Lokalschau beim Kaninchenzuchtverein H 173

Schmusehäschen und echte Prachtkerle

Die kleinen und die großen Kaninchenfreunde (v.l.): Laura und Fabian Gilch, Steffen Reinheimer (Ausstellungsleiter), Julia Seeger und Saskia Springer.

Otzberg/Nieder-Klingen. Es soll ja Kinder geben, die noch nie einen echten Hasen gesehen haben. Digital möglicherweise schon beim Computerspiel „Rabbits go home“ oder in unzähligen Hasen-Comics oder Zeichentrick lmen. Doch einen echten, lebendigen, mit schönem Fell, der sich streicheln lässt, der einen mit Kulleraugen anschaut, der ist so unfassbar fremd wie Fuchs und Igel draußen auf der Wiese. Dabei ist so ein Schmusehäschen wie der Zwergwidder oder ein Prachtkerl wie der rund 11 kg schwere Deutsche Riese manchmal direkt in der Nachbarschaft zu bestaunen. So am vergangenen Wochenende im Vereinsheim des TV Nieder-Klingen. Dort präsentierten die Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins H173 Ober- und Nieder-Klingen ihre Prachtkaninchen.

Steffen Reinheimer, Ausstellungsleiter dieser Lokalschau und Vereinsmeisterschaft, macht deutlich, wie wichtig ihm die Kinder, der Vereinsnachwuchs, sind: „Nunmehr zum 7. Mal haben wir auch die Schmusekaninchen- Schau veranstaltet. Dabei handelt es sich um Zwergkaninchen, die von den Kindern zuhause als Spielgefährten gehegt und gep egt werden. Gewonnen hat hier Simon von Kymmel. Er ist der Otzberger Schmusekaninchen Meister 2013!“ Bei den Großen wurde Hans Trietsch mit seinem „Weißen Rex“ Vereinsmeister 2013. Die Preisrichter Norbert Kehr und Günter Fritz gaben Trietsch für sein Prachtkaninchen 386,5 Punkte von 392 möglichen. Bewertet wurden dabei der Allgemein- und P egezustand des Tieres, wie auch das Gewicht, die Dichte und der Glanz des Fells sowie die Form des Kopfes und die Ohren. Die Plätze 2 und 3 belegten Birgit Luft-Becker und Heinz Dingeldey.

Überreicht wurden die Pokale und Urkunden am Sonntagnachmittag von keinem Geringeren als Bürgermeister Matthias Weber. Angesichts des allgemein zurückgehenden Interesses an der Kleintierzucht und damit auch geringerer Öffentlichkeit bei der Präsentation der Zuchtergebnisse, bedarf es für die Aktiven einer hohen Motivation, trotzdem dabeizubleiben und Vereinsarbeit zu leisten auf Lokal-, Landes- und Bundesebene. Für Steffen Reinheimer ist das Motiv die Liebe zum Tier. Bei ihm sind das insbesondere Kaninchen und Hühner, die er ebenfalls züchtet. „Für mich ist das Entspannung pur, so eine Art Entschleunigung, wenn ich mit den Tieren zusammen bin. Das beruhigt ungemein“, sagt Reinheimer und macht deutlich, dass es sich dabei allerdings auch um ein Zeit und Kosten intensives Hobby handelt. Und noch ein Tipp von Rudolf Brand, Vorsitzender des Ge ügelzuchtvereins Groß-Bieberau: „Am 9. und 10.11. haben wir in Groß- Bieberau eine Sonderschau mit Zwerg-Italienern (Hühner!) in der Tennishalle.“ Also Kinder: auf geht’s mal zu den hübschen italienischen Hühnern!

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