Michael Heusel – Habitzheim

Handwerkliche Begabung, Hilfsbereitschaft, Geschick und Musikalität zeichnen Michael Heusel aus. Der Habitzheimer engagiert sich schon seit langem für die örtliche Feuerwehr und ist überall zur Stelle, wo Hilfe benötigt wird. Michael Heusel wurde im September 1981 in Darmstadt geboren und wuchs mit seinem jüngeren Bruder in Habitzheim auf. Dort besuchte er die Grundschule, bevor er nach Lengfeld wechselte und an der dortigen Schule seine Mittlere Reife ablegte. Danach absolvierte Michael Heusel von September 1998 bis Februar 2002 eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker mit der Fachrichtung Formentechnik bei einem Reinheimer Betrieb. „Ich habe schon immer gerne gebastelt und gemeinsam mit meinem Vater, der den selben Beruf erlernt hatte, gearbeitet“, erklärt der heute 31-Jährige, der zudem 2000 in die örtliche Feuerwehr eintrat. Hier leistete er anstatt des Bundeswehr- oder Zivildienstes seine Pflichtstunden ab und unterstützte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Habitzheim durch sein handwerkliches Geschick. So wurde er rasch gefragt, ob er nicht das Amt des Gerätewartes übernehmen wolle und durchlief sämtliche Schulungen – vom Grund- bis hin zum Gerätewartlehrgang. Zusätzlich übernahm Michael Heusel noch die Schlauchwerkstatt für die Wehren der Gemeinde Otzberg. Während Michael Heusel von 2003 bis 2006 die Kleiderkammer der Otzberger Wehren, die sich derzeit in Habitzheim befand, betreute, engagierte er sich zudem 2003 bis 2008 als Betreuer der Habitzheimer Jugendfeuerwehr. Doch nicht nur das: Im selben Jahr trat der Gersprenztaler den sechs Kameraden der Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises bei, die im Katastrophenfall die Zentrale der Funkleitstelle in Dieburg besetzt. Bei der Habitzheimer Wehr gehört er zur Crew des Einsatzleitwagens, die bei allen Einsätzen in Otzberg ausrückt. „Es ist ein gutes Gefühl, Leuten zu helfen. Da steht man dann auch gerne nachts um 3.00 Uhr einmal auf“, so Michael Heusel weiter, der für größere Einsätze von seinem Arbeitgeber freigestellt wird. Beruflich wechselte der Werkzeugmechaniker übrigens im Januar 2004 von Reinheim zur Firma Sauer & Sohn nach Dieburg, wo er bis heute beschäftigt ist.

In seiner Freizeit bastelt und schraubt Michael Heusel gerne. „Ich habe schon zwei alte Feuerwehrautos umgebaut“, berichtet der 31-Jährige stolz. Von Februar bis April 2009 „schlachtete“ er einen alten Einsatzleitwagen aus und baute ihn gemeinsam mit dem stellvertretenden Wehrführer Frieso Trietsch zu einem funktionstüchtigen Schlauchwagen für 1000 Meter Schlauch am Stück um. Dabei übernahm Michael Heusel den ganzen Aufbau mit Holzverkleidung, Regalen schweißen und vielem mehr. Im zweiten Halbjahr desselben Jahres gestaltete der talentierte Handwerker ein altes Löschfahrzeug zum Gerätewagen „Küche“ um. In nur vier Monaten baute der heute 31-Jährige das Fahrzeug mit seinem Kameraden Peter Allmann von Grund auf neu auf, passten Regale für Küchengeschirr, Gewürze und Kochzubehör sowie Trennwände ein und ließen Platz für zusätzlich zu transportierenden Equipment. Der Habitzheimer war jedoch nicht nur für die technische Seite der Küche zuständig, sondern gehört seit 2007 auch der sechsköpfigen Feldküchengruppe an. „Ich koche mit meinem Team gern in großen Mengen – egal ob beim Landeswandertag, bei der Einweihung von Wanderwegen der Sparkasse Dieburg, Feuerwehrfesten oder privaten Anlässen. Wir bieten von der Gulaschsuppe bis zum Schweinebraten mit Rotkraut und Klößen alles an, was sich die Kunden wünschen“, schmunzelt Michael Heusel.

Der Habitzheimer ist darüber hinaus auch ein aktiver Fastnachter, natürlich bei der Feuerwehrfastnacht. In seiner Heimatgemeinde steigt er seit 2003 als „Heiselspedder“ in die Bütt und gibt Witze und Anekdoten zu bekannten Habitzheimer Originalen zum Besten. Im vergangenen Jahr eröffnete er zudem die Fastnachtsveranstaltung. Neben der Feuerwehr gehört weiteres ehrenamtliches Engagement zum Ausgleich des 31-Jährigen. Er unterstützt seit drei Jahren als aktiver Tenor den Männergesangsverein Habitzheim und ist seit fünf Jahren im örtlichen Kleintierzuchtverein, dem er seit 1997 angehört – zuerst als aktiver Kaninchenzüchter -, Kassierer. Aktuell ist er am Überlegen, ob er noch etwas Zeit findet, um dem Musikcorps wieder beizutreten, in dem er bis 2007 zwölf Jahre lang Trompete gespielt hatte. Seine Familie liegt Michael Heusel sehr am Herzen. Sie stärkt ihn in seinem Engagement und unterstützt ihn bei seinen Projekten, nicht zuletzt beim Ausbau und der Gestaltung der eigenen vier Wände. Diese fertig zu stellen ist das nächste Ziel des ehemaligen Habitzheimer Kerbvadders (2003 bis 2005).

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat? Michael Heusel: Als König von Deutschland würde ich dafür sorgen, dass in Deutschland jeder gerecht behandelt wird.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte. Michael Heusel: Als erstes wünsche ich mir ein langes Leben und gesund zu sein, um meinen Beruf, Familie und Hobbies ausleben zu können. Dann wünsche ich mir, dass alle Pläne und Wünsche in meinem Leben umgesetzt werden können. Mein dritter Wunsch ist, dass es innerhalb meiner Großfamilie keinen Streit gibt und alle weiterhin zusammenhalten.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht? Michael Heusel: Meine Familie bzw. meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, die alles aufgebaut und mich immer begleitet haben. Ich kann mit allem immer zu ihnen kommen.

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