Moules de Bouchots

Wartungs- und Pflegearbeiten an den Muschelbänken

Die Miesmuscheln für das „Crumbacher Muschelfest“ werden ganz frisch aus dem Zentrum der französischen Muschelzucht geholt: Le Vivier-sur-Mer! Dort lebt, arbeitet und handelt André Busson, genannt De-De. Er ist es, der die Crumbacher mit den besten Qualitätsmuscheln beliefert. Le Vivier liegt im Herzen der Bucht des Mont Saint Michel. Und die unzähligen Pfähle in diesem 25.000 ha großen Wattenmeer und die merkwürdigen Boote mit vier Rädern (Amphibienfahrzeuge), denen man auf der Dorfstraße von Vivier begegnet, machen klar: hier dreht sich alles um den Muschelanbau. Möglich macht diesen organisierten Anbau der Gezeitenhub mit bis zu 15 Meter Differenz sowie die Qualität und biologische Reichhaltigkeit des Wassers mit Plankton und kleinen Algen, das den Muscheln als Nahrung dient. Das Leben einer Miesmuschel beginnt mit dem Laich, der von den Muschelbauern eingesammelt wird. Wenn sich die Muscheleier dann zu Larven entwickelt haben, werden diese etwa im Februar eines Jahres an Taue gesetzt, die im Wasser verbleiben. Dort wachsen die Larven zu Jungmuscheln heran. Ungefähr im Juni werden die Seile mit den Jungmuscheln auf 3 Meter Länge geschnitten und raus zu den Muschelbänken vor dem Mont St. Michel gebracht. Die Seile werden um einen Pfahl gewickelt, der im Watt fest verankert ist. Nach einer rund einjährigen Aufzucht und Pflege sind die Miesmuscheln reif zur Ernte. Bevor dies aber geschieht gehen einige Proben von den Muschelbänken ins Labor. Dort werden die Muscheln gewaschen, geprüft und kontrolliert. Ist das Ergebnis der umfassenden Tests gut, dann wird die Saison eröffnet und die Muscheln können in der Zeit von Juli bis Januar geerntet und für den Handel konditioniert, gewaschen, kalibriert und verpackt werden. Der Muschelfreund und -genießer erhält am Ende dieses Prozesses eine kochfertige Qualitätsmuschel aus der Bretagne. Genau wie die Besucher und Gäste des „Crumbacher Muschelfest“. Bon Appétit!

Hinterlasse jetzt eine Antwort