Romantischer Drei-Höfe-Advent in Habitzheim

Adventliche Stimmung im Hofgut der Familie Löwenstein mit Apfelspezialitäten, Gebäck, Kunsthandwerklichem, Wildgulasch und vielen Feuerstellen, an denen man sich wärmen konnte. Text/Bild: Dieter Preuss

Habitzheim. Gönnt man sich mal Zeit und Muße für einen Spaziergang durch Habitzheim, fällt auf, wie stilvoll die Otzberg- Gemeinde sich den Besuchern präsentiert. Mit dem Auto fährt der Flüchtige von der B38 kommend da rein und mit Ziel B47 dort raus. Ohne den Charme des Ortes so richtig wahrgenommen zu haben. Da die Habitzheimer am vergangenen Wochenende „den Advent einleuchteten“, und zwar auf drei schönen Höfen, kam der Besucher nicht umhin, sich mal in die eine oder andere Gasse zu verlaufen und zu staunen über die Stille, großzügigen Plätze und liebevoll restaurierte Fachwerk-Ensembles und andere historische Bauten. Bekannt dafür ist ja schon das Hofgut der Familie Löwenstein. Und selbstverständlich gehörte auch das Hofgut zum dreiblättrigen Hofadvents-Kleeblatt, zwar nur am Sonntag, dafür aber mit gemütlicher Außengestaltung und dem Storchennestrichtfest auf dem riesigen Schornstein. Auch im Hof der Familie Horn konnte der Habitzheimer Advents- Wanderer sich am Sonntag niederlassen und Süßes, Deftiges und Weihnachtliches genießen sowie den Geschichten der Erzählerin Claudia im Märchenzelt zuhören. Viel los war auch im Hofgut von Dieter und Bärbel Lehmer, die Samstag und Sonntag die Hofreite und die herrlich gemütliche Scheune zum vorweihnachtlichen Stelldichein am „Freien Platz“ geöffnet hatten. Hier begrüßte Dieter Lehmer jeden Gast persönlich und offerierte leidenschaftlich die adventlichen Angebote sowie Veranstaltungspunkte des Lehmer’schen Hofes. Wozu sicher auch die magische Steine- Sammlung von Bärbel Lehmer, mit den innewohnenden Sinnesund Heilkräften, gehörten. Die Scheune war von Maren Bohländer liebevoll geschmückt und dort ließen sich die Gäste bei leckerer Kartoffelsuppe und würzigem Glühwein aus Umstädter Rotweinen gerne nieder, um sich auf die kommenden Weihnachtstage einzustimmen.

Neben Speisen und Getränken, Kunsthandwerklichem, Gebäck und Fruchtigem, Storchennest- Richtfest und Weihnachtsgeschichten gab es auch viele musikalische Angebote des Habitzheimer Adventsmarktes. Der evangelische Posaunenchor spielte am Samstag zur Eröffnung und musikalisch witzig unterhielt die Band „zweiwiesonstniemand“ die Besucher. Am Sonntag spielte die Flötengruppe der Hasselbachschule ihre weihnachtlichen Melodien und der 13-jährige Justus Brödder zeigte, wie virtuos man einer Trompete romantische Töne entlocken kann. Nach diesem ersten Weihnachtsmarkt-Wochenende können sich die Odenwälder Romantiker auf weitere Märkte freuen in Reinheim, Michelstadt, Erbach, Ueberau, Lindenfels, Beerfurth (klein und sehr fein), Fränkisch-Crumbach mit seinem Pelznickel, Neunkirchen, Otzberg- Hering sowie an allen Adventswochenenden auf der Feste Otzberg. Auch das Brensbacher Weihnachtsdorf und der Ober- Ramstädter Weihnachtsmarkt freuen sich auf die Besucher am kommenden Wochenende.

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