Kunst macht fröhlich und frei

Die Gruppe SPOT! spielte ein Wildweststück mit viel Bewegung, Witz und Kurzweil.

Theaterfest in Fränkisch-Crumbach

Am letzten Juniwochenende war Fränkisch- Crumbach so eine Art Kulturhochburg im südhessischen Raum. Denn präsentiert wurden in der Sporthalle über zwei Tage hinweg Theater, Live-Musik und bildnerische Kunst. Unter dem Motto „kuz & gut“ bewies der Fränkisch-Crumbacher Verein KULTURZEIT, was möglich ist, wenn Kultur interessierte Menschen nicht nur konsumieren, sondern auch gestalten und initiieren, nämlich ein Festival für alle Sinne: die Augen (Bild), die Ohren (Klänge, Sprache) und die Seele (Theater). Nur schade, dass eine solch herausragende Initiative zu geringe Resonanz bei den Gersprenztalern gefunden hat. Da muss der Kulturverein noch etwas tun, damit die schöne Idee effektiver infiziert, begeistert und in die Köpfe der Menschen gelangt.

Im Mittelpunkt des Festivals standen die Aufführungen derKinder-Theatergruppen „Spielkiste“ mit dem Stück „PIPPIs Abenteuer“, „SPOT!“ mit dem etwas aufwändigeren Titel „So geht das nicht! Noch mal – aber diesmal musikalischer!!!“ und die Jugendgruppe „CHAU TSU“ mit dem Stück „Erwachsenwerden“. Was die 7 bis 15jährigen Mädchen und Jungs unter der Leitung von Andrea Fischer hier zeigten, das hatte Drama, Spielkunst und Klasse. Auch wenn bei den Kleinen der eine oder andere Hänger war, so sorgte das eher für einen Lacher im Publikum als für ein Stocken des Stücks. Ein ganzes Jahr proben, sprechen, tanzen, singen die Kinder, um dann zum Theaterfest ihre ganze Kunst darzubieten.

Und hier spürte der Zuschauer, dass Theaterspielen fröhlich und frei macht. Was kann es Besseres geben für die Kleinen? Umrahmt wurde das Theaterfest von einer Kunstausstellung mit Gemälden, Collagen, Objektenund Zeichnungen. Für die Live- Musik am zweiten Theatertag sorgten „Caren and Hardy“ mit Percussion und Dudelsack sowie die „Big Band“ der GAZ und die Jonny Cash Coverband „Cashback Five“. Der Eintritt war – und das ist vielleicht zu gut gedacht – frei. Die aufwändige und liebevolle Arbeit und die Klasse dieser Kunst sollte belohnt werden. Und da sind ein paar Euro Eintritt durchaus angebracht. Im Sinne der Förderung dieser Arbeit mit Kindern, deren Freude am Spiel jeder Besucher spüren konnte.

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