„Hexen, Heiden, Heiligtümer“

Ober-Ramstadt. Die erste Veranstaltung des Vereins für Heimatgeschichte im neuen Jahr ist am Donnerstag, 5. Januar 2011, 19.30 Uhr, im Scheunensaal in der Hammermühle, Ober- Ramstadt. Larissa Anton zeigt ihrem Film zu Aberglauben und Hexenverfolgung im Odenwald „Hexen, Heiden, Heiligtümer“. Hochburg der Hexenverfolgung im Odenwald war Dieburg, wo zwischen 1595 und 1630 knapp 200 Menschen hingerichtet wurden. Zu deren Verbrechen zählten laut „Hexenhammer“ Blasphemie, Teufelspakt oder Buhlschaft mit Dämonen. Erst der Jesuitenpater Friedrich Spee leitete 1631 mit seiner Schrift „Cautio criminalis“ des Ende der Hexenverfolgung ein. Für ihren sechsten Film war Frau Anton von Roßdorf übers Modautal bis hinaus nach Miltenberg sowie von der Bergstraße zum Heiligenberg mit der Kamera unterwegs. Ihr Interesse galt heidnischen Kultstätten, Hexentanzplätzen sowie Gebetsorten und Schutzzauber an Gebäuden, wie etwa den markanten „Neidköpfen“. In packenden Szenen werden Volksglauben und Hexenverfolgung der frühen Neuzeit ins Bild gebracht. Naturerscheinungen, gemäß Volksglauben von Götterhand geschaffen, werden als Orte der Rituale und Opferhandlungen vorgestellt. Dazu gehören die Juhöhe, eine der ältesten Siedlungsstätten im Odenwald, die keltische Menhiranlage bei Roßdorf oder der Teufelsstein bei Löhrbach.

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