Reinheimer Segelflieger starten mit besonderen Flugerlebnissen in die Saison

Vom Winter in die Welle

Die vier Reinheimer Piloten Felix Maier, Alexander Thies, Hans-Jürgen Schmitt und Arne Schwarz (v.l.n.r.) vor dem Start in Ludwigshafen.

Reinheim. „Ein wahnsinniges Erlebnis“, schwärmt Arne Schwarz, „und das beim ersten Flug im Jahr.“ Vier Segelflugpiloten der Flugsportvereinigung Offenbach & Reinheim nutzten die spezielle Wetterkonstellation am Wochenende, um mit einem Paukenschlag in die Saison zu starten.
Starker Westwind ermöglichte sogenannte Wellenflüge mit Flughöhen bis zu 3000 Meter Höhe. „Üblicherweise nutzen wir Segelflieger Thermikaufwinde, bei denen Luft durch die Sonne erwärmt wird und nach oben steigt. Starker Wind schadet da eher. Dabei erreichen wir an guten Tagen etwas mehr als 2000 Meter Höhe.
Beim Wellenfliegen hingegen brauchen wir möglichst starken Wind, der durch Berge wellenartig nach oben abgelenkt wird“, erklärt Pilot Hans-Jürgen Schmidt.
Die so entstehenden Wellenaufwinde erreichen mehrere tausend Meter Höhe. Die Reinheimer Piloten Felix Maier, Arne Schwarz, Alexander Thies und Hans-Jürgen Schmidt nutzten die Wetterkonstellation am Wochenende aus und entschieden sich nach eingehendem Studium der Wetterinformationen dazu, von Ludwigshafen-Dannstadt aus zu starten.
In der Region bilden sich durch das Zusammenspiel von Pfälzer Wald und Rheintal bei Westwind gute Wellenflugmöglichkeiten.
In der Tat wurden die Piloten für die Anfahrt mit ihren Flugzeugen in Anhängern belohnt: ein breites Aufwindband ermöglichte mehrstündige Flüge in Höhen, welche die Piloten sonst selten erreichen. Ein atemberaubender Blick über den Wolken ließ die Temperaturen von unter 0° Celsius in diesen Höhen vergessen.
Wer sich für eine Pilotenausbildung bei den Reinheimer Segelfliegern interessiert, der kann sich auf www.fsvor.com umfassend informieren. Bei einem Besuch am Segelflugplatz an den Reinheimer Teichen geben die Flieger aber auch gerne persönlich Auskunft.

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