Ober-Ramstadt entzündet höchstes Feuer Deutschlands

Was für ein Brennen, Leuchten und Funkenfliegen

Tausendfach digitalisiert auf Foto und Film: Das Brennen des großen Funkens in Ober-Ramstadt.

Ober-Ramstadt. „Bald wird Ober-Ramstadt berühmter in der Welt sein als Frankfurt, weil sie hier den größten Funken Deutschlands abbrennen und zusammen mit tausenden Gästen und dem Verbrennen der Hexe da oben auf dem großen Funken die bösen Geister des Winters vertreiben“, rief Martin Vallaster, Bürgermeister der österreichischen Partnerstadt Bartholomäberg begeistert den rund 4.000 Gästen am vergangenen Samstagabend auf dem Sportgelände „In der Aue“ zu. Das 2. Ober-Ramstädter Funkenbrennen weitete sich bei bestem Wetter zu einem einzigartigen Volksfest aus mit Live-Musik, Hexentanz, Feuerpracht, Weck, Woi und Worscht für Groß und Klein aus der gesamten Region. „Dafür hat sich die ganze Arbeit gelohnt“, freuten sich die Verantwortlichen des Verschwisterungsvereins. Schließlich musste viel vorbereitet und organisiert sowie Sponsoren gefunden werden, damit dieses Volksfest überhaupt zum Leuchten kam.

Die Organisatoren und Hauptakteure des Feuerspektakels waren die Vereine Ober-Ramstadts sowie die Feuerwehr, Malteser und das Technische Hilfswerk, die Funkenzunft Gantschier und viele weitere ehrenamtliche Helfer und Helferinnen. Und das Meisterwerk des Ober-Ramstädter Funkenbrennens war der große Funken, der von Freitag bis Samstagmittag an einer rund 20 Meter hohen Fichte Holzscheit für Holzscheit in einem Zehneck bis zu 18 Meter hochgezogen wurde. Unter der brandtechnischen Aufsicht von Stadtbrandinspektor Uwe Reimund leisteten die Ober-Ramstädter zusammen mit ihren Freunden aus den Funkenzünften aus Bartholomäberg und Gantschier Großartiges. Neben dem großen Funken mit der Hex‘ obendrauf wurden noch fünf kleinere „Trätzfunken“ gebaut, die symbolisch für die Ortsteile Rohrbach, Wembach-Hahn, Ober-Ramstadt sowie Niederund Ober-Modau feuerlich den Winter austrieben.

Noch bei untergehender Sonne, so gegen 18 Uhr, strömten die Gäste auf das Fest- und Feuergelände, um sich vor einbrechender Dunkelheit schon mal einzustimmen auf die Feuerpracht. Wunderbar halfen dabei „Bebbes“ alias Stefan Reiter-Waßmann, der die Veranstaltung  flott moderierte, sowie musikalisch die Trachtenkapelle Gantschier und die Harmoniemusik Bartholomäberg unter der Leitung von Matthias Vallaster. Etwa gegen 19.30 Uhr ging es los mit dem Zünden der 5 kleinen Funken unter der Begleitung von Blasmusik und dem furiosen Tanz der Hexen aus Gantschier. Dann wurde es ernst. Das dramatische Musikstück „Chariots of Fire“ von Vangelis, die Musik aus dem Film „Die Stunde des Siegers“, leitete den Höhepunkt des Ober-Ramstädter Funkenbrennens ein.

Drei Funkenmeister zündeten mit ihren 4 Meter langen Fackeln den großen Funken, der sofort Feuer  fing, hochloderte und die Nacht für 30 Minuten gelb-rot beleuchtete und Tausende begeisterte.
Text/Bild: Dieter Preuss

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