Standort Reinheim, Teil 2

Qualität in Handel, Handwerk, Dienstleistung

Zwei, die für ein „lebendiges“ Reinheim stehen, von links: Dr. Frank Thiele, 2. Vorsitzender des Gewerbevereins und der 1. Vorsitzende Michael Richter

Reinheim. In der letzten Ausgabe dieser Zeitung berichteten wir über Standortvor- und Standortnachteile  von Reinheim und über mögliche Hebel, die es zu bewegen gilt für die Weiterentwicklung der Stadt- und Lebensqualität. Dabei wurde deutlich, dass ein bedeutender Teil dieser vorhandenen bzw. gewünschten Qualität erst durch die Arbeit der Reinheimer Gewerbetreibenden ermöglicht werden kann. Wenn es dabei an Ideen, Aktivitäten und Zusammenarbeit mangelt, dann wird das nichts mit der attraktiven Stadt, in der man gut wohnen, arbeiten und leben kann. In diesem Licht betrachtet ist die Arbeit im und mit dem Gewerbeverein von großer Bedeutung. Gewerbevereins-Vorstandsmitglied Jochen Koepisch zum Beispiel sieht den Schwerpunkt des Gewerbevereins in der Öffentlichkeitsarbeit sowie in den Kooperationen mit Vereinen und Schulen und dem Engagement „Reinheimer Netzwerk Ausbildung“. Ein aktuelles Ziel ist für ihn auch die Verbesserung der Servicequalität in Reinheim.
Karl-Dieter Hessel, Rechner des Gewerbevereins, wünscht sich eine stärkere Einbindung der Gewerbetreibenden in Fragen der Verkehrsführung und -beruhigung  sowie der Verbesserung der innerstädtischen Versorgung. Vorstandsmitglied Jens Mörsch hofft auf eine ausgeprägte Eventkultur in Reinheim: „Reinheim sollte sich als etwas Ganzes darstellen können, als Wohnstadt, als Einkaufsstadt und als Kulturträger.“ Dr. Frank Thiele, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins, sieht die gute Zukunft der Stadt in einem Alleinstellungsmerkmal. Das könnte die „Qualitätsstadt Reinheim“ sein. Thiele wörtlich: „Mit rund 15 Betrieben und zusammen mit der Stadtverwaltung könnten wir hier in Reinheim für einen hohen Service- und Qualitätsstandard sorgen. Wir müssen uns nur dafür zertifizieren lassen.“
Angeboten wird diese Zertifizierung vom hessischen Tourismusverband mit dem Ziel, in Klein- und Mittelstädten eine hohe Servicequalität zu etablieren. Dabei geht es für die teilnehmenden Händler, Dienstleister, Handwerker, Gaststätten und Gemeindevertretungen um ansprechende Einkaufs- und Beratungserlebnisse sowie um freundliche und motivierende Kundenansprache. Wenn dieser Anspruch breit in der Stadt realisiert würde, dann trüge diese Servicequalität in erheblichem Maße zur Kundenbegeisterung und zum guten Image der Stadt bei. Der Prozess für das Qualitätssiegel ist angestoßen. Nicht wenige Reinheimer Betriebe wünschen sich ein solches Qualitätssiegel, das von der „Initiative Servicequalität Deutschland“ nach der Teilnahme an Workshops und Seminaren für die Qualitätsverantwortlichen der jeweiligen Unternehmen vergeben wird. Auch dies natürlich eine gute Idee, den Standort Reinheim für die Zukunft attraktiv zu gestalten. Vorausgesetzt, die Servicequalität ist nicht nur durch das Siegel ein schmückender Marketinggag, sondern Anspruch und Wahrheit.
Mit einem Blick in die Vergangenheit extrapoliert Karl-Dieter Hessel die Zukunft Reinheims: „Die Versorgungssituation für die Bürger hat sich in der Kernstadt im Laufe der Jahre sogar verbessert. Das Angebot an Handel, Dienstleistung, ärztlicher Versorgung hat noch zugenommen und die Verkehrsanbindung in die umliegenden Städte ist wesentlich erweitert worden. Das ist eine sehr gute Ausgangssituation für eine urbane Zukunft.“ Und wenn dann noch der Kunde und Ratsuchende höflich, zuvorkommend, umfassend und kompetent beraten wird im Einzelhandel, vom Handwerker oder auch in der Stadtverwaltung, dann muss den Reinheimern und den Gästen und Besuchern Reinheims vor der Zukunft nicht bange sein.

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