Peter Fischer – Ober-Ramstadt

Peter Fischer

Musik spielt im Leben von Peter Fischer eine wichtige Rolle. Sie wurde dem Ober-Ramstädter in die Wiege gelegt und bestimmt sein privates und berufliches Leben. Peter Fischer wurde im Juni 1963 in Darmstadt geboren und wuchs mit zwei Brüdern in Ober-Ramstadt auf, wo er auch die Schule besuchte. Sein Vater war Musiklehrer und trat zudem als Unterhaltungsmusiker auf. „So war ich von klein auf von Musik umgeben“, betont der 49-Jährige, der bereits als kleiner Junge von den Melodien begeistert war und sie nach Gehör auf dem Klavier nachspielte: „Mit sechs Jahren habe ich dann Klavierunterricht bekommen und Noten gelernt.“

Als der Ober-Ramstädter in der fünften Klasse war, lernte er zwei Jahre lang Tenorhorn. Dann wechselte er zur Posaune, die schließlich sein Hauptinstrument wurde. Sechs Jahre lang erhielt er dafür Unterricht bei Musikern vom Darmstädter Staatstheater. Auch in der Schule war seine Leidenschaft zur Musik prägend: Auf der Bert-Brecht- Schule in Darmstadt belegte er einen Leistungskurs in Musik und absolvierte 1981 sein Abitur. Peter Fischer war zudem als Jugendlicher im evangelischen Kirchen- und Posaunenchor aktiv. Als Autodidakt brachte er sich das Spielen auf fast allen Blasinstrumenten bei. Überdies beherrscht er Akkordeon und Hammondorgel. Damit noch nicht genug besuchte er auf der Kreismusikschule verschiedene Seminare – u. a. zum Chor- und Orchesterdirigieren. Parallel dazu verpflichtete sich der heute 49-Jährige bei der Feuerwehr seines Heimatortes zum Wehrersatzdienst und war dort bis zum vergangenen Jahr in der Einsatzabteilung aktiv.

1983 war der Musikbegeisterte Mitbegründer des Ober-Ramstädter Stadtorchesters, leitet seitdem das Jugendorchester und ist für die Ausbildung der Nachwuchsmusiker zuständig. Anfang 2012 übernahm Peter Fischer auch die Leitung des Stadtorchesters. Mit diesem unternimmt er neben den Proben, Konzerten und Festen auch die Fahrt zum Verschwisterungsakt Anfang Juni nach Bartholomäberg in Österreich. Das absolute Highlight wird jedoch sicherlich im Herbst das Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen des Stadtorchesters sein.

Peter Fischer ist aber auch technisch interessiert. Bereits als Heranwachsender beteiligte er sich beim Wettbewerb „Jugend forscht“ und wurde z. B. mit Partner Jürgen Richter dritter Bundessieger. „Wir haben einen Kompass ohne mechanische Teile und einen digitalen Funktionsgenerator mit einem Ausbau zum Datensichtgerät entworfen“, erklärt der Ober-Ramstädter, der seine Musikinstrumente in der Regel auch selbst repariert. Seine Begeisterung für Technik führte zu einem Maschinenbaustudium an der TH Darmstadt. „Doch mein Hang zur Musik war stärker“, kommentiert der 49-Jährige seinen Studiumswechsel an die Uni Frankfurt mit der neuen Fächerkombination Musik und Mathematik. „Ich hatte allerdings mit der Zeit immer mehr Auftritte und fühlte mich an der Uni nicht wohl, deshalb absolvierte ich nur mein Grundstudium“, so Peter Fischer, der seit 1992 als Musiklehrer und Musiker selbstständig sowie bei diversen Musik- sowie Gesangsgruppen oder als Alleinunterhalter tätig ist.

Zu den Höhepunkten seiner Musikerlaufbahn gehört ein Auftritt beim Talentwettbewerb des Hessischen Rundfunks 1995. „Ich spielte vor laufender Kamera live mit dem Bariton-Horn das technisch anspruchsvolle Stück „Die Teufelszunge“ von Walter Scholz und wurde vom Hessenorchester begleitet. Das war schon eine besondere Herausforderung“, erinnert sich Peter Fischer. In den vergangenen Jahren folgten Veranstaltungen in der Region mit zahlreichen Bands sowie Jazz- oder Blasmusik-Ensembles. Hervorzuheben ist hierbei sein Engagement für die Gesangsgruppe „Die Naturfreundesänger“. „Das ist eine Gruppe von acht Männern, alle über 70 Jahre, die alte Schlager singen“, so der 49-Jährige, der an verschiedenen Schulen wie z. B. der Georg- Christoph-Lichtenberg-Schule und der Georg-Büchner-Schule in Darmstadt Bläserunterricht erteilt. Dabei ist Peter Fischer wichtig ein Bindeglied zwischen Musikverein und Schule zu sein. Eine weitere Leidenschaft des Ober-Ramstädters ist das Kochen für eine größere Anzahl von Personen wie z. B. bei Freizeiten des Jugendorchesters. Diesem sind auch seine künftigen musikalischen Pläne gewidmet: Er will das Ober-Ramstädter Stadtorchester „am Laufen zu halten“ und noch weiter auszubauen. (me)

Für das Anzeigenblatt Gersprenztal stand Peter Fischer Rede und Antwort:

Wenn Sie König von Deutschland wären, was wäre Ihre erste Tat? Fischer: Ich würde mich dem Volk zur Wahl stellen. Schwerpunkte meines Programms wären mehr soziale Gerechtigkeit, Bürokratieabbau, Wertachtung und Förderung von Sozialkompetenz, der Erhalt und die Förderung persönlicher Entfaltungsmöglichkeiten in Schule und Verein. Zudem würde ich versuchen, Armut abzubauen.

Sie haben drei Wünsche frei. Nennen Sie uns diese bitte. Fischer: Ich wünsche mir vor allem Gesundheit für mich und meine Mitmenschen, dass kranken Menschen geholfen und Krebs besiegt werden kann. Ein weiterer Wunsch wäre, dass alle Menschen in Ruhe und Frieden leben können. Ein fetter Lottogewinn wäre natürlich auch nicht schlecht.

Welcher Mensch in Ihrem Leben hat den größten Eindruck auf Sie gemacht? Fischer: In meinem Leben habe ich immer wieder Menschen getroffen, die mich musikalisch inspiriert und begeistert haben. Den größten Eindruck hat allerdings von Geburt an meine Tochter auf mich gemacht.

1 Kommentar

  1. Wolfgang Ferschen sagt:

    Wie gut dass wir ihn hier haben. Ein Supertyp der unsere Kultur fördert und das Leben bereichert.

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