Kids gegen Gewalt – Reichelsheim übt dafür

Reichelsheim. Normalerweise löst ein Polizeiwagen vor einer Schule keine Begeisterungsstürme aus. Anders an der Reichelsheimer Georg-August-Zinn- Schule, an der Henni Wolf von der Jugendgerichtshilfe und Alexander Hegny von der Erbacher Polizei in Sachen „Kids gegen Gewalt“ zum wiederholten Male tätig waren.

In allen Klassen des sechsten Jahrgangs sind die Fachleute mit ihrem Projekt zur Gewaltprävention jedes Jahr an der Schule. Seit vielen Jahren arbeitet die GAZ Reichelsheim nun schon erfolgreich mit diesen beiden Institutionen im Projekt „Kids gegen Gewalt- wir üben dafür“ zusammen, das seit Februar 2000 durch die Jugendgerichtshilfe und die Polizei flächendeckend im Odenwaldkreis angeboten wird. Die Jugendlichen sollen für die verschiedenen Formen von Gewalt sensibilisiert werden, Konfliktwahrnehmung üben, Konfliktlösungsmöglichkeiten ohne Gewalt erproben und verinnerlichen und Verhaltensformen entwickeln, die dazu beitragen, möglichst nicht Opfer zu werden.

Das Team des Jugendamts und der Polizei setzen das Projekt in drei Schulstunden vor Ort um, wobei jedes Lernziel anhand von Interaktionsspielen mit den Schülern erarbeitet wird. Das Projekt „Kids gegen Gewalt“ wird sowohl von den Lehrern, wie auch von den Schülern an der Georg-August-Zinn-Schule  sehr positiv aufgenommen. Die Schüler beteiligen sich aktiv an den Rollenspielen. Oft ist bei den Schülern ein Erstaunen über die vielfältigen Formen von Gewalt festzustellen, da bestimmte Erscheinungsformen von Gewalt bei den Jugendlichen bereits zum Alltag gehören. Die Klassenlehrer greifen die Thematik auf, um sie in den weiteren Unterrichtseinheiten zu vertiefen. „Das Projekt „Kids gegen Gewalt“ ist ein wichtiger Baustein im Lehrplan der GAZ und, neben der Ausbildung von Schülermediatoren, aus dem Curriculum für die Jahrgangsstufe 6 nicht wegzudenken“, freut sich Stufenleiter Frank Rosenberg über den Besuch der Polizei und des Jugendamtes. Text/Bild: koe

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