Reinheimer Neujahrsempfang stimmte aufs Nussknacken ein

Der Reinheimer Unternehmerpreis 2014 geht an die Druckerei Lokay. Darüber freuten sich (von links) Bürgermeister Karl Hartmann, die Druckerei Lokay Geschäftsführer Ralf Lokay und Thomas Fleckenstein sowie Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiligenthal. Text/Bild: Dieter Preuss

Reinheim. Der Reinheimer Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiligenthal ist bekannt für markante Worte, dann und wann. Insbesondere bei seinen Eröffnungsreden auf Neujahrsempfängen, in denen er meist Themen wie Mitgefühl, Verantwortung, soziales Engagement oder Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt. Als rhetorische Stilmittel nutzt er gerne mal Allegorien und Metaphern. Am vergangenen Sonntag war es im vollbesetzten Heinrich-Klein- Saal im Hofgut das Bild der „harten Nüsse, die es zu knacken“ gelte. Seine Botschaft ist wohl als Appell an die Gestalter des sozialen, gesellschaftlich engagierten Reinheims zu verstehen, nicht nachzulassen im Engagement für Kinder, Flüchtlinge und Migranten sowie für zukunftsfähige wirtschafts- und gesellschaftspolitische Entwicklungen. Auch Bürgermeister Karl Hartmann appellierte in seiner Neujahrsansprache an die „Nussknacker“ Reinheims und formulierte wörtlich: „Ja, 2015 gilt es einige harte Nüsse zu knacken. Aber wir sollten uns davon nicht abschrecken lassen, sondern freudig und erwartungsvoll das vor uns liegende annehmen.“ Doch nicht nur das. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er seinen „Traum vom Miteinander“. Ein Miteinander jenseits von Rassismus und Hass. Ein Miteinander, in das jeder mit seinen Begabungen und Fähigkeiten seinen Anteil zu einem guten sozialen und gesellschaftlichen Gelingen einbringen sollte, auch wenn man gelegentlich dafür kämpfen müsse.

Kämpfen mussten sicherlich auch die Verantwortlichen der Druckerei Lokay, Ralf Lokay und Thomas Fleckenstein, für die Verwirklichung eines besonderen Unternehmer Wertekanons, in dem es um Nachhaltigkeit, Energieef zienz, Wahrhaftigkeit, Qualität und Mitarbeiter-Wohlgefühl geht. Für die Realisierung dieser Idee musste nicht nur der gesamte Produktionsbetrieb umgestellt, sondern auch mit 1,5 Mio. Euro Investitionskosten das Produktionsgebäude energetisch und ergonomisch saniert werden. In einer für die Druckbranche schwierigen Zeit, zogen zwei Unternehmer nicht die Köpfe ein, sondern packten die Risikokiste und wagten sich auf den Pfad der Verantwortung gesäumt von Einzigartigkeit und wohl auch Erfolg. Genug gute Gründe für den Reinheimer Unternehmerpreis.

Geehrt wurden auch viele ehrenamtlich engagierte Reinheimer Mitbürger: Maria Bihrer und Regina Buxmann für ihr Wirken in der Gruppe „Caritas und Soziales“. Klaus Ahl für sein sportliches und kommunalpolitisches Engagement. Der Feuerwehr Hauptbrandmeister und Reinheimer Stadtbrandinspektor Lutz Gerhardt für seinen langjährigen Einsatz für Stadt und Feuerwehr. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Feuerwehrmänner Lothar Haas, Bernd Ripper und Gunther Sauerwein. Die Sportförderpreise erhielten der 9-jährige Lennhart Hegwein für seine fantastischen Motorradsportleistungen sowie Jan Tegtmeyer für seine sportlichen Erfolge insbesondere im Rasenkraftsport.

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