Ober-Ramstadt feierte sein 2. Apfelfest

Nach der Apfelwäsche rein in den Häcksler

Nach der Wäsche werden die Äpfel von Matilda Elisa Kehr in den Häcksler befördert. Damit das gut gelingt, hilft Christoph Eichler mit kleinem Kraftakt nach. Text/Bild: Dieter Preuss

Ober-Ramstadt. Der Vorsitzende des neuen Vereins „Natur tut Gutes“, Werner Schuchmann – Eingeweihten auch als Ober-Ramstädter Rathauschef bekannt –, freute sich über die vielen Besucher des 2. Ober-Ramstädter Apfelfestes am sonnigen Sonntagnachmittag und erläuterte den Vereinsauftrag: „Neben Geselligkeit steht ‚Keltern für Kinder‘ im Vordergrund dieser Veranstaltung. Wir möchten den Kleinen zeigen, dass Apfelsaft nicht einfach aus der Supermarkt-Tüte kommt. Die Kinder sollen den Prozess des Kelterns von der Frucht bis zum Saft kennenlernen und selbst dabei tätig sein.“ Die Äpfel, die gekeltert wurden, sind Gemeinde eigenes Obst von einer rund 1,2 ha großen Streuobstwiese mit 30 Obstbäumen, darunter P aume, Kirsch, jedoch überwiegend Apfel. Die 12 Gründungsmitglieder des Vereins „Natur tut Gutes“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Obstbestand der Wiese zu erhalten und weiter zu kultivieren. Was übers Jahr gesehen viel landwirtschaftliche Arbeit erfordert. Die Krönung nach der Apfelernte ist das Fest in der Hammermühle. Der Fest-Erlös kommt stets einem sozialen Zweck zugute. In diesem Jahr dem Ambulanten Kinderhospiz in Darmstadt.

Neben der Pflege und Erhaltung der Obstwiese und dem pädagogischen Ziel, Kindern die Natur nahe zu bringen, sowie dem sozialen Zweck der Spende, sorgt der Verein mit vielen freiwilligen Helfern auch für Geselligkeit und fruchtige Leckerbissen rund um den Apfel in der Hammermühle. Großer Andrang herrschte bei den Apfelpfannkuchen. In vier Pfannen wurde munter gebruzzelt: zwei im Hof, zwei in der Küche. Karheinz Haas, an einer der Hofpfannen ab 14 Uhr in jeder Sekunde gefordert, wörtlich: „Mit einem solchen Andrang haben wir nicht gerechnet. Jetzt reichen nicht mal vier Pfannen. So ein Apfelpfannkuchen braucht halt seine Zeit bis er kross und lecker ist!“ Die Wartenden in der Schlange sahen das wohl ähnlich, denn sie blieben geduldig, friedlich und freundlich. Phänomenal auch das Apfelkuchenangebot des Vereins. Jede Torte garantiert mit Äpfeln. Dazu Corinna Schuchmann an der Kuchentheke: „19 unterschiedliche Kuchen stehen zur Auswahl, alle mit Äpfel. Vom klassisch gedeckten Apfelkuchen bieten wir auch Apfelkäse, Apfelmandel, Apfelschokotorte, Apfelstreusel, Apfel Cupcakes, die hab‘ ich selbst gebacken, Apfelrahm und andere mehr.“ Es schmeckte wohl, denn die Gäste saßen im großen Hof der Mühle, klönten und genossen den Nachmittag bei Saft, Wein, Pfannkuchen und Torte – alles aus und mit Apfel. Nur der Kaffee, das Bier und die Cola nicht. Noch nicht!

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