Michael Leder – Ober-Ramstadt

Michael Leder

Sport, Volkstanz und vor allem der Karneval prägen das ehrenamtliche Engagement von Michael Leder. Der musikalische Ober-Ramstädter ist tief verwurzelt in seiner Heimatstadt und ein absoluter Vereinsmensch. Geboren wurde Michael Leder im November 1964 „auf dem Eiche“ in Ober-Ramstadt als mittlerer von drei Brüdern. In seiner Heimatstadt besuchte Michael Leder die Grund- und die weiterführende Schule und trat schon als Kind der örtlichen Trachtengruppe bei. „Dort war ich viele Jahre aktiv und lernte später auch Akkordeonspielen“, sagt der 48-Jährige über seine ersten Schritte in Sachen Vereinsarbeit. Nach Abschluss der Mittleren Reife absolvierte Michael Leder 1980 eine Lehre als Chemikant bei den Deutschen Amphibolin-Werken, wo er heute noch tätig ist. Die Freizeit verbrachte er weiterhin in der Trachtengruppe, wo der Heranwachsende schon bald in der Vorstandsarbeit des Vereins aktiv wurde und mit der Gruppe Reisen zu den Partnerstädten in Frankreich, Italien und England unternahm. Parallel zum Tanzen spielte er noch im Verein in Ober-Ramstadt und Rohrbach Fußball.

1984 lernte Michael Leder bei einer Fastnachtssitzung des Ober-Ramstädter Narhallavereins seine spätere Frau Sabine kennen. Das Gardemädchen, das aus einer Familie mit aktiven Fastnachtern stammt, brachte ihm die fünfte Jahreszeit näher, so dass Michael Leder bald beim Männerballett des Vereins aktiv wurde. Außerhalb der Fastnachtszeit – am 7. Juli 1988 – heiratete das Paar schließlich und bekam nach Michael Leders Bundeswehrzeit Töchterchen Miriam. Ab 1989 engagierte sich Michael Leder immer intensiver in dem Karnevalsverein: Er wurde Mitbegründer der „Batschkappen“, einer achtköpfigen Männergesangsgruppe, und später gründete der heute 48-Jährige (Gesang und Akkordeon) mit Uwe Bergner (Gesang und Gitarre) das Duo „2 Fulder“. Doch zu viele zeitintensive Hobbys gingen nicht, schließlich wollte der Ober-Ramstädter ja auch für seine Familie da sein. So gab er das Tanzen in der Trachtengruppe und den Fußball auf und konzentrierte sich auf den Narhallaverein.

Von November an bis zum Aschermittwoch ist Michael Leder als „Bühnenmensch“ jeden Tag „on Tour“: Egal ob als Sänger, Büttenredner, im Elferrat, beim Männerballett oder Showtanz – die fünfte Jahreszeit hat ihn fest im Griff. „Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre das alles nicht möglich. Sie hält mir den Rücken frei“, erklärt der 48-Jährige dankbar. „Mit den „Batschkappen“ singen wir übrigens nicht nur zur Faschingszeit, sondern treten auch bei anderen Anlässen z. B. im Seniorenheim in Modau auf.“ Gemeinsam mit seinem Duett- Partner Uwe Bergner kann der Odenwälder mittlerweile ein über sechsstündiges Gesangsprogramm bieten. Neben seinem musikalischen Engagement für den Karneval ist Michael Leder auch seit Jahren im Vorstand des Vereins aktiv: Hier ist er für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, gestaltete u. a. die Homepage des Vereins und organisiert seit 1989 den Kartenvorverkauf für die Fastnachtssitzungen.

Darüber hinaus übernahm Michael Leder vor drei Jahren von seinem Schwiegervater Georg Heinrich Gunkel die Position des Präsidenten des Ober-Ramstädter Narrhallavereins. „Als Vereinspräsident gibt es das ganze Jahr über etwas zu tun. Schließlich beteiligen wir uns auch an anderen Festen in unserer Stadt wie z. B. der Kerb. Unser Verein feiert zudem dieses Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: Im November startet unsere 66. Karnevalskampagne“, berichtet Michael Leder. Hierfür laufen bereits die Vorbereitungen. Im September werden Vertreter von über 500 Mitgliedsvereinen der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval zur Jahreshauptversammlung nach Ober-Ramstadt eingeladen. Auch Ehrenorden mit dem Ober- Ramstädter Wappen sollen in der Jubiläumskampagne vergeben werden. Im Juni geht es mit dem Verein auf eine dreitägige Reise nach Bartholomäberg in Österreich, zur neuen Partnerstadt von Ober-Ramstadt. „Dort wird der Verein die Verschwisterungsfeier mit einer Darbietung bereichern“, erklärt Michael Leder, der neben dem Narrhallaverein auch im Kerbvorstand aktiv ist. Bleibt noch etwas Zeit, fährt der Fußballfan von Borussia Mönchengladbach mit dem Fanclub der „Odenwälder Fohlen“ zu den Spielen des Bundesligisten. Ruhe und Erholung findet Michael Leder dagegen zu Hause im Garten am Teich oder bei den jährlichen Familienurlauben auf Mallorca.

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Michael Leder Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat? Leder: Ich würde die Krone ausziehen und mich unter das Volk mischen, um die Stimmung zu erforschen und dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Das sollten, meiner Meinung nach, hohe Politiker auch einmal tun.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte. Leder: Vor allem wünsche ich mir noch lange glücklich, zufrieden und gesund mit meiner Frau zu leben.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht? Leder: Meine Eltern haben in meinem Leben den größten Eindruck auf mich gemacht. Sie haben uns nie merken lassen, dass es ihnen schlecht ging und auch den Humor nie verloren. Uns hat es in unserer Kindheit an nichts gefehlt

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