Reinheimer Segelflieger erfliegen den Sieg in Runde 9 in der 2. Segelflug-Bundesliga

Tief aber schnell

Reinheimer Segelflieger auf Geschwindigkeitsjagd in Höhe des Auerbacher Schloss.

Reinheim. Die Segelflugpiloten der Flugsportvereinigung Offenbach Reinheim e.V. (FSVOR) haben die neunte Runde der zweiten Segelflug-Bundesliga gewonnen. Mit drei schnellen Flügen an der Odenwaldkante setzten sich Felix Maier, Alexander Thies und Martin Wallmer an die Spitze der Rundenwertung.
Möglich wurde der Erfolg durch eine besondere Wetterlage, die mit strammem Westwind für gute Flugbedingungen an der südhessischen Bergstraße führte. Durch die langgezogene Bergkette nach oben abgelenkt, sorgt der Westwind für ein kilometerlanges Aufwindband. Während an vielen anderen Flugplätzen im Land der Flugbetrieb wegen schlechten Wetters ruhte, nutzen die Reinheimer Segelflieger dieses kilometerlange Aufwindband geschickt aus, um möglichst hohe Fluggeschwindigkeiten zu erzielen. Weil der Aufwindbereich an der Bergstraße nicht weit in die Höhe reicht, fliegen die Piloten im Hangaufwind mit 300 bis 500 Metern über Grund immer recht nahe am Gelände. „Hangflug an der Bergstraße ist jedes Mal auf’s neue ein atemberaubendes Erlebnis. Wenn dann auch noch ein gutes Liga-Erlebnis herauskommt, macht der Flug doppelt Spaß“, freut sich Nachwuchspilot Alexander Thies.
Leistungssegelflug an Tradition bei den Reinheimer Segelfliegern. Neben zahlreichen zentral ausgerichteten Wettbewerben nehmen die Südhessen seit einigen Jahren auch an der deutschlandweit ausgerichteten Segelflug-Bundesliga teil. Insbesondere die jungen Piloten des Vereins zeigen sich hier motiviert. Dabei kommt es auf Geschwindigkeit an: die Piloten versuchen in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden eine möglichst große Distanz mit ihren Flugzeugen zurückzulegen. Die resultierende Durchschnittgeschwindigkeit ist nun der Maßstab für die Rangfolge jeder einzelnen Wertungsrunde. Für jeden teilnehmenden Verein werden die schnellsten drei Piloten gewertet und deren Geschwindigkeiten addiert. Darauf ergibt sich für jeden „Spieltag“ eine Platzierung nach erflogenen Geschwindigkeiten, die mit Punkten honoriert wird. Während der kompletten Flugsaison kämpfen die Vereine so um Punkte, um entweder glücklicher Aufsteiger in die 1. Liga zu sein, oder mit anderen Vereinen um den Abstieg zu kämpfen.
In der Gesamtwertung haben sich die Reinheimer mit dem Rundensieg auf Platz 18 von 30 vorgearbeitet und den Platz im Mittelfeld im zweiten Jahr ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit weiter gefestigt.
Wer sich für eine Pilotenausbildung bei den Reinheimer Segelfliegern interessiert, der kann sich auf www.fsvor.com umfassend informieren. Bei einem Besuch am Segelflugplatz geben die Flieger aber auch gerne persönlich Auskunft.

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