Internationale Wochen gegen Rassismus vom 10.-24. März 2012

Nicht jeder kann jeden mögen. Aber Gründe wie soziale Ungleichheit, Behinderung, Angst, Religion oder Herkunft sind keine Argumente gegen einen anderen Menschen

Kultur, sozialer Status, Begabung, Hautfarbe, Sprache, Charakter und Verhalten sind eben Ausstattung eines Menschen. Lassen wir nicht zu, dass  diese Eigenschaften Abgrenzung zwischen den verschiedenen Gruppen werden. Stellen  wir uns dieser Entwicklung in den Weg und tragen Sie dazu bei, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit Leben zu erfüllen.

So verdeutlicht die Stadt Reinheim seit mehr als zehn Jahren im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR), dass RASSISMUS  nicht ohne Widerspruch hingenommen wird“, sagt Bürgermeister Karl Hartmann bei der Vorstellung des Programms für 2012.

Am 10. März findet ein internationales Hallenfußballturnier statt. Die gemischten Mannschaften sind geprägt von verschiedenen Kulturen, Sprachen und Begabungen. Die spielerische Auseinandersetzung und der Kontakt mit dem scheinbar Fremden unterstützt Spieler/Innen und Heranwachsende  weiterhin bei der Ausbildung ihrer eigenen Identität. Zudem lernen sie, „Das Anderssein“ zu respektieren und Vielfalt wertzuschätzen. Die Veranstaltung beginnt am 10.3.12 ab 12.00 Uhr im Rahmen des 15. Tages der offenen Tür im JUCASINO Georgenhausen/Zeilhard.

Stadtjugendpflegerin Siggi Elsner lädt interessierte Bürger mit ihren Familien zu diesem Tag recht herzlich ein. Auf die Besucher wartet ein reichhaltiges Buffet mit einer großen Kuchenauswahl, belegten Brötchen, Würstchen und Getränken.

Wie im letzten Jahr ist auch die Reinheimer Gersprenzschule gegen RASSISMUS tätig. Kinder der Klasse 4c unter der Leitung von Nicole Däsch gestalten die Ausstellung „Alle anders – alle gleich“. Am Montag, 12. März 2012 um 17.00 Uhr wird die Kunstausstellung im Rathaus Reinheim eröffnet und kann in den folgenden 14 Tagen besichtigt werden.

Schülerinnen und Schüler zeigen anhand von Kunstwerken, Puppen und Bildern die Andersartigkeit. Mit ihren Werken setzen sie ein Zeichen für Vielfalt, Menschenrechte und Beteiligung.

„Erst die Vielfalt macht das Leben richtig interessant. So führt die Liste der Schausteller Namen, wie Leon, Serhat, Sophie, Samuel, Banaz, Chantal, Tiziana, Aaron oder Koray auf. Vielfalt ist aber nicht selbstverständlich. Sie wird durch Vorurteile, Intoleranz und Diskriminierung bedroht“, sagt Linda Licata-Hartmann vom Internationalen Büro der Stadt Reinheim.

Am 17. März lädt Stadtjugendpflegerin Jutta Kirsch nicht zum 1. Mal zu einem Ausflug in den Rodgau ein. Mit Grundschulkindern werden sie bei Schäfer Markus Metzger genaueres über Schafe und das Berufsbild des Schäfers erfahren. Die Mädchen und Jungen enthüllen gemeinsam Vor- und Nachteile über Schafe; erfahren wie Schafe zu Haustieren wurden und nehmen die Schafrassen unter die Lupe. Interessant wird es bei den Schafrassen. Da gibt es die Merino-Rasse, die schwarzköpfige oder weißköpfige Fleischschafe, sowie die Milchschafe und viele andere.  Sie sind alle anders aber keine Rasse ist besser oder schlechter, nicht bei Tieren, hier bei Schafen, und erst recht nicht bei den Menschen.

Vierte Veranstaltung, aber nicht das letzte stattfindende Projekt in Reinheim, anlässlich der internationalen Wochen gegen Rassismus, ist die Aktion Kinder-Bühne mit dem Spielfim „Wickie und die starken Männer“

Die Angst vor dem Wolf wird schon im Titelsong der Zeichentrickserie besungen und so wird „Wickie“ gleich zu Beginn ins Abenteuer geschickt. Diese Prüfung absolviert der clevere Knirps erfolgreicher, als es einst seinem Papa, dem Wikingerchef Halvar gelang. Dessen Hau-drauf-Philosophie, in der ein kluges Köpfchen eine eher nachgeordnete Rolle spielt, kann und will Wickie aber nicht entsprechen. So wird der Vater-Sohn-Konflikt gleich in den ersten Minuten offenbart. Die Vorführung beginnt am 18. März um 14.30 Uhr im Heinrich-Klein-Saal des Kulturzentrums Hofgut. Die Aktion spricht Kinder ab 5 Jahren an. Anschließend findet eine Nachbereitung des Films in Form von Spiel-, Bastel- und Kochaktionen bis 18.00 Uhr im Jugendzentrum statt.

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