Marco Kollbacher – Reinheim

Marco Kollbacher – Reinheim

Die steinige Vergangenheit des Odenwalds fesselt Marco Kollbacher. Grund genug, seine Begeisterung Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Rahmen von Führungen und themenbezogenen Veranstaltungen zu vermitteln.
Marco Kollbacher wurde 1971 in Groß-Umstadt geboren und wuchs in Wersau auf. Bereits als Kind begann er Steine zu sammeln. „Den Grundstein dafür hat mein Vater gelegt, der mich schon als Dreijährigen mit in die Grube Messel nahm und mir die Leidenschaft für die Geologie vermittelte“, erzählt der heutige Reinheimer, der in Groß-Bieberau die Schule besuchte und dort sein Abitur absolvierte. Aus den Urlauben – ob in der Eifel oder im Altmühltal – brachte er immer Steine mit nach Hause, bevor er schließlich seinen Sammelschwerpunkt auf den Odenwald verlegte.
Nach dem Zivildienst, den Marco Kollbacher in einem Behindertenheim leistete, entschied sich der Gersprenztaler 1993 sein Hobby zum Beruf zu machen. So begann er in Darmstadt und Frankfurt Mineralogie und Geologie zu studieren, um dadurch ein fundiertes Hintergrundwissen zu erhalten. „Durch einen Studienkollegen wurde ich darauf aufmerksam, dass für den UNESCO-Geopark Ranger gesucht wurden und bewarb mich“, erzählt der heute 38-Jährige, der 2002 dort zunächst Kinderaktionen zum Thema Gesteine und Fossilien betreute, gemeinsam mit Kollegen Führungen am Felsenmeer anbot und schließlich auch eigene Führungen konzipierte. Marco Kollbacher bildete sich weiter und spezialisierte sich auf Naturpädagogik. Nach seinem abgeschlossenen Studium arbeitete er weiter für den Geopark und weitete seinen Arbeitsbereich aus. So übernimmt er beispielsweise bei Reisemessen wie der Touristica oder der CMT und bei diversen Wanderaktionen Informationsdienste. In Zusammenarbeit mit Bauernhöfen bietet der Reinheimer Führungen innerhalb der Geopark-Veranstaltungsreihe „Über Feld und Flur“ an. Weiterhin arbeitet der passionierte Mineraloge Wanderungen für verschiedene Zielgruppen aus und ist neben diversen Aktionen in der Grube Messel, am Felsenmeer und auf der Tromm auch in Zwingenberg zum Thema „Wein und Stein“ aktiv. Ergänzend dazu konzipiert und gestaltet Marco Kollbacher Museumprojekte wie eine Sonderausstellung im Bezirksmuseum Buchen.
Aktuell bereitet er in Waldbrunn eine Geologieausstellung zum Thema Katzenbuckel vor. In Reinheim ist der 38-Jährige seit einigen Jahren in einem Mineraliensammlerverein aktiv, der eine Ausstellung im Hofgut mit betreut und jedes Jahr – das nächste Mal am 7. März – eine Mineraliensammlerbörse organisiert. Ein weiteres Hobby von Marco Kollbacher ist die Musik. Nachdem er mit 16 Jahren angefangen hatte, Gitarre zu spielen und in verschiedenen Bands aktiv war, ist er seit vier Jahren Mitglied der Band „Fools Crossing“, einer Rock-Cover-Band aus dem Beerfelder Raum. Er besucht aber auch gerne Konzerte. Über die Musik und gemeinsame Konzertbesuche kam Marco Kollbacher vor zwei Jahren bei einem Rodgau Monotons-Konzert mit seiner heutigen Frau Heike zusammen. Nachdem im Januar 2009 ihr gemeinsamer Sohn Jan geboren wurde, entschied sich die junge Familie im August letzten Jahres zu einer Hochzeit mit gleichzeitiger Taufe.
Für Marco Kollbacher war klar, dass er sich die Erziehungszeit mit seiner Frau Heike teilen will. Deswegen ist er seit Januar zu Hause, betreut seinen Sohn und besucht mit ihm die Krabbelgruppe.
Für Geopark-Ranger-Aktionen und die Musik bleibt ihm daher momentan nur am Wochenende Zeit. „Außerdem warte ich auf´s Frühjahr, um zusammen mit meiner Familie wieder mehr in der Natur unternehmen zu können“, sagt der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Mineralienvereins, der für seine Familie sämtliche Aktivitäten eingeschränkt hat. Für die nächste Zeit hat sich Marco Kollbacher aber schon einige Ziele gesetzt: So will er eine Wanderung rund um das Lufthansa-Trainingszentrum in Seeheim ausarbeiten und eine Kinderexkursion des Mineralienvereins in einen alten Bergwerksstollen im Ostertal mit organisieren.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Marco Kollbacher Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?
Kollbacher: Ich würde die Familien und Kinder fördern sowie den Paragraphen-Dschungel lichten und bürgerfreundlicher machen.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.
Kollbacher: Ich wünsche mir Gesundheit, ein gesichertes Leben für mich und meine Familie sowie eine Zeitmaschine, um zu schauen, wie der Odenwald entstanden ist und die Dinos gelebt haben.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?
Kollbacher: Es ist schwierig, hier nur eine Person zu nennen. Mein Vater hat mich beeindruckt, weil er mir Natur und Geologie näher gebracht hat. Meine Mutter, weil sie sich auch in schwierigen Zeiten gut durchs Leben geschlagen hat. Bei meinem Sohn Jan fasziniert es mich zu sehen, wie er seine Welt entdeckt.

1 Kommentar

  1. Günther Dekker sagt:

    Hallo Marco, so findet man sich wieder. Habe eigentlich die Website vom Mineralienverein gesucht und bin 5 Jahre in die Vergangenheit katapultiert worden.
    Würde mich freuen, wenn Du dich mal meldest

    Viele Grüße
    Günther

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