Märchenhaftes Fischbachtal Wandern, Wald und Weite, Wonne, Wild und Weine …

Fischbachtal. Man kann es noch weiter fortschreiben: Wärme, Wasser, Weiden, Wege, Wurst  und Weiler … Das Fischbachtal ist – erwandert man die Landschaft rund um Rimdidim, Felsenmeer und Schloss – ein herrlich‘ Fleckchen Erde. Märchenhaft schon deshalb, weil man sich in dieser Landschaft ganz und gar vorstellen kann, dass hier die Geschichten von Rotkäppchen, Rapunzel, Hans im Glück und Schneewittchen wirklich gespielt haben. Einfach, weil die Poesie der Märchen nahezu perfekt in diesen Landstrich passt. Dass konnten am vergangenen Wochenende viele Wandersleut und Schoppepetzer erleben und genießen, denn der Verein zur Wirtschaftsförderung im Fischbachtal e.V. veranstaltete sein „Fischbachtal aktiv“ unter dem Motto „Wandern, Erleben, Genießen“. Und wenn ein kleiner Verein eines kleinen Ortes eine solch großartige Sache organisiert, dann muss das belohnt werden. Was auch geschah: Tausend und mehr Aktive bei wunderbarem Wetter in wunderbarer Wald- und Wiesenlandschaft. Schöner geht’s nicht!

Sinnlich betrachtet ist das Wandern durchs Fischbachtal ein Ereignis von besonderer Güte. Zum Beispiel mit dem Sehen. Immer wieder taucht das Schloss Lichtenberg auf zwischen den Wäldern, Wiesen und Ortschaften. Stets ein neuer Augenschmaus. Die Weiler und kleinen Fachwerkdörfer mit den großen Vierkanthöfen erweitern den Blick für die Romantik längst vergangener Zeit. Hören: das Plätschern des Baches, das Schnattern der Gänse, die Rufe des Bussards, das Rascheln des Blätter, der Gesang der Rastenden, die Musik der Kapellen … In dieser besonderen Fischbachtaler Stille (Steinau, Meßbach, Nonrod, Lichtenberg) findet der Naturgenießer zu sich selbst. Fühlen:  Das Wasser und die Nässe der Wiesen, die deftige Brotzeit, die Sonne im Gesicht, den Anstieg in den Beinen, die Tiere und Menschen. Schmecken. Nun dazu genügt der Platz hier nicht. Ob in Lichtenberg, Steinau oder Niedernhausen, auf dem Campingplatz oder auf den Weilern und Höfen – zu essen und zu trinken gab’s überall reichlich und gut. Egal, wer sich für welche Wanderwege entschieden hatte, hungern und dursten musste keiner.

Warum gelingt der kleinen Gemeinde Fischbachtal eine so wunderbare Veranstaltung? Das hat wohl damit zu tun, dass (fast) alle dabei sind, mitmachen, Ideen haben und sich für zwei schöne Tage für die Fischbachtaler selbst und für viele Gäste aus der Rhein-Main-Region engagieren. Da sind die Gasthäuser mit ihren kulinarischen, musikalischen und unterhaltsamen Angeboten. Die Höfe mit Ponyreiten, Schmieden, Kürbisschnitzen, Strohhüpfburg, Bogenschießen, Korbflechten und tausend anderen Dingen mehr. Bei einem solch starken Zusammenhalt sind Veranstaltungen dieser Art dann von bester Qualität.

Text/Bild: Dieter Preuss

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