Regionale Keltereien verarbeiten Äpfel zu Apfelsaft und -wein

Gersprenztal. Überall im Gersprenztal, auf den Streuobstwiesen und in den privaten Gärten hängen leuchtend rot, gelb oder grün die Äpfel und warten auf ihre Ernte. Während für den Süßen und Saft alle Äpfel verarbeitet werden, sind gerade die alten Apfelsorten für die Herstellung des Apfelweines besonders beliebt. Das liegt daran, dass diese sich durch ihren Säuregehalt auszeichnen und damit dem Apfelwein seinen typischen Geschmack verleihen.

Bei den regionalen Keltereien wie Dölp, Himmelheber, Krämer und Pfeiffer werden ab sofort wieder Äpfel aus der Region zum Keltern angenommen – ganz gleich, ob die Kunden diese mit dem Handwagen, säckeweise oder im Anhänger ihres Autos bringen. Doch nicht nur in den Keltereien wird derzeit eifrig gearbeitet, um Hessens beliebtestes Traditionsgetränk zuzubereiten. Auch die Wirtshauskelterer und viele private Fans des heimischen Stöffchens sind fleißig dabei Äpfel zu ernten, Fässer zu reinigen, Saft zu pressen,…

Erfrischend und verführerisch süß ist der frisch gepresste Apfelsaft, den nicht nur die Kinder gern naturtrüb trinken. Während dieser haltbar gemacht wird, damit man ihn länger als nur zwei, drei Tage trinken kann, müssen sich die Genießer des „Ebbelwois“ wesentlich länger in Geduld üben. Bis der Süße gegärt und sich in die unterschiedlichen Apfelwein-Arten verwandelt hat, dauert es mindestens zwei Monate. Je nach Gärstadium wird der Apfelwein dann als „Rauscher“, „Neuer Heller“, „Neuer“ oder „Alter“ bezeichnet und hat einen unterschiedlich hohen Alkoholgehalt. Beim gewöhnlichen Apfelwein liegt dieser etwa zwischen fünf bis sechs Volumenprozent Alkohol.

Doch auch der fertige Apfelwein ist nicht gleich Apfelwein: Mittlerweile ist bei den Keltereien jederzeit und für jeden Geschmack der richtige Tropfen erhältlich – vom naturtrüben, klaren oder alkoholfreien Stöffche über den bereits (mit Wasser, Limonade oder Cola) fertig Gespritzten bis hin zu den veredelten Formen wie Apfelwein-Cocktails, Apfelschaumwein oder Apfelglühwein. Wer sich also die Arbeit sparen und nicht selbst Äpfel sammeln, pressen und seine eigenen Apfel-Spezialitäten herstellen will, kann sich bei den Keltereien und Direktvermarktern das leckere und typisch regionale flüssige Gold besorgen.

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