Reinheimer Markt bleibt in Regentradition, feiert aber prächtig

Menschen, Melodien, Motive – bella parti!

Der Fotograf und viele prickelnde Motive auf dem Reinheimer Markt. Text/Bild: Dieter Preuss

Reinheim. Nach einigen Jahren Erfahrung mit dem Wetter kann folgendes Gesetz formuliert werden: Feiern die Reinheimer ihren Markt (egal ob im Juni oder Mai), dann ziehen am Himmel Wolken auf. Der Vorteil: Nur am Himmel und nicht in den Gemütern. Denn da war die Stimmung am vergangen Samstag prächtig und am Sonntag (allzeit Regen) mittelprächtig. Unter dem Motto „bella parti mon cher“ feierten die Händler und Gewerbetreibenden zusammen mit den Menschen und Partnerstädten aus Frankreich, Polen, Italien und Fürstenwalde ihr internationales Straßenfest mit viel, sehr viel Musik, Tanz, mit Ausstellungen, Kleinkunst, Angeboten der Gewerbetreibenden, Show, internationalen Leckereien und einigen tausend Besuchern.

Los ging‘s am Samstag, 15 Uhr, mit dem Aufmarsch der Spielmannszüge Spachbrücken und Habitzheim. Ein feiner musikalischer Start des 17. Reinheimer Markts, auf dem die Musik an beiden Tagen fast die Hauptrolle spielte. Mitten uff de Gass‘ wurde der Markt dann eröffnet von Michael Richter, Vorsitzender Gewerbeverein Reinheim, Landrat Klaus Peter Schellhaas und Bürgermeister Karl Hartmann. Ein fröhlicher Start trotz dunkler Wolken am Himmel. Doch am Samstag hielt sich der Regen noch zurück, am Sonntag plätscherte es dann allerdings nur einmal – das aber konsequent ohne Pause. Den Spaß ließen sich die Veranstalter und Gäste (am Samstag) nicht nehmen und feierten mit Musik, Angeboten der Geschäfte, Kleinkunst und Kirmes ihre bella parti! So ein Fest mitten auf einer Bundesstraße erfordert nicht nur logistische Meisterleistungen mit dem durchfahrenden Busverkehr und kreuzenden Zügen am Bahnübergang, sondern bietet auch einzigartige Momente (Bild und Drama) für die Freunde der emotionalen Miniaturen.

Ein Fest für Fotografen! So zum Beispiel der Auftritt der Jugendtrachtengruppe Groß-Bieberau, die auf wunderbare Weise zur spannenden Gemengelage aus Tradition, Modernität, Festlichkeit, Handel, Musik, Kleinkunst, Volksfest, Internationalität wie auch Volkstümlichkeit beitrug. Oder der Linienbus, der sich immer wieder durch die feiernden Menschen kämpfen musste. Die Schiffsschaukel und das romantische Kinderkarussell im Kontrast zum modernen, hochtechnischen „Meister-Kranwagen“, mit dem die Gäste in einer Gondel 50m über den Dächern schweben konnten. Die Lebkuchenherzen und gebrannten Mandeln neben Döner und Cocktail. Der Klassiker „Glücksrad“ zwischen tausend bunten Quietschentchen und Schießbude. Französische, italienische, polnische, türkische Spezialitäten und Genüsse zwischen Bratwurst, Rindswurst und Leberkäs‘. Der „Reinheimer Markt“ hat alle Eigenschaften für ein großes, internationales Straßenfest. Jetzt sollte für die Zukunft nur endlich mal das Wetter netter sein. Damit man sich nicht Ende Mai am Glühwein erwärmen muss.

Bilder vom Reinheimer Markt unter: www.anzeigenblattgersprenztal. de

1 Kommentar

  1. Jürgen sagt:

    Ja wahr sehr verregnet so dass manche Austeller drauf legen mussten
    Und wahrscheinlich nicht mehr anzutreffen sind

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