jahre besuchte er z. B. mehrfach Pakistan, um dort bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft zu helfen und ein soziales Projekt mit behinderten Menschen und Gartenbau zu unterstützen. Nach der schweren Flutkatastrophe rief Heinz Gengenbach eine Spendenaktion als Soforthilfe ins Leben. Seine Russischkenntnisse kann er gut in Georgien oder in der Ukraine nutzen, wo er ehrenamtlich landwirtschaftliches und soziales Know-how vermittelt. Einen Ausgleich zu seinem vielseitigen Engagement findet der Weberner beim regelmäßigen Tanzen mit seiner Frau Marion sowie beim Rad- und Skifahren. Darüber hinaus pflegt er den Garten und züchtet Schwarzloh- Kaninchen, mit denen er bereits diverse Preise erzielen konnte. Durch die Liebe zur Literatur, v. a. zum Krimi, organisiert er in seiner Heimat gemeinsam mit dem Verein „11 Orte“ Kriminächte und hat noch zahlreiche Ideen für weitere Projekte in petto.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Heinz Gengenbach Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Gengenbach: Ich würde das be- dingungslose Grundeinkommen einführen, weil jeder das Recht hat, dass Arbeit und Einkommen getrennt ist.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.                                  Gengenbach: Ich wünsche mir, dass die Menschheit eine zweite Chance bekommt, was die Umwelt betrifft. Mein zweiter Wunsch wäre, dass alle Menschen genug zu essen und zu trinken hätten. Zu guter Letzt wünsche ich mir, dass mein Schutzengel mich und meine Familie weiter begleitet.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Gengenbach: Meine Mutter: Sie war zeitlebens unbeugsam, gradlinig und ist sich immer selbst treu geblieben.

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