Lukas Puskeiler – Otzberg

Lukas Puskeiler – Otzberg

Als Vereinsmensch ist Lukas Puskeiler weit über die Grenzen von Ober-Klingen hinaus bekannt. Doch auch für seine Heimatgemeinde macht sich der leidenschaftliche Sportschütze stark.
Lukas Puskeiler wurde im Mai 1939 in Deutsch-Litta in der heutigen Slowakei geboren und verbrachte dort zusammen mit seinen sechs Schwestern die ersten Lebensjahre. Als er sechs Jahre alt war, wurde die Familie aus ihrer Heimat vertrieben und ist 1946 in die Odenwaldgemeinde Ober-Klingen gekommen. Dort fasste sie schnell Fuß und war bereits nach kurzer Zeit im Gemeindeleben integriert.
Der heute 71-Jährige besuchte in seiner neuen Heimat die Volksschule und wechselte dann auf das Realgymnasium nach Groß-Umstadt. Nach seinem Schulabschluss absolvierte Lukas Puskeiler eine Lehre als Bauschlosser und arbeitete anschließend bei verschiedenen Firmen. Als Sportbegeisterter gründete er mit Gleichgesinnten 1959 den TSV Ober-Klingen, wo er auch aktiv Fußball spielte und sich später als Jugendleiter und Schiedsrichter engagierte.
Anfang der 60er Jahre verschlug Lukas Puskeiler in den Norden, nachdem er eine Zeitlang als Zivilangestellter bei der Bundeswehr gearbeitet hatte. In Travemünde erhielt er eine Stelle bei einer Werft. Dabei packte ihn dann das Fernweh, so dass er bei einer Reederei anheuerte und für dreieinhalb Jahre zur See fuhr. „In dieser Zeit lernte ich die verschiedensten Länder kennen“, berichtet der damalige Motorenhelfer, den es schließlich wieder in den Odenwald zog. So trat er 1966 bei der Firma Schenck in Darmstadt eine Stelle im Bereich Messebau an, war viel unterwegs und bereiste die europäischen Nachbarländer.
Wieder voll ins heimische Vereinsleben integriert, gründete Lukas Puskeiler 1968 mit Gleichgesinnten den Schützenverein 1968 Ober-Klingen, in dessen Vorstand er heute noch aktiv ist. Neben seiner sportlichen Tätigkeit war der leidenschaftliche Sportschütze zudem bis in die 80er Jahre hinein beim örtlichen Männergesangsverein engagiert und spielte dort bei Weihnachtsveranstaltungen auch im Theater mit.
Bei einer Tanzveranstaltung in Ober-Klingen hatte Lukas Puskeiler seine spätere Frau Marga kennengelernt und diese dann im Oktober 1969 geheiratet. „Eigentlich habe ich sie bereits kennengelernt, als ich als Kind nach Ober-Klingen kam und noch nicht mal eine Stunde in meiner neuen Heimat verbracht hatte“, erzählt der 71-Jährige schmunzelnd, der mit Marga zusammen 1970 eine Tochter, Manuela, bekam.
Neben der Familie und Arbeit engagierte sich Lukas Puskeiler weiterhin ehrenamtlich. So wurde er 1972 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und unterstützt diese heute noch als passives Mitglied und Kassenprüfer. Darüber hinaus war der Ober-Klingener in den Jahren 1984 bis 1986 maßgeblich am Bau des neuen Schützenhauses beteiligt. Als 1984 der Schützenverein die Kerb ausrichtete, hatte der viel beschäftigte Wahl-Odenwälder sogar das Amt des Kerbvadders inne.
Anfang der 90er Jahre begann Lukas Puskeiler sich neben seiner Vereinsarbeit zusätzlich für die Belange seiner Gemeinde auf politischer Ebene zu engagieren und wurde 1995 Mitglied der SPD. Damals wie heute ist es ihm dabei besonders wichtig, sich für die Interessen der Bürger seiner Gemeinde im Sozialausschuss der Gemeindevertretung einzusetzen. Von 1997 bis 2001 war Lukas Puskeiler Ortsvorsteher von Ober-Klingen und ist bis heute noch im Ortsbeirat tätig.
Nach vielen Jahren bei der Wohnungsbaugesellschaft Rhein-Main trat der Ober-Klingener, der dort auch im Betriebsrat war, 2001 in den beruflichen Ruhestand, setzte sich aber weiterhin für die Vereine und Kommunalpolitik ein. Als Dank dafür erhielt Lukas Puskeiler im Mai 2010 den Ehrenbrief des Landes Hessen.
In seiner Freizeit genießt es der Rentner mit seinen drei Enkeln Zeit zu verbringen, im Garten zu arbeiten und zu basteln. Er schnitzt gerne Bilder und liest. Für die Zukunft hat Lukas Puskeiler noch ein besonderes Ziel: „Ich möchte mit meinen Jungs gerne ins Stadion zur Eintracht fahren und dort gemeinsam ein Fußballspiel anschauen.“

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Lukas Puskeiler Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Puskeiler: Ich würde als König von Deutschland versuchen, den Reichtum im Land gerechter zu verteilen.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.
Puskeiler: Ich wünsche mir, dass meine Familie und ich von schweren Krankheiten verschont bleiben. Mein zweiter Wunsch wäre, dass meine Enkel in einer friedlichen und sauberen Welt aufwachsen können. Als drittes würde ich mir wünschen, dass ich immer einen Cent mehr in der Tasche hätte, als ich bräuchte.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Puskeiler: Das war mein Deutsch- und Geschichtslehrer Umstädter Realschule, Herr Stephan. Er konnte mit seiner ruhigen und sachlichen Art Schülern gut Wissen vermitteln und Dinge anhand von Beispielen einprägsam erklären.

1 Kommentar

  1. adolf kirschner sagt:

    auch ich bin im Juni 1939 in deutsch-litta geboren. auch ich habe 1969 geheiratet. Der Name Puskeiler ist mir bekannt. Meine Eltern waren Mathias Kirschner und Magdalene Kirschner, geb. Fronz.

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