Lennhart Hegwein – Reinheim

Lennhart Hegwein

Lennhart Hegwein

Der Reinheimer Lennhart Hegwein ist ein begeisterter Motorradfahrer und kann trotz seines jungen Alters schon auf einige sportliche Erfolge auf Landes- und auch auf Bundesebene in dieser Sparte zurückblicken.
Lennhart Hegwein wurde im Oktober 2005 in Darmstadt geboren. Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner zwei Jahre älteren Schwester wohnt er in Reinheim und besucht dort die dritte Klasse der Gersprenzschule. Die Leidenschaft für den Motorrennsport wurde dem Bewohner der Gersprenzmetropole in die Wiege gelegt. „Mein Papa ist hobbymäßig Langstreckenrennen gefahren. Auch meine Schwester ist schon Motorrad gefahren. Da wollte ich das auch einmal ausprobieren“, erklärt Lennhart Hegwein, der als kleiner Junge auch im Reinheimer Turnverein im Bereich Geräteturnen erfolgreich aktiv war. „Eigentlich wollte ich ja Fußball spielen, doch dann fand ich das Turnen interessanter“, erklärt der Schüler schmunzelnd, dessen Hauptsportart nun der Motorsport ist.

Angefangen hat alles 2011 mit einer 50er Yamaha Enduro. Auf dieser machte Lennhart Hegwein seine ersten Fahrversuche und absolvierte Geschicklichkeitsprüfungen. Mittlerweile ist der Neunjährige aktives Mitglied im OAMC Reinheim. Unterstützung für seinen Sport findet er vor allem bei seinem Vater, der selbst begeisterter Motorradfahrer ist. Gemeinsam prüfen und reparieren Vater und Sohn auch das Fahrzeug des Juniors. Im vergangenen Jahr nahm Lennhart Hegwein an seinem ersten Wettkampf in seiner Heimatstadt auf dem OAMC-Platz teil. Gestartet ist er mit einer 90er Yamaha in der Klasse I mit insgesamt fünf Teilnehmern. „Ich war vor dem Start sehr aufgeregt“, kommentiert er den großen Tag. Trotz der Aufregung war es für den jungen Motorsportler bei diesem ersten Rennen wichtig, zu sehen, wo er leistungstechnisch steht. Er war überrascht davon, wie gut er bei seinem ersten Wettkampf abgeschnitten hat. In seiner Klasse war er der Beste. Danach folgten weitere Wettkämpfe, unter anderem in Pfungstadt und im mittelhessischen Schotten. Bei den Turnieren, die nach den Richtlinien des ADAC Hessen / Thüringen durchgeführt werden, werden alle erreichten Punkte zusammengezählt und am Ende einer Rennsaison ausgewertet. Gleich in seinem ersten Turnierjahr war Lennhart Hegwein sehr erfolgreich und wurde Hessenmeister. So qualifizierte er sich zudem für den Bundesendlauf im September 2014 in Meißen, bei dem der Reinheimer ebenfalls den ersten Platz belegte. Neben den Rennen des OAMCs Reinheim hat der Neunjährige auch noch beim Enduro- Frühstart-Zehnkampf als Fahrer teilgenommen. Bei diesem offenen Wettkampf gibt es beispielsweise die Disziplinen Langsamfahren, Wettrennen, Motocross, Trail, Gleichmäßigkeitsfahren, Slalom auf Zeit sowie Schnellfahren. Auch ein Geschicklichkeits-Parcours gehört dazu. Hier konnte Lennhart Hegwein in der Klasse I den vierten Platz von insgesamt 15 Teilnehmern belegen.

Jeden Freitag trainiert das junge Talent zwei Stunden mit seiner 90er Yamaha. „Zuerst fahren wir uns warm, dann kommt der Parcours. Außerdem machen wir auch viel Sicherheitstraining und lernen, das Motorrad gut zu beherrschen “, erklärt Lennhart Hegwein, der beim OAMC Reinheim von Jörg Bernius aus Groß-Bieberau trainiert und betreut wird. „ Er gibt mir immer wieder neue Tipps und hilft mir, mich fahrtechnisch weiter zu entwickeln“, berichtet der Neujährige, der bei den Motorradwettkämpfen den Turnierparcours besonders reizvoll findet. Zu seinen Stärken zählt hier die Wippe. „Mit dem Kreiselarm muss ich noch ein bisschen üben“, weiß Lennhart Hegwein. Bei dem Parcours ist vor allem Geschicklichkeit gefragt. Hinsichtlich der einzelnen Parcours-Bereiche wie beispielsweise Ringen, Wippen, Slalom, Kreisel, Sprungbrett entlangfahren – um nur einige zu nennen – darf jedoch der Fuß nicht den Boden berühren und man muss zudem noch schnell fahren.

Ein großer Wunsch des Reinheimers, der im Januar 2015 den Sportförderpreis der Stadt erhielt, ist es, mit seinem Motorrad einmal auf einer langen geraden Strecke zu fahren und auch einmal Kart- Fahren auszuprobieren.
Neben dem Motorradsport zählen das Radfahren sowie das Beschäftigen mit einem ferngesteuerten Autos und einem Helikopter zu Lennharts Hobbys. Besonders gern filmt er die Rennstrecken mit seiner Helmkamera oder auch die Strecke seines ferngesteuerten Autos und schaut diese hinterher am Computer an. „Ich bin aber auch gern draußen, spiele mit meinen Freunden, fahre Inliner und Skateboard“, verrät der Neunjährige, der auch mit seinem Vater Mountainbike fährt und altes Geld (Münzen und Scheine) sammelt. Doch nun freut sich der technikbegeisterte Reinheimer erst einmal auf den nächsten Turnierwettkampf. Sein Ziel ist es, auch in diesem Jahr wieder erfolgreich bei den einzelnen Wettkämpfen zu sein und – wenn möglich – seine Titel zu verteidigen. Begleitet wird der Reinheimer zu den einzelnen Wettkämpfen von seinem Vater, der ihm zudem mit Rat und Tipps zur Seite steht. „Meine Eltern geben mir die Chance, auszuprobieren was ich möchte. Ihnen ist es wichtig, dass ich Spaß habe“, schildert Lennhart Hegwein. Sicherheit ist ein sehr wichtiges Kriterium in diesem schnellen Sport. „Die Fahrer sind sehr gut ausgerüstet. Meine Mutter macht sich keine Sorgen, wenn ich auf Wettkämpfen bin“, beruhigt der Reinheimer, dessen großes Vorbild der italienische Motorrad-rennfahrer Valentino Rossi ist. Sein großes Hobby lässt sich darüber hinaus gut mit der Schule vereinbaren. Auch hier ist Lennhart Hegwein ähnlich ehrgeizig. Später möchte der Neunjährige gerne Polizist werden. Toll wäre es für ihn, in die Motorradstaffel zu kommen.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Lennhart Hegwein Rede und Antwort:
Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Hegwein: Als König von Deutschland würde ich dafür sorgen, dass es weniger Armut und mehr Motorradtrainingsplätze gibt.
Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte. Hegwein: Ich wünsche mir, dass Ebola ausstirbt. Weitere Wünsche sind, dass meine Familie gesund bleibt und dass ich immer erfolgreich bin.
Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Hegwein: Der italienische Motorradrennfahrer und Weltmeister Valentino Rossi hat auf mich den größten Eindruck gemacht.

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