Marco Born – Otzberg

Marco Born

Musik nimmt einen wichtigen Part im Leben des heutigen Otzbergers ein: Dabei unterrichtet Marco Born einerseits Kinder und Jugendliche, andererseits steht er selbst regelmäßig auf der Bühne. Marco Born wurde 1974 in Weinheim geboren und wuchs mit seiner Schwester in Fränkisch-Crumbach auf. In Reichelsheim besuchte er zunächst die Hauptschule und absolvierte eine Ausbildung zum Elektriker. In dieser Zeit wurde bereits sein Interesse für Musik geweckt: Mit fünfzehn Jahren bekam er eine Gitarre geschenkt und begann sich das Gitarre spielen selbst sowie mit Hilfe des Crumbacher Jugendpflegers Peter Schulz beizubringen. Wenig später erlernte er auch Schlagzeug und Bass. Was nun fehlte, war ein Proberaum: Diesen richtete sich Marco Born im Keller seines Elternhauses ein, modernisierte ihn im Laufe der Jahre immer weiter und verwendet ihn heute als Musikraum und Tonstudio. „Mein Zivildienst, den ich 1997 im Haus Rosengarten in Bad König absolvierte, war wegweisend für meine berufliche Zukunft“, sagt der 36-Jährige, dem die Arbeit mit Menschen viel Spaß bereitet.

So engagierte er sich auch in der darauffolgenden Zeit als Betreuer bei den Reinheimer Ferienspielen und leitete dort erste Musik- Workshops, während der Plan reifte, Erzieher zu werden. Nach einem Kindergartenpraktikum 1998 in Fränkisch-Crumbach besuchte Marco Born zwei Jahre die Fachschule für Sozial-Pädagogik in Michelstadt und absolvierte sein Anerkennungsjahr in Jugendheim. Die Musik prägte vor allem das Privatleben: In Ernsthofen hielt Marco Born 2000 seine ersten Rockworkshops und bot weitere Musikprojekte in Reinheim an, während er mit seinen Bands wie den „Voodoo Dogs“ oder dem „Beerfelder Blues Project“ Bluesund Rocklieder zu Gehör brachte. Parallel dazu nahm der Musikbegeisterte Stimmbildungsunterricht bei Sybille Rösinger. 2002 startete er sein erstes Soloprojekt mit Akustikgitarre und trat in diversen Kneipen auf. Ein Jahr später schloss er sich mit Klaus Wilka zum Cover-Duo „Dr. Soul & Mr. Blues“ zusammen. Beruflich verschlug es Marco Born wieder in den Odenwald, wo er als Erzieher im Familienhilfezentrum in Michelstadt und für das dortige Jugendamt tätig war. Auch hierbei setzte er auf die Kombination von Musik- und Jugendarbeit. 2005 absolvierte der Otzberger ein Gitarren-„Crashstudium“ in Aschaffenburg. Er wollte sich weiterentwickeln; zudem reifte die Idee, eine eigene Musikschule zu gründen. Zunächst gab der Erzieher verschiedene Gitarrenkurse und gründete sein erstes Musikensemble.

Gemeinsam mit seinem Freund Helge Beckmann baute er den heimischen Proberaum zu einem modernen Studio aus, schrieb eigene Songs und machte erste Tonaufnahmen. Die Nachfrage nach Einzel- oder Ensembleunterricht wuchs zusehends. Neben den Kursen im Fränkisch-Crumbacher Studio bietet Marco Born donnerstags und freitags auch Unterricht im Groß-Zimmerner Jugendzentrum an. „Vom 26. bis 30. Juli wird es dort eine Bandprojektwoche für Jugendliche geben. Dabei werden unter anderem Harmonielehre sowie Grundlagen des Gesangs, der Rhythmik und des Songwritings vermittelt“, berichtet Marco Born, der zudem seit 2006 jeweils am ersten Donnerstag eines Monats im Roßdorfer Biergarten „Jam- Akustik“-Abende organisiert. Parallel dazu betreut er nach wie vor als Jugendfamilienpfleger für das Jugendamt des Landkreises Darmstadt-Dieburg Jugendliche. „Dabei muss es nicht immer um Musik gehen. Mir ist es wichtig, auf die Jugendlichen einzugehen und das, was mich in meinem Leben weitergebracht hat, auch an die jungen Leute weiter zu geben“, sagt der dreifache Familienvater, der als nächstes die Arbeit im eigenen Tonstudio ausbauen und verstärkt für CD-Produktionen nutzen möchte. Bei all diesen beruflichen und privaten Aktivitäten findet Marco Born Kraft und Entspannung bei seiner Familie. Zusammen mit seiner Frau Karolina und seinen Töchtern Elisabetha, Julia und Lucie unternimmt er gerne Ausflüge und treibt Sport.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Marco Born Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Born: Ich möchte kein König sein. Man muss meiner Meinung nach nicht immer der Beste oder der Mächtigste sein, um etwas auf der Welt verändern zu können.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.
Born: Ich habe keine Wünsche. Was ich in meinem Leben wollte, habe ich mir selbst erschaffen und was ich noch haben möchte, werde ich mir irgendwann einmal leisten.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Born: Peter Schulz hat mich als Mensch sehr beeindruckt. Er hat mir mit sehr einfachen Mitteln die Musikwelt nahe gebracht und mit seiner Art die Menschen stark gemacht.

1 Kommentar

  1. Hallo Elisa,
    kannst Du mir Deine Telefonnummer geben? Meine ist die 06162/943861
    Viele Grüße Sandra

Hinterlasse jetzt eine Antwort