Reichelsheimer Märchentage erfüllten viele Wünsche

Als das Wünschen noch geholfen hat

Von links: Der Herold zu Reichelsheim, Holger Funke, der Bürgermeister der Märchenstadt, Stefan Lopinsky, die Odenwälder Herbstblätter- Fee, Marta Bonin, sowie der Spectaculum- und Märchenmeister, Jochen Rietdorf, eröffneten die Märchentage zu Reichelsheim mit viel Sonne im Gemüt und Freude im Herzen.

Von links: Der Herold zu Reichelsheim, Holger Funke, der Bürgermeister der Märchenstadt, Stefan Lopinsky, die Odenwälder Herbstblätter-Fee, Marta Bonin, sowie der Spectaculum- und Märchenmeister, Jochen Rietdorf, eröffneten die Märchentage zu Reichelsheim mit viel Sonne im Gemüt und Freude im Herzen.

Reichelsheim. „Als das Wünschen noch geholfen hat“, so lautete das Motto der 21. Reichelsheimer Märchen- und Sagentage am vergangenen Wochenende (Freitag bis Sonntag). Und fürwahr, diesmal hat es geholfen, das Wünschen der Veranstalter und vielen tausend Besucher, denn sie wurden erfüllt: Kaiserwetter an allen Tagen, eine geschenkte Nachtstunde Lebenszeit, eine bestens aufgelegte Wildweibchen-Preisträgerin, Prof. Dr. Kristin Wardetzky aus Berlin, ein kompetentes, unterhaltsames literarisches Programm sowie ein märchenhaftes Kurzweil-Potpourri mit Musik, Theater, Ausstellungen, Tanz, Vorlesungen, Marktgewimmel und Kleinkunst … Wie schaffen die das, in einer überschaubaren Odenwald-Gemeinde so etwas Großartiges auf die Beine zu stellen?

Teilantworten auf diese Frage erhielt man bei der amtlichen Eröffnung am Freitagabend im Regionalmuseum. Dort waren viele der Macher und Macherinnen der Märchentage anwesend. An erster Stelle Jochen Rietdorf, der Kultur- und Tourismusbeauftragte der Gemeinde. Er ist quasi Denker und Lenker dieser bundesweit beachteten Kulturveranstaltung. Ihm zur Seite steht eine Hundertschaft von begeisterten, vielfach ehrenamtlichen Mitgestaltern. Und ganz wichtig: die Sponsoren dieses Festes! Neben dem Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Kreisausschuss des Odenwaldkreises sind das alles Unternehmen aus der Darmstädter und Odenwälder Region insbesondere natürlich aus Reichelsheim. Ohne dieses finanzielle Engagement kulturbegeisterter Unternehmer und Unternehmerinnen wäre eine solch großartige Veranstaltung nicht zu realisieren.

Das mit den begeisterten Mitgestaltern der Märchentage beginnt schon bei Kira Gregan, Schülerin Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim, denn sie hat das 2016er Logo gemalt, das nun auf den of ziellen Buttons verewigt ist. Es setzt sich fort mit Bürgermeister Stefan Lopinsky, Carolin Collin und Ellen Schmid, die literarische Instanz des Gersprenztals und Mitglied in der Wildweibchenpreis-Jury. Weiter geht es mit Dieter Färber, Vorsitzender des Gewerbevereins, Unternehmer, Redakteur, Fotograf und Mitorganisator sowie mit Andrea Dippon-Meyer und Andrea Primer, die zusammen mit 60 Reichelsheimer Sänger und Sängerinnen, Schauspieler und Schauspielerinnen das fantastische Musical AIDA auf die Bühne der Märchenstadt gebracht haben. Reichelsheimer Schüler lesen Märchen und Sagen, Reichelsheimer Kreative erschaffen faszinierende Bühnenbilder, die Jugendgruppe des OWK spielt Theater, am Wochenende war’s das Märchen „Rumpelstilzchen“ – kurzum: Die Reichelsheimer Märchentage machen auch deutlich, zu welcher Solidarität und produktiven Gemeinschaft eine begeisternde Idee und die alljährliche Schaffenskraft führen können. Das ist so viel mehr als jede theoretische Abhandlung darüber.

Text/Bild: Dieter Preuss

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