Nonstock Festival zog Musikbegeisterte an

Bandvielfalt brachte die Kulturwiese zum Beben

Bei optimalem Festival-Wetter zeigte sich das Publikum begeistert vom vielfältigen Musikprogramm, das die einzelnen Bands ablieferten. Text / Bild: me

Fischbachtal/Nonrod. Mittlerweile bereits zum 13. Mal war die „Kulturwiese“ bei Nonrod Schauplatz des diesjährigen NONSTOCK-Festivals und damit fest in den Händen der zahlreichen Musikfans, die sich hier am 19. und 20. August eingefunden hatten. Nach der Zwangspause im letzten Jahr erlebte das seit 2003 vom gemeinnützigen Verein „Kulturwiese NONSTOCK e.V.“ veranstaltete Event in diesem Jahr mit über 3.000 Wochenendbesuchern eine furiose Wiedergeburt.

Auf zwei Bühnen präsentierten sich von Freitagnachmittag bis Samstagnacht regionale, nationale und internationale Bands, die dem überwiegend jugendlichen Publikum ein facettenreiches Spektrum an Akkustik-Klängen, Hip Hop, Indiefolk, Elektropoppunk und Ska boten. Aber auch Freunde des Pop, Rock, Metal- und Techcore kamen voll auf ihre Kosten. Während der Hip Hop-Star Casper neben der schwedischen Band Adept und Russkaja aus Österreich die Highlights des ersten Nonstock-Abends bildeten und etwa 2.200 Besucher anlockten, freute sich etwa die gleiche Anzahl an Festivalbesuchern am zweiten Tag vor allem auf die deutschen Größen Emil Bulls und Großstadtgeflüster. Doch auch unbekanntere Bands mit eigenem Stil und beeindruckendem Programm fanden auf der Bühne der Klangkantine ihr Publikum. Kein Wunder, schließlich waren viele Musikfans schon früh mit Zelten oder Schlafsäcken angereist, um die beiden Festivaltage bei sommerlichen Temperaturen zu erleben und keinen Auftritt zu versäumen. Aufgrund der Hitze hatten es zwar die Bands am Samstagnachmittag schwer, zahlreiche Besucher vor der Bühne zu vereinen, doch gerade die Band „Scheeb“ stieß auf großes Interesse. Die fünf Musiker und fünf Sänger, die alle im Wohnverbund Groß- Bieberau der Nieder-Ramstädter Diakonie aufgrund individuellen Hilfebedarfs leben, schafften es bereits um 14.20 Uhr mit ihren gecoverten Songs, die sie mit eigenen Texten versehen hatten, über 150 Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Abkühlung brachte zahlreichen Festivalbesuchern wenig später eine Wasserbombenschlacht, die zum Auftritt von Elfmorgen überleitete.

Wer nicht den ganzen Abend an den Bühnen stehen, mitsingen und tanzen wollte, konnte sich auch ans Lagerfeuer oder in das Shisha-Zelt zurückziehen und dort einen Blick auf die Kurzfilme werfen. Gegen Ende des Festivals fanden sich jedoch alle wieder zu den Gigs der Headliner-Bands zusammen. Hier tanzten und feierten sie abschließend auch noch bis in den frühen Morgengrauen, während zwei DJs ihnen mit fetzigem Sound einheizten und die Kulturwiese, die im Laufe des Festivals schon so manchen Pogo erlebt hatte, erneut zum erzittern brachte. Von der stimmungsvollen, friedlichen Atmosphäre und der Musikvielfalt absolut begeistert, freuen sich nun schon die meisten Nonstock-Festivalbesucher auf die Veranstaltung im nächsten Jahr.

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