Musik zwischen Advent und Passion

„Meine Seele erhebt den Herrn“

Zugunsten der Renovierung der Evangelischen Kirche Ober-Ramstadt präsentierten der Kirchenchor Niedernhausen zusammen mit dem „ChorPusdelicti“ Musik zwischen Advent und Passion.

Zugunsten der Renovierung der Evangelischen Kirche Ober-Ramstadt präsentierten der Kirchenchor Niedernhausen zusammen mit dem „ChorPusdelicti“ Musik zwischen Advent und Passion.

Ober-Ramstadt. Der Kirchenchor Niedernhausen, der „Chor-Pusdelicti“ Rohrbach sowie Orchester, Gesangssolisten und Bläserensemble präsentierten unter der Leitung von Jan Fischer Musik zwischen Advent und Passion. Die Aufführungen fanden statt am vergangen Samstag in der St. Johannes der Täufer Kirche in Niedernhausen sowie am Sonntag im Prälat-Diehl-Haus in Ober-Ramstadt, und zwar als Benefizveranstaltungen zugunsten der Renovierung der Evangelischen Kirche Ober-Ramstadt. Beide Veranstaltungen waren hervorragend besucht und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Mit dem „Magnificat anima mea Dominum“ – „Meine Seele erhebt den Herrn“ – in der Vokalvertonung von J. Chr. Bach, startete der Chor sein Programm zwischen Advent und Passion. Es folgten „Herr Christ, der einig Gotts Sohn“ von J. Walter, „Herr sei uns gnädig“ von A. Mendelssohn und „Reigen seliger Geister“ aus „Orpheus und Euridice“ von C. W. Gluck. Zum Palmsonntag und zur Passionszeit gelangten die Chöre und Orchester mit „Magno salutis gudio“ von C. Monteverdi sowie „So liebt Gott die Welt“ von B. Chilcott und dem „Konzert für 2 Oboen und Streicher“, Op.7 Nr. 2 von T. Albinoni. Hingebungsvoll ergänzt und abgerundet wurde das Programm mit „Elijah Rock“, einem traditionellen Gospel im Arrangement von Jester Hairstone, sowie dem Leonard Cohen Song „Hallelujah“.

Rund 50 Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre ließen den vollbesetzten Raum des Prälat- Diehl-Hauses in vielstimmiger Harmonie erklingen. Gesanglich und stimmlich ergänzt wurden die Chöre durch die Gesangssolistinnen Seraina Guidon-Fischer, Sopran, und Eva Braunstein, Alt, sowie die Solisten Wolfgang Vetter, Tenor, und Holger Siegl, Bass. Groß besetzt war auch das Orchester mit Violinen, Bratsche, Cello, Kontrabass, Oboen, Trompeten, Pauken  und Posaunen sowie Piano. Ein musikalischer Auftritt dieser Klasse in dieser  ligranen Ausarbeitung der Stimmen und Orchestrierung hat in dieser Region Seltenheitswert. Deshalb bleibt zu hoffen, dass die Spenden der Besucher reichlich  flossen, denn Eintritt musste keiner zahlen. Das letzte gemeinsame Konzert der beiden Chöre liegt immerhin fünf Jahre zurück. Deshalb mussten in die Vorbereitungen und Proben viel Engagement und Zeit investiert werden: Fast ein gesamtes Jahr. Da Jan Fischer beide Chöre schon seit mehreren Jahren leitet, waren negative Überraschungen in beiden Ensembles quasi ausgeschlossen. Das gelernte und bekannte Repertoire beider Chöre umfasst Pop, Gospel, afrikanische und moderne Lieder sowie Klassik und geistliche Musik. Eine musikalische Kompetenz die die große Klasse der Stimmen und Instrumente bei diesem Konzert zum Ausdruck brachte.
Text/Bild: Dieter Preuss

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