Menschen, so lebendig Peter Falter – Fränkisch-Crumbach

Ein Leben für den Sport – so kann man das ehrenamtliche Engagement von Peter Falter am besten beschreiben. Besonders Handball und Leichtathletik – hier v. a. die Rasenkraftsportart Hammerwurf – haben es dem Fränkisch-Crumbacher angetan.

Peter Falter wurde im April 1952 in Darmstadt geboren und wuchs mit einem jüngeren Bruder in Bockenrod auf. Nach dem Besuch der Grundschule in Beerfurth wechselte er nach Reichelsheim und absolvierte dort seinen Volksschulabschluss. Anschließend lernte der heute 61-Jährige in Wersau den Beruf des Elektroinstallateurs und leistete von 1970 bis 1972 seinen Dienst bei der Bundeswehr.

Schon in seiner Jugend war der Odenwälder sportlich aktiv und spielte beim KSV Reichelsheim Handball. Durch den Sport lernte Peter Falter auch 1970 seine spätere Frau Margret kennen, die in Fränkisch-Crumbach Handball spielte. So wechselte er drei Jahre später ebenfalls zur dortigen Handballmannschaft, mit der er von 1979 bis 1981 in der Oberliga spielte. 1975 heirateten Margret und Peter und bekamen zwei Töchter: Inga (1979) und Katrin (1986).

„Bis 1984 habe ich als Elektroinstallateur gearbeitet. Dann hatte ich bis 1999 als technischer Angestellter eine Stelle bei einem Tabakwarenanbieter, wo ich im Außendienst tätig war“, so Peter Falter. Danach wechselte er als technischer Angestellter in die Verwaltung der Volksbank Gersprenztal-Otzberg – eine Position, die er bis zu seinem Vorruhestand im August 2009 innehatte.

Das sportliche Interesse der Töchter legte den Grundstein für Peter Falters weiteres ehrenamtliches Engagement: Während Inga sich für den Siebenkampf entschied und 1994 in dieser Sportart Deutsche Meisterin wurde, wählte Katrin 1997 den Hammerwurf als sportliche Disziplin. Durch die Begleitung seiner Tochter Katrin zum Training und zu Wettkämpfen wurde seine Leidenschaft für den Hammerwurf geweckt. 2001 erfuhr der Gersprenztaler, dass internationale Hammerwurf-Meetings zunehmend seltener wurden. Gemeinsam mit Michael Deyhle, dem Trainer seiner Tochter, und dem damaligen Wurf-Chef des DLV, Karl-Heinz Leverköhne, entstand die Idee, selbst solch eine Sportveranstaltung zu organisieren. Nach mehreren Treffen – u. a. mit dem Vorsitzenden des TV Fränkisch-Crumbach und dem damaligen Bürgermeister der Gemeinde – wurden die Weichen für das erste Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach gestellt. Stolz blickt Peter Falter auf diese Anfangszeit zurück: „Große Stadien wollten das Hammerwurf-Meeting nicht mehr stemmen. In Fränkisch-Crumbach avancierte das Treffen im Laufe der Jahre jedoch zu einem der international bedeutenden Spezialmeetings.“ So trainiert z. B. die chinesische Frauenmannschaft im Diskuswerfen seit 2010 auf dem Sportgelände der Odenwaldgemeinde. Zudem integrierte Peter Falter vor sieben Jahren den Nachwuchscup für junge Sporttalente in das Hammerwurf-Meeting. „Diesbezüglich habe ich schon wieder neue Ideen“, so der 61-Jährige, „Geplant ist für zukünftige Veranstaltungen eine Wettkampfgemeinschaft für Rasenkraftsport zwischen Fränkisch-Crumbach und Bürstadt.“ Peter Falter legt den Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Engagements auf den betreuenden und organisatorischen Bereich, da der technische Angestellte schon in der Sportbetreuung seiner Kinder aufging. Seit Mitte der 90er-Jahre war bzw. ist er in verschiedenen sportlichen Projekten und Bereichen aktiv. 1993 wurde das Projekt „Talentförderung Reinheim – Südhessen“ gegründet, welches erfolgreich realisierte, dass junge Athleten in ihrem Heimatverein trainieren konnten. Von 1994 bis heute engagiert sich Peter Falter zudem im Vorstand des Leichtathletikprojektes „Talentförderung Reinheim-Südhessen“, von 1995 bis 2003 war er hier sogar Projektleiter. Zudem war er 1997 Initiator des Kugelstoß-Events im Gemmingschen Park seiner Heimatgemeinde. Darüber hinaus ist Peter Falter seit 2003 Vorstandsmitglied der Kreisgruppe der Olympischen Gesellschaft Odenwald und hat hier seit 2010 die Position des zweiten Vorsitzenden inne.

Dem nicht genug gründete der engagierte Sportler 2009 im Verein die Rasenkraftsportabteilung, zu der die Sportarten Hammerwurf, Steinstoß und Gewichtwurf zählen. Als Trainer Bernd Thomas vor fünf Jahren aufhörte, übernahm Peter Falter das Training der Kinder- und Jugendgruppe in dieser Sparte.

Wenn der 61-Jährige nicht in Sachen Sport unterwegs ist, kümmert er sich in seiner Freizeit um Haus und Garten, unternimmt größere Wandertouren mit seiner Frau und Freunden oder engagiert sich im Elferrat der Fastnachtsabteilung des TV Fränkisch-Crumbach. Die Pläne für die Zukunft drehen sich – wie soll es auch anders sein – natürlich um den Hammerwurf. Nächstes Jahr sind eine Fahrt zu den Europameisterschaften in die Schweiz und ein Besuch bei der chinesischen Nationalmannschaft in Peking geplant. Darüber hinaus gilt es für das Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach wieder Sponsoren zu finden und den Nachwuchs zu fördern.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Peter Falter Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat?

Falter: Als König von Deutschland würde ich dafür sorgen, dass jeder Mensch genügend zu essen und zu trinken hat und es eine Gerechtigkeit für alle gibt.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte.

Falter: Zuerst wünsche ich mir Frieden auf Erden. Mein zweiter Wunsch ist Gesundheit für meine Familie und alle, die ich kenne. Zu guter Letzt wünsche ich mir, dass noch viele Hammerwurf-Meetings in Fränkisch-Crumbach stattfinden.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?

Falter: Es gibt viele Menschen, die in meinem Leben einen großen Eindruck auf mich gemacht haben. Ich würde Helmut Kohl wohl nennen. Er hat mich sehr stark beeindruckt, wie er gemeinsam mit Gorbatschow den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung gelöst hat.

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