Stimmungsvoller Konzertabend des MGV „Eintracht“ 1844 Reichelsheim

Schad is, das schoa zuam hoamgeahn is

Reichelsheim. Schade, dass das Konzert des Reichelsheimer Gesangvereins am vergangenen Samstag in der Reichenberghalle spät abends vorbei war und alle nachhause gingen. Erfreulich hingegen, dass die Aktiven und die rund 200 Konzertbesucher dies fröhlich und wohlgemut taten, der eine oder andere mit einem Liedchen auf den Lippen. „Wir sind voll glücklich und zufrieden“, sagt nach dem Konzert ein bestens aufgelegter Helmut Block, der Vereinsvorsitzende der Reichelsheimer Sänger und Sängerin, und ergänzt: „Nicht nur wir Aktiven sind glücklich, sondern auch unsere Gäste, denn viele haben mir ganz persönlich ihre Begeisterung zum Ausdruck gebracht.“ Und tatsächlich: Es war eine farbenfrohe und stimmgewaltige musikalische Reise durch die Welt, dekorativ untermalt mit Flaggen aus vielen Ländern, Globus, Reise-Utensilien, fröhlichen Urlaubs-Out ts der Sänger und Sängerinnen, mal italienisch, mal französisch, mal spanisch anmutend und einer unterhaltsamen Rahmengeschichte aus dem Reisebüro. Die Reisebürodamen waren die Reichelsheimer Sängerinnen Ingrid Volk und Hedwig Jährling. Sie führten mit unterhaltsamen Bonmots durch das Musik- und Gesangsprogramm. Die musikalische Gesamtleitung hatte Andreas Mohrhard. Am Klavier begleitet wurden die Chorauftritte von Alexander Köhler, der kein Mitglied des Chors ist doch eigens für diesen Abend die Lieder einstudierte. Helmut Block begeistert: „Das hat der Alexander klasse gemacht und mit etwas Glück wird er uns auch bei künftigen Auftritten begleiten!“ Klasse gemacht war auch das Musikprogramm des Abends mit Auftritten nicht nur des Reichelsheimer Gemeinschaftschors, sondern auch mit „Die Gersprenztaler“, des Männer-Gemeinschaftschors Reichelsheim/Fränkisch-Crumbach und der Fränkisch-Crumbacher Musikgruppe „Aygenart“ mit Burkhard Horn am Dudelsack, Vera Nitsch am Akkordeon und Jens Horn an der Gitarre. Mit dieser eigenartigen musikalischen Besetzung zauberte das Trio wunderbare Melodien, mal getragen, mal fetzig – Rumba, Walzer, Pop, Klezmer, Brautmarsch … Faszinierend! Wunderbar auch der Auftritt des Gesangsquartetts „Pöllataler Viergesang“ mit Helene Jung, Sopran, Cordula Mohrhard, Alt, Karl Ohl, Bass und dem musikalischen Leiter Andreas Mohrhard, Tenor. Diese Gruppe präsentierte acapella wohltemperiert mit hoher Einfühlsamkeit alpenländliche Stubenmusik mit Liedern wie „Is scho still uman See“, „O Diandle, tiaf drunt im Tal“ und „Wia schean da Tag hergeaht“.

Insgesamt wurden 18 Musikstücke und Lieder präsentiert. Neben dem Odenwälder Klassiker wie „Moi Elternhaus“ gehörten dazu Volks- und Trinklieder, Chansons, Schlager, Operettenlieder und anderes mehr. Für diese Veranstaltung neu einstudiert wurden Titel wie „Wein nicht um mich Argentinien“, „La cucaracha“, „The lion sleeps tonight“, „Nginesi Ponono“, und „Schad is, das schoa zuam hoamgeahn is“ – wie bereits gesagt: Werklich schad!
Text/Bild: Dieter Preuss

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